VSLF: Strategischer Begleitausschuss Zugführung – Ergebnisse des Treffens vom 16./17. Juni 2008

Aus- und Weiterbildung
Das heutige Modell mit dem jährlichen Instruktionstag und den meist standardisierten Zusatzkursen deckt die Bedürfnisse der Unternehmung und die Erwartungen des Lokpersonals oft nicht ab. Zurzeit wird an einem neuen Weiterbildungskonzept mit individuell wählbaren Modulen gearbeitet – der Begleitausschuss hat davon Kenntnis genommen. Mit einem solchen Modell könnte das Lokpersonal in einem gewissen Rahmen individuell Ausbildungsmodule wählen und besuchen. Der Nachweis über die Pflichtkenntnisse würde dann über Tests erbracht. Das Konzept wird weiter entwickelt und wenn möglich bereits 2009 teilweise umgesetzt.

Aus- und Weiterbildung
Das heutige Modell mit dem jährlichen Instruktionstag und den meist standardisierten Zusatzkursen deckt die Bedürfnisse der Unternehmung und die Erwartungen des Lokpersonals oft nicht ab. Zurzeit wird an einem neuen Weiterbildungskonzept mit individuell wählbaren Modulen gearbeitet – der Begleitausschuss hat davon Kenntnis genommen. Mit einem solchen Modell könnte das Lokpersonal in einem gewissen Rahmen individuell Ausbildungsmodule wählen und besuchen. Der Nachweis über die Pflichtkenntnisse würde dann über Tests erbracht. Das Konzept wird weiter entwickelt und wenn möglich bereits 2009 teilweise umgesetzt.

Laufbahnperspektiven
Im Rahmen der Vision 2010 wurde vereinbart, dass dem Lokpersonal vermehrt eine Entwicklung in andere Laufbahnen ermöglicht werden soll. Abklärungen haben ergeben, dass die Entwicklungsbedürfnisse sehr individuell sind.
Diese sollen in den Führungs- und Entwicklungsgesprächen besprochen werden. Lokführerinnen und Lokführer, die eine Entwicklung hin zu einer anderen Laufbahn machen möchten, können sich bei ihrem CLP melden. Sie werden individuell beraten und unterstützt.

Selbsteinteilung
Die Projektarbeiten bezüglich Selbsteinteilung kommen gut voran, die Programmierarbeiten stehen bevor. Beim Lokpersonal ist jedoch grosse Skepsis und teilweise Widerstand gegenüber der Selbsteinteilung spürbar.
Bevor der Aufwand für die Programmierung geleistet wird, soll das Bedürfnis nach einer Selbsteinteilung beim Personal definitiv geklärt werden, und zwar vor dem Hintergrund, dass ein Pilotbetrieb der Verbesserung der Selbsteinteilung für die anschliessende Einführung dienen soll. Verbände und PeKo klären ihre Haltung bis September 2008. Bis dann werden die Konzeptarbeiten weitergeführt, jedoch keine Investitionen in Programmierarbeiten getätigt. Die ausstehenden Info-Kiosk-Veranstaltungen werden nach dem Entscheid über das weitere Vorgehen verschoben.

Periodische Prüfungen
Auch dieses Jahr sind die erzielten Resultate bei der periodischen Prüfung sehr gut. Die Prüfung soll auch künftig durchgeführt und dabei laufend verbessert werden. Die Fragen müssen widerspruchsfrei und verständlich sein sowie vermehrt vorhandene Kenntnisse abfragen. Zusätzlich wird geklärt, ob dem Lokpersonal die Prüfungsfragen zugänglich gemacht werden können.

Vorzeitige Teilpensionierung
Die vorzeitige Teilpensionierung wurde vor einem Jahr eingeführt. Bislang haben neun Lokführer davon Gebrauch gemacht. Die Möglichkeit soll weiterhin bestehen bleiben, der Teilzeitanteil soll jedoch flexibler
(30–70%) gewählt werden können. Eine allfällige Anpassung der Alterslimiten wird aufgrund neuer Berechnungen geprüft.

