Auswirkungen der Fahrleitungsstörung Rosenheim – Kufstein

Wegen einer beschädigten Fahrleitung auf dem Streckenabschnitt zwischen Rosenheim und Kufstein (so genanntes „Deutsches Eck“) mussten die Züge der ÖBB-Westbahn Strecke Wien – Innsbruck – Feldkirch – Bregenz bzw. Zürich HB zwischen Salzburg Hbf und Wörgl über Zell am See umgeleitet werden. Dies hatte neben den erheblichen Verspätungen auch zur Folge, dass die Züge in Salzburg Hbf eine „Spitzkehre“ machen mussten und dementsprechend in umgekehrter Reihenfolge der Wagen am Grenzbahnhof in Buchs SG bzw. in Zürich HB eintrafen.

Von: Marcel Manhart
Wegen einer beschädigten Fahrleitung auf dem Streckenabschnitt zwischen Rosenheim und Kufstein (so genanntes „Deutsches Eck“) mussten am 26. Juni 08 die Züge der ÖBB-Westbahn Strecke Wien – Innsbruck – Feldkirch – Bregenz bzw. Zürich HB zwischen Salzburg Hbf und Wörgl über Zell am See umgeleitet werden. Dies hatte neben den erheblichen Verspätungen auch zur Folge, dass die Züge in Salzburg Hbf eine „Spitzkehre“ machen mussten und dementsprechend in umgekehrter Reihenfolge der Wagen am Grenzbahnhof in Buchs SG bzw. in Zürich HB eintrafen.

Zudem waren die Kompositionen auf dem schweizerischen Streckenabschnitt von Buchs SG – Zürich HB doch „etwas durcheinander“:

  • Der EC 160 „Vorarlberg“ traf mit einer Verspätung von 112 Minuten statt um 14.58 Uhr erst um 16.50 Uhr am Grenzbahnhof in Buchs SG ein.
  • Als Folge dieser Verspätung musste der EC 160 in Buchs SG gewendet werden um dann rechtzeitig wieder als EC 165 „Kaiserin Elisabeth“ zurück nach Salzburg Hbf bzw. jetzt während der Euro 2008 bis Wien Westbahnhof fahren zu können.
  • Der EC 165 „Kaiserin Elisabeth“ wurde auf dem SBB-Streckenabschnitt von Zürich HB – Buchs SG mit einem RBe 4/4 (beidseits) Pendelzug geführt.
  • Der „Fan-Extrazug 15162 Europameister“ traf mit 1 1/2-stündiger Verspätung in Buchs SG ein und verkehrte anschliessend als Zug 34862 als Ersatzzug für den EC 162 „Transalpin“ in dessen Fahrlage von Buchs SG – Zürich HB.
  • Der ebenfalls fast 2 Stunden verspätete EC 162 „Transalpin“ kam dann gerade rechtzeitig in Buchs SG an, um als Ersatzzug für den IC 168 in dessen Fahrlage von Buchs SG nach Zürich HB verkehren zu können.
  • Und schliesslich wurde auch noch der (Anschluss- ) Intercity 168 aus Feldkirch mit 15 Minuten Verspätung ab Buchs SG nach Zürich HB (hier 30 Minuten Verspätung) nach Zürich HB geführt.
  • Der IC 168 verkehrte von Buchs SG – Zürich HB mit dem RBe 4/4 – Pendel, welcher als Ersatzzug für den EC 165 von Zürich nach Buchs geführt wurde. Am Schluss dieser Komposition wurden gleich noch die fahrplanmässigen Wagen der regulären Komposition des IC 168 aus Feldkirch angehängt.

Wer jetzt mitgerechnet hat, stellt fest, dass eigentlich mit diesen Formationen zwei Loks, welche sonst mit den Österreicher-Zügen von Buchs SG nach Zürich HB fahren nicht benötigt wurden. Nämlich die Lok für den ausfallenden EC 160 sowie jene des mit dem RBe-Pendel geführten IC 168. Dies hatte zur Folge, dass der 2 Stunden verspätete EC 162 nebst seiner eigenen planmässig vorgesehenen Lok auch mit den anderen beiden Loks „verstärkt“ wurde, also auf dem Abschnitt Buchs SG – Zürich HB mit 3 Re 4/4 II – Loks geführt wurde.


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