Schweizer Innovationen an der InnoTrans

An der InnoTrans 2008 in Berlin haben auch Schweizer Unternehmen verschiedene Produktneuheiten vorgestellt.

erstellt am 25. September 2008

An der InnoTrans 2008 in Berlin haben auch Schweizer Unternehmen verschiedene Produktneuheiten vorgestellt.

Starker Schweizer Messeauftritt
Mit einem Areal von 4.700 Quadratmetern belegt die Schweiz bei der Fläche den ersten und mit insgesamt 112 Firmen und Institutionen bei der Ausstellerzahl den dritten Platz. Entsprechend der thematischen Messesegmentierung hat die SWISSRAIL Industry Association in den Hallen 2.1 (sechs Firmen), 2.2 (22) und 26 (10) einen eigenen Stand. Außerdem sind SWISSRAIL-Mitgliedsunternehmen mit 50 eigenen Ständen in anderen Hallen und auf dem Freigelände vertreten. Der Schweizer Industrieverband hat insgesamt rund 100 Mitglieder, alle zeigen auf Messe Flagge. Beispielsweise feiert die ECS AG InnoTrans-Premiere und stellt neue Reinigungskarten und -systeme für Geld- und Ticketautomaten vor. Die Stadler Rail Group präsentiert auf dem Freigelände den Gelenktriebzug „FLIRT“ (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) und den neu entwickelten Doppelstock-Triebzug „DOSTO“. Mit gleich drei Fahrzeugen ist die Carrosserie Hess AG auf der erstmals stattfindenden Buspräsentation vertreten. Dazu gehört auch der 24 Meter lange Doppel-Gelenkbus „lighTram Hybrid“. Und die Sersa Group Management AG informiert unter anderem über ihre Streckenstopfmaschine DS09-4X und ihre Aushubmaschine W+.

Ruf sagt vielen Dank für die zahlreichen Besuche auf der Innotrans 2008 in Berlin
Die Ruf Gruppe bedankt sich für die zahlreichen Besuche an ihrem Messestand. Wir konnten viele interessante Gespräche führen, neue Kontakte sind entstanden und bestehende Kontakte wurden vertieft. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen auf der Innotrans 2010.

Auf einem noch grösseren Stand, 40% mehr Fläche als 2006, hatte Ruf einen neuen Besucherrekord verzeichnet. Nach einer Steigerung von 20% von 2004 zu 2006 konnten noch einmal 30% mehr Gäste im Vergleich zu 2006 empfangen werden.

Die vorgestellten Lösungen in der Fahrgastinformation stiessen auf breites Interesse, von den innovativen Eigenentwicklungen bis zu den Gesamtsystemlösungen für den mobilen und stationären Bereich.

Erfolgreicher Messeverlauf für Continental an der InnoTrans 2008 in Berlin
Für Continental – Public Transit Solutions verliefen die vier Messetage an der InnoTrans äusserst erfolgreich. Unzählige Interessenten aus Europa und Übersee besuchten den Messestand mit den Schwerpunktthemen Betriebsleittechnik, Fahrgastinformation und Fahrzeugausrüstung für den öffentlichen Personennahverkehr.

Continental – Public Transit Solutions präsentierte seine neusten Tools wie Business Intelligence, welches umfassende Informationen für eine strategische und operative Führung des Verkehrsunternehmens liefert, oder ActiveForms+, das Werkzeug mit automatisierten Aktionsvorlagen für ein rasches und effektives Reagieren in Störsituationen.

Weiter zeigte das Unternehmen den neusten Release ihres Betriebsleitsystems VICOS-LIO mit Funktionen wie beispielsweise der Anschlusssicherung. Lösungen für die dynamische Fahrgastinformation in Echtzeit sowie modernste Fahrzeugausrüstungen – zum Beispiel der Bordrechner IBISplus und die verschiedenen Bordrechnerterminals – rundeten die Präsentation ab.

Das Interesse der Besucher aus aller Welt an den Lösungen und Systemen von Continental – Public Transit Solutions war gross. Überdurchschnittlich viele interessante Gespräche mit Kunden und Partnern kamen zustande und das Unternehmen konnte zahlreiche neue Kontakte aufbauen.

Der Besuch des Schweizer Botschafters Dr. Christian Blickenstorfer am Donnerstag, 25. September, war ein Highlight auf dem Stand von Continental – Public Transit Solutions. Die anschliessende Standparty nutzten Dutzende von Besuchern für Fachgespräche mit Management und Experten von Continental in einem ungezwungenen Rahmen.

Fahrleitunsspezialist Furrer+Frey zeigte verschiedene Neuheiten
Furrer+Frey zeigte die 3. Generation der Deckenstromschiene, die für Network Rail erweiterte englische Version von ELFF sowie die Oberleitungs-Spannungs-Prüfeinrichtung. Mit dem Loksimulator der Fachhochschule Biel konnten mit Furrer+Frey-Fahrleitungen elektrifizierte Strecken aus der Sicht des Lokführers betrachtet werden, und im Aussengelände standen neue Montagegeräte. Die Hebebühne bot einen willkommenen Überblick über das Aussengelände (Panorama-Bild aufgenommen von Willy Kaemena, zu betrachten mit Quicktime).

Schattler übergibt neue Schweissmaschine an Eichholz Rail
Die erste von zwei Abbrennstumpfschweissmaschinen hat die H. A. Schattler AG als Konsortialführer auf der InnoTrans an die zur Strabag-Gruppe gehörende Eichholz Rail GmbH übergeben. Das Gerät kombiniert den neuen, von dem weltweit führenden Anlagenbauer aus der Schweiz entwickelten Schweißkopf AMS 100 mit einem Zweiwegefahrzeug des schwedischen Herstellers SRS Sjölanders und könne innerhalb weniger Minuten von der Schiene auf die Straße wechseln und umgekehrt, sagte Daniel Zappa, für den Kundendienst zuständiges Mitglied des Managements der Schattler-Gruppe. Die Maschinen verfügen über ein variables Fahrwerk, das zudem den Einsatz auch auf Breitspur-Strecken ermöglicht. Dies verdeutliche, dass man nicht nur im Inland tätig sein wolle, betonte Eichholz Rail-Geschäftsführer Hans-Jürgen Wohlert.

Sauber und leise durch die Stadt
Speziell für Stadtbusse hat Vossloh Kiepe einen serienreifen Hybridantrieb konzipiert, der den Treibstoffverbrauch und somit die CO2-Emission gegenüber dieselmotorbetriebenen Bussen um bis zu 35 Prozent reduziert. Da Anfahren und Bremsen rein elektrisch erfolgen können, entfällt auch der bei hochlaufenden Dieselmotoren typische Lärm. Basis für die Treibstoffreduktion ist ein adaptives intelligentes Energiemanagement: Unabhängig von der Achsdrehzahl kann der Dieselmotor im Verