Tarifanpassungen bei der LSVA – Motion Amstutz: Der Nationalrat bestätigt die Verlagerungspolitik

Der Verkehrsclub der Schweiz (VCS), der Verein Alpeninitiative und der WWF Schweiz freuen
sich, dass der Nationalrat heute eine Schwächung der LSVA abgelehnt hat. Das Parlament hat
damit die Verlagerungspolitik von der Strasse auf die Schiene und das Verursacherprinzip im
Schwerverkehr bekräftigt.

Der Verkehrsclub der Schweiz (VCS), der Verein Alpeninitiative und der WWF Schweiz freuen
sich, dass der Nationalrat heute eine Schwächung der LSVA abgelehnt hat. Das Parlament hat
damit die Verlagerungspolitik von der Strasse auf die Schiene und das Verursacherprinzip im
Schwerverkehr bekräftigt.

Der Nationalrat hat mit seinem Entscheid auch den Willen der Stimmbürger respektiert, die der
Verlagerungspolitik und den dafür nötigen Instrumenten mehrfach zugestimmt haben. Tiefere LSVA-Tarife
hätten Strassentransporte finanziell entlastet und damit gegenüber der Schiene attraktiver gemacht,
auch wenn der Schwerverkehr die von ihm verursachten Umweltkosten bis heute nicht deckt. „Die
Neueinteilung der Euro-3-Lastwagen hätte jede Fahrt eines 40-Tönners durch die Alpen um 48 Franken
verbilligt“, sagt Fabio Pedrina von der Alpeninitative.

Die Motion Amstutz hat verlangt, dass die Lastwagen der Euro-3-Norm mindestens zehn Jahre in der
günstigsten LSVA-Kategorie bleiben. Das hat der Nationalrat jetzt abgelehnt. „Dieser Entscheid ist ein
wichtiger Beitrag an eine konsequente Umweltpolitik. Wir dürfen die Umwelt nicht Sonderinteressen
aller Art opfern“, freut sich Alex Fischer vom WWF Schweiz. „Die Euro-3-Lastwagen stossen fünf Mal
so viel Feinstaub und fast drei Mal so viele Stickoxide aus wie Euro-5-Fahrzeuge, die jetzt auf dem Markt sind“, fügt Elena Strozzi vom VCS an.

Mit billigeren LSVA-Tarifen für ältere Lastwagen hätten zudem Bund und Kantone wichtige Einnahmen
verloren. Ein Drittel der LSVA-Gelder geht an die Kantone, zwei Drittel in den Finöv-Fonds. Darum
hätte die Motion Amstutz auch zentrale ÖV-Infrastrukturprojekte gefährdet, die mit Finöv-Mitteln
finanziert werden sollen.

Medienmitteilung VCS Verkehrs-Club der Schweiz, Alpeninitiative und WWF

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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