Übertrag Zeitguthaben Ende 2007
In einzelnen Fällen bestehen Zweifel, ob die Minuszeiten aus dem Jahr 2007 richtig übertragen wurden. P-OP-ZF wird sämtliche Minusüberträge aus dem Jahr 2007 nochmals überprüfen und bei allfälligen Unstimmigkeiten korrigieren.

Erscheinungsbild Lokpersonal
Die Geschäftsleitung Personenverkehr hat neuen Berufskleidern und somit einem einheitlichen Erscheinungsbild für das Lokpersonal zugestimmt. Die Berufskleider werden in einer Arbeitsgruppe mit der PeKo definiert und in Tragversuchen getestet. Anschliessend soll die Einführung auf freiwilliger Basis erfolgen.

Einstufung der Depots
Mit der Umsetzung der Vision 2010 wurden die Depots in die Kategorien «tiefes Aufstiegspotenzial», «mittleres Aufstiegspotenzial» und «hohes Aufstiegspotenzial» eingeteilt. Der Begleitausschuss suchte nach Lösungen, wie die Umteilung von Depots aufgrund von Veränderungen in den Leistungszuteilungen erfolgen sollte. Die Verbände haben gleichzeitig die Forderung eingebracht, es seien alle Depots mit «mittlerem Aufstiegspotenzial» in die Kategorie «hohes Aufstiegspotenzial» und alle Depots mit «tiefem Aufstiegspotenzial» in die Kategorie «mittleres Aufstiegspotenzial» umzuteilen. Ferner soll für alle Beförderungen unabhängig von den lokalen Strukturen nur noch die schweizweite Rangliste angewendet werden.

Die gewünschte Höherstufung der Depots würde aus Sicht SBB eine Zielsetzung der Vision 2010 gefährden, nämlich die Wettbewerbsfähigkeit im Regionalverkehr. Aus diesem Grund hat sich der Begleitausschuss geeinigt, bis 2010 aufgrund konkreter Kostenrechnungen das Aufstiegsmodell mit den Depots zu überprüfen. Eine allenfalls neu definierte Lösung soll nicht nur die Frage des Aufstiegspotenzials der Depots beantworten, sondern auch die Beförderungskriterien. Bis dann bleiben die heutigen Einstufungen der Depots bestehen, sachlich begründete Ausnahmen werden geprüft. Hingegen erfolgen die Beförderungen des Lokpersonals in den jeweiligen Depots entsprechend der schweizweiten Rangliste.

Öffnung FS 16 für Lokpersonal
In der Vision 2010 wurde Folgendes vereinbart: «Die Funktionsstufe 16 ist Lokpersonal mit speziellen Aufgaben vorbehalten. Für diese Stellen werden Stellenbeschreibungen erstellt. Die Verhandlungsgemeinschaft hat Mitsprache bei der Ausarbeitung der Stellenbeschreibungen. Die Anzahl der Stellen richtet sich nach dem Bedarf an Spezialisten für die entsprechenden Aufgaben und wird unabhängig vom Laufbahnmodell des Lokpersonals P definiert. Die Stellen werden separat ausgeschrieben. Die Ausschreibung von Stellen in der Funktionsstufe 16 erfolgt ab 2009.» Der Begleitausschuss hat eine erste Aussprache über mögliche Definitionen dieser Stellen geführt. Man hat sich darauf geeinigt, dass die Verbände und die SBB bis zur nächsten Sitzung des Begleitausschusses konkrete Vorschläge in die Diskussion bringen.

Nächste Sitzung des Begleitausschusses
Die nächste Sitzung des strategischen Begleitausschusses findet am 25./26. September 2008 statt.

Newsletter VSLF zu SBB P-OP ZF

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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