Gotthard-Bahnstrecke: Felspfeiler Axenrüti Sisikon gesprengt

In der Nacht auf den 27. Juni 08 musste die Axenstrasse und das Seegleis der SBB-Gotthardstrecke für einige Stunden gesperrt werden, da das Messsystem Bewegungen meldete, die eine Wertung vor Ort bedingten. Diese Arbeiten haben stattgefunden. Die Axenstrasse konnte 09.30 Uhr und das gesperrte Gleis der bahnlinie um 10 Uhr wieder geöffnet werden. Um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten, wird der Felspfeiler laufend mittels eines Mess- und Warnsystems überwacht, das bei drohender Absturzgefahr die Verkehrswege unmittelbar sperrt.

In der Nacht auf den 27. Juni 08 musste die Axenstrasse und das Seegleis der SBBGotthardstrecke für einige Stunden gesperrt werden, da das Messsystem Bewegungen meldete, die eine Wertung vor Ort bedingten. Diese Arbeiten haben stattgefunden. Die Axenstrasse konnte 09.30 Uhr und das gesperrte Gleis der Bahnlinie um 10 Uhr wieder geöffnet werden. Um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten, wurde der Felspfeiler laufend mittels eines Mess- und Warnsystems überwacht, das bei drohender Absturzgefahr die Verkehrswege unmittelbar sperren würde.

Im Gebiet Axenrüti zwischen Tellsplatte und Sisikon konnten seit zwei Jahren deutliche Bewegungen eines Felspfeilers festgestellt werden. Für die geologische Beurteilung hat die Baudirektion Kanton Uri bereits vor zwei Jahren Geologen beigezogen. Mit den installierten Messstationen können die Bewegungen exakt festgestellt werden. Die geologischen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass dieser Pfeiler mit einem Volumen von rund 1’500 Kubikmeter womöglich spontan abbrechen könnte. Durch einen Abbruch des gesamten Pfeilers wären die darunter liegenden Verkehrswege (Axenstrasse A4, Bahnlinie SBB, Weg der Schweiz) sowie Hochspannungsleitungen bedroht. Um die Bedrohung zu beseitigen, wurden diverse Möglichkeiten geprüft. Das zwischenzeitlich eingesetzte Projektteam mit Vertretern vom Kanton Uri, vom Bundesamt für Strassen und der SBB kommt zum Schluss, dass eine Sprengung des Felspfeilers notwendig ist.

Als erste Massnahmen wurden Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden auf der Axenstrasse A4, der SBB-Linie und dem Weg der Schweiz zu gewährleisten. So ist eine Lichtsignalanlage mit einem Mess- und Warnsystem gekoppelt installiert worden, die bei drohender Absturzgefahr die Verkehrswege unmittelbar gesperrt hätte. 

Die Sprengung erfolgte am Morgen des 21. Juli 08. Der Felspfeiler liegt auf einer Höhe von rund 1300 Metern über Meer. Die Abbruchstelle liegt in unwegsamem Gelände. Die Baustelle ist nur mit dem Helikopter zu erreichen.

Die darunter liegenden Verkehrswege mussten lediglich am Sprengtag kurzzeitig gesperrt werden.


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Baudirektion Uri / Sandro Hartmeier

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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