Die Trassen für den Jahresfahrplan 2009 sind definitiv zugeteilt

Die Trassen für den Jahresfahrplan 2009 sind den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) am 22. August 2008 definitiv zugeteilt worden. Erstmals erfolgte bei 2 Konflikten die Trassenvergabe aufgrund des höheren Deckungsbeitrages.

Die Trassen für den Jahresfahrplan 2009 sind den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) am 22. August 2008 definitiv zugeteilt worden. Erstmals erfolgte bei 2 Konflikten die Trassenvergabe aufgrund des höheren Deckungsbeitrages.

Am 22. August 2008 teilte trasse.ch insgesamt 12’685 Trassen für den Jahresfahrplan 2009 definitiv zu. Der Rückgang um 9% im Vergleich zum Vorjahr hat zwei Gründe: Erstens war der letztjährige Wert wegen den zahlreichen Extrazügen für die EURO 08 ausserordentlich hoch. Zweitens werden dieses Jahr aufgrund noch laufender Anpassungen von Angebotskonzepten im nationalen Wagenladungsverkehr Trassen für Last-Mile-Verkehre sowie für Lok- und Leermaterialzüge verstärkt unterjährig bestellt. Die Anzahl Besteller sank von 20 auf 19 EVU. Ein EVU tritt nicht mehr als eigenständiger Besteller auf, sondern wickelt seine Verkehre durch die Schweiz mit einem Partner ab.

Die Trassenbestellungen der EVU lösten 127 Bestellkonflikte aus. Diese wurden unter der Leitung von trasse.ch in 4 Konfliktbereinigungsverhandlungen mit den betroffenen EVU und Infrastrukturbetreibern bearbeitet. Die Suche nach annehmbaren Alternativen gestaltete sich aufgrund der hohen Netzauslastung schwieriger als in den Vorjahren. Insbesondere der Lötschberg-Basistunnel weist bereits ein Jahr nach Inbetriebnahme eine sehr hohe Auslastung auf.

Dank dem partnerschaftlichen Verhalten der EVU konnten dennoch fast alle Konflikte einer einvernehmlichen Lösung zugeführt werden. In zwei Konfliktfällen zwischen Verkehren gleicher Priorität ist keine annehmbare Alternative gefunden worden. Konkret handelt es sich um Konflikte zwischen Transitgüterzügen und saisonalen Doppelführungen von IC-Zügen an besonders verkehrsstarken Tagen. Die Trassen wurden aufgrund des höheren Deckungsbeitrages den Transitgüterzügen zugeteilt. Die 2 Anträge für Doppelführungen an vereinzelten Tagen mussten abgelehnt werden.

Selbstverständlich können auch jetzt noch Trassenbestellungen für den Fahrplan 2009 eingereicht werden. Sie werden im Rahmen der verfügbaren Restkapazitäten nach dem Prinzip „first come – first served“ zugeteilt. Wir weisen dabei gerne auf die auf unserer Homepage www.trasse.ch abrufbaren „Bestimmungen für die Bestellung von Trassen“ hin.

Mit dem Ziel der weiteren Optimierung und Verbesserung der Trassenvergabe werden nun bei allen Bestellern Rückmeldungen eingeholt. Die Anregungen fliessen in die Vorbereitung des Fahrplanprozesses 2010 ein.


Mehr zum Thema:

Pressemitteilung trasse.ch

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

Schreibe einen Kommentar