7. ordentliche Generalversammlung der SOB vom 6. Juni 2008 in Arth-Goldau – Rekordergebnis und neues Mitglied im Verwaltungsrat

Die Schweizerische Südostbahn blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 zurück. Der Verkehrsertrag stieg um 5%, Betriebserfolg und Jahresgewinn liegen deutlich über dem Vorjahr. Die Aktionäre stimmten an der GV allen Sachgeschäften zu und wählten als neuen Verwaltungsrat Willi Haag. Der St. Galler Regierungsrat ersetzt seinen Kollegen Dr. Josef Keller.

Die Schweizerische Südostbahn blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 zurück. Der Verkehrsertrag stieg um 5%, Betriebserfolg und Jahresgewinn liegen deutlich über dem Vorjahr. Die Aktionäre stimmten an der GV allen Sachgeschäften zu und wählten als neuen Verwaltungsrat Willi Haag. Der St. Galler Regierungsrat ersetzt seinen Kollegen Dr. Josef Keller.

Jahresgewinn eine halbe Million
Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) hat mit 11.9 Mio. transportierten Passagieren in den Zügen der S-Bahn und des Voralpen-Express eine Rekordzahl eingefahren. Auch das finanzielle Ergebnis stellt das beste dar, welches die SOB seit ihrer Gründung 2001 erreicht hat.

Bei einem Gesamtaufwand von 115 Mio Franken wurde ein Betriebserfolg von 659’000 Franken erwirtschaftet. Ins Gewicht fallen die Personalaufwendungen mit 42%. Sachkosten und Abschreibungen schlagen mit 57% zu Buche. Darin widerspiegeln sich u.a. die hohen Investitionen, welche der Bahnbetrieb mit sich bringt. Der Jahresgewinn von 485’000 Franken wird zu 85% zurückgestellt. Dies entspricht den Finanzierungsregeln im öffentlichen Verkehr. Die Generalversammlung stimmte zudem einer Einlage von 100’000 Franken in die allgemeine Reserve zu.

Neu im Verwaltungsrat: Regierungsrat Willi Haag
Auf die GV hin hatte Dr. Josef Keller, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons St.Gallen, seinen Rücktritt als Vizepräsident aus dem Verwaltungsrat angekündigt. Seit dem Zusammenschluss von Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT) und ehemaliger Südostbahn vertrat er den nach dem Bund zweitgrössten Aktionär. Bereits 2000 zum VR-Präsidenten der BT gewählt, erwarb sich Keller grosse Verdienste während der Fusion der beiden Bahnen und setzte sich seither unermüdlich ein für eine starke SOB als wichtige und gestaltende Kraft auf den Schienen der Ostschweiz.

Zum Nachfolger wählte die GV Regierungsrat Willi Haag in den Verwaltungsrat. Als St. Galler Baudirektor will er nebst Strassen- und Wasserbau auch im Umwelt- und Energiebereich Akzente setzen. Als Regierungsrat ist Haag nicht direkt im Bestellverfahren für die Leistungen des öffentlichen Verkehrs involviert. Damit können allfällige Interessenskonflikte vermieden werden.

Der SOB steht ein überdurchschnittliches Wachstum bevor
Dr. Georg Hess, Präsident des Verwaltungsrates, blickte nach vorn. Mit der S-Bahn St.Gallen und der Angebotsplanung Ost 2013, sowie mit der Übernahme des Voralpen-Express ins alleinige Linienmanagement ab 2010, werde das Unternehmen überdurchschnittlich wachsen, sagte der Verwaltungsratspräsident: „Die Schweizerische Südostbahn AG wird ein wichtiger Teilnehmer im Regionalen Personenverkehr der Ost- und Zentralschweiz sein.“ Geplant ist ausserdem die Weiterführung der S 31 Biberbrugg – Arth-Goldau bis nach Rotkreuz. Für alle diese Herausforderungen braucht es neues Rollmaterial, Streckenausbauten, mehr Infrastruktur und Personal. Die Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs stehen heute in einem harten Wettbewerb, Stichwort Benchmarking, sagte Dr. Georg Hess und er hielt fest: „Die Südostbahn stellt sich diesem Wettbewerb und will dies auch durch eine klare Identität nach aussen und nach innen dokumentieren.“

Komfort im Regionalverkehr kommt an
Die SOB will nicht nur befördern, sondern dem Gast auch Komfort bieten. Dr. Guido Schoch, Vorsitzender der Geschäftsleitung, konnte von der erfolgreichen Einführung der neuen spurtschnellen, komfortablen und schnittigen FLIRT-Züge berichten, mit denen die SOB Massstäbe im regionalen Personenverkehr gesetzt hat. Im Dezember 2007 wurde das Angebot im Kanton Schwyz zwischen innerem und äusserem Kantonsteil massiv verbessert.

Personalvorsorge ausfinanzieren
„Sorge bereitet uns das Vorsorgewerk bei der Sammelstiftung ASCOOP“, so Schoch. Für eine ausreichende Deckung fehlen über 40 Mio. Franken. Diese Summe kann die Bahn nicht aus eigener Kraft aufbringen. Die SOB leistet – zusammen mit dem versicherten Personal – einen Beitrag an den harten Sanierungskurs. Eine Lösung lediglich mit der Hoffnung auf hohe Renditen der angelegten Mittel führt nicht zum Ziel. Die SOB unterstützt deshalb die Forderung der SBB zur Ausfinanzierung deren Pensionskasse durch den Bund, verlangt aber gleich lange Spiesse für die Privatbahnen. Die Gründe für die Unterdeckung der ASCOOP und der Pensionskasse SBB sind teilweise gleich und auf langjährige Vorgaben des Bundes zurückzuführen. Dadurch sollten die Kosten für die Besteller des Regionalverkehrs, d.h. Bund und Kantone, moderat gehalten werden. Wird dem Ansinnen zur Ausfinanzierung auch der Pensionskasse ASCOOP von der Politik nicht Rechnung getragen, führt dies zu einem Wettbewerbsnachteil für die so genannten Privatbahnen. Die SOB-Angestellten müssten sich zudem als Eisenbahner 2. Klasse vorkommen. Schoch schloss mit einem Aufruf an die Politik: „Wir hoffen auf Ihre Unterstützung“.


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Medienmitteilung SOB SÜDOSTBAHN

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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