Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage 2008: Hohe Zufriedenheit mit dem öffentlichen Verkehr im Kanton Bern

Mehr als 90 Prozent der Bernerinnen und Berner sind mit dem öffentlichen Verkehr zufrieden. Rund 54 Prozent finden, das Angebot habe sich in den letzten Jahren verbessert. Mehr als die Hälfte besitzt ein General- oder Verbundabonnement. Kritisch beurteilt werden fehlende Anschlüsse und Umsteigemöglichkeiten sowie das Platzangebot in den Hauptverkehrszeiten.

aid. Mehr als 90 Prozent der Bernerinnen und Berner sind mit dem öffentlichen Verkehr zufrieden. Rund 54 Prozent finden, das Angebot habe sich in den letzten Jahren verbessert. Mehr als die Hälfte besitzt ein General- oder Verbundabonnement. Kritisch beurteilt werden fehlende Anschlüsse und Umsteigemöglichkeiten sowie das Platzangebot in den Hauptverkehrszeiten.

Die Zufriedenheit mit dem öffentlichen Verkehrs ist im Kanton Bern konstant hoch. 92,4 Prozent der Befragten sind mit dem Angebot zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Im Rückblick finden 54,3 Prozent der Befragten, das Angebot des öffentlichen Verkehrs habe sich verbessert. Nur 12,6 Prozent stellen eine Verschlechterung fest. Der öffentliche Verkehr ist aber nicht nur beliebt, er wird auch rege benutzt – zunehmend auch in der Freizeit. Der Anteil der regelmässigen Benützerinnen und Benutzer am Wochenende ist im Vergleich zu 2005 um 6,8 Prozentpunkte gestiegen. Mehr als die Hälfte (50,3%) der Befragten besitzt ein Generalabonnement oder ein Verbundabonnement. Gut zwei Drittel der Bernerinnen und Berner benützen den öffentlichen Verkehr, weil das Reisen angenehmer ist, weil sie von guten und schnellen Verbindungen profitieren oder weil sie grundsätzlich für den öffentlichen Verkehr eingestellt sind. Nur ein Drittel der Befragten gaben als Begründung für die Nutzung von Bahn und Bus ein fehlendes Auto oder fehlende Parkplätze an. Als Hauptgründe für die Bevorzugung des Individualverkehrs werden schlechte Verbindungen (20,7%) und der Wunsch nach Unabhängigkeit (13,7%) genannt. Kritisiert werden auch fehlende Anschlüsse und Umsteigemöglichkeiten. Am wenigsten zufrieden sind die Befragten mit dem Platzangebot in den Hauptverkehrszeiten.

Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer wertete das Ergebnis der Umfrage als eine Bestätigung der kantonalen Verkehrspolitik und Anerkennung der Leistung der Transportunternehmen. Mit Genugtuung stellte sie fest, dass der öffentliche Verkehr immer stärker genutzt wird, neuerdings sogar im Freizeitverkehr. Der Kanton als Besteller des öffentlichen Regional- und Ortsverkehrs will den eingeschlagenen Weg fortsetzen und insbesondere die noch vorhandenen Taktlücken schliessen. Vom eigenen Erfolg teilweise überrollt, führt dies zu vollen Zügen, Bussen und Trams in den Stosszeiten. Dem will der Kanton mit neuem Rollmaterial, aber auch mit Kapazitätserhöhungen auf den einzelnen Linien (neue Tramlinien und Streckenausbauten) begegnen. Schliesslich will sich der Kanton auch den veränderten Lebensgewohnheiten anpassen. „Unsere Gesellschaft ist eine Freizeitgesellschaft“, stellte die Verkehrsdirektorin fest. „Der Ausgang spätabends und in der Nacht ist eine Realität“. Deshalb sollen die Abend- und Nachtangebote noch stärker ausgebaut werden.

Bereits zum dritten Mal nach 2003 und 2005 hat der Kanton Bern in diesem Frühjahr die Bevölkerung zum öffentlichen Verkehr befragt. In einer repräsentativen Telefonumfrage wurden 2’552 Personen befragt, weitere 4’202 Personen haben ihre Stellungnahme im Internet abgegeben. Die bernische Verkehrsdirektorin, Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer, präsentierte die Ergebnisse der Umfrage an einer Medienkonferenz am Donnerstag (10. Juli 2008) in Bern.

Total wendet der Kanton Bern gemeinsam mit Bund und den Gemeinden jährlich rund 500 Millionen Franken für den öffentlichen Verkehr auf. Dazu kommen Investitionsbeiträge in der Grössenordnung von rund 60 Millionen Franken pro Jahr.


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Medienmitteilung des Kantons Bern

Autor: Redaktion

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