BLS-Verwaltungsrat spricht 81,8 Millionen für neue Züge – Die BLS führt die Erneuerung des Rollmaterials weiter

Mit acht zusätzlichen vierteiligen Triebzügen vom Typ RABe 535 «Lötschberger» und sechs Wagenkasten zur Verlängerung der S-Bahn-Kompositionen RABe 526 (GTW) führt die BLS AG die Erneuerung und Erweiterung ihres Rollmaterials fort. Den Kredit von 81,8 Millionen Franken bewilligte der Verwaltungsrat unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Besteller.

Mit acht zusätzlichen vierteiligen Triebzügen vom Typ RABe 535 «Lötschberger» und sechs Wagenkasten zur Verlängerung der S-Bahn-Kompositionen RABe 526 (GTW) führt die BLS AG die Erneuerung und Erweiterung ihres Rollmaterials fort. Den Kredit von 81,8 Millionen Franken bewilligte der Verwaltungsrat unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Besteller.

Die Entwicklung der Nachfrage in den S-Bahn- und RegioExpress-Zügen der BLS AG ist höchst erfreulich. Sie führt aber in einzelnen Relationen zu einem Mangel an Sitzplätzen bzw. zum Einsatz von nicht mehr durchwegs zeitgemässen Fahrzeugen. Die Reserve an Fahrzeugen mit Niederflureinstiegen liegt deutlich unter dem Zielwert von 12 Prozent. Dieser ist notwendig, um Instandhaltungs-, Reparatur- und Reinigungsarbeiten abzudecken und um bei kurzfristigen Nachfrageschwankungen und Störungen die zuverlässige Produktion sicherzustellen.

Im Rahmen ihrer mittelfristigen Flottenplanung ergänzt die BLS AG deshalb ihren Bestand an leistungsfähigen und komfortablen Fahrzeugen. Der Verwaltungsrat hat – mit dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Besteller Bund und Kantone – einen Kredit von 81,8 Millionen Franken bewilligt. Die Beschaffung ist abgestimmt mit den Absichten der Besteller für Angebotserweiterungen im Zeitraum bis 2012. Sie umfasst zwei Erweiterungspakete:

Beschaffung von 8 Triebzügen des Typs RABe 535 «Lötschberger»: Die vierteiligen Züge entsprechen technisch der in Ablieferung befindlichen Serie von 13 Kompositionen für den RegioExpress Lötschberg. Sie sind klimatisiert und erfüllen die Anforderungen des Behinderten-Gleichstellungsgesetzes.

Die 8 zusätzlichen Einheiten dienen dazu, die steigende Nachfrage in den RegioExpress-Zügen Bern–Spiez–Kandersteg–Brig bzw. –Zweisimmen abzudecken. Es ist auch vorgesehen, sie in der S-Bahn Bern einzusetzen.

Mit der Bestellung der 8 Triebzüge beim Konsortium Bombardier/Alstom wird ein erster Teil der Option aus der 1. Serie ausgelöst. Die Fahrzeuge sollen ab Fahrplanwechsel vom Dezember 2009 einsatzbereit sein.

Verlängerung der vorhandenen 6 zweiteiligen Gelenktriebwagen RABe 526 260–265 (GTW) um je einen Wagenkasten: Durch Einfügen des dritten Wagenkastens erhöht sich die Zahl der Sitzplätze um 60 auf neu 163. Zusammen mit den 7 vorhandenen, dreiteiligen Fahrzeugen entsteht damit eine einheitliche Serie von 13 dreiteiligen GTW für den S-Bahn-Verkehr. Diese Fahrzeuge sind klimatisiert und verfügen über Niederflureinstiege und automatische Kupplungen.

Die 6 GTW werden bei der damaligen Herstellerin, der Stadler Bussnang AG, verlängert und ab Fahrplanwechsel vom Dezember 2009 eingesetzt.

Dank dieser Rollmaterialbeschaffung kann die BLS eine nachfrage- und kundengerechte Produktion sicherstellen mit Fahrzeugen, welche die heutigen Komfortstandards erfüllen. Damit können die teuren und komfortmässig nicht mehr befriedigenden lokomotivbespannten Züge aus dem Grundangebot eliminiert werden.


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Medienstelle BLS AG

Autor: Redaktion

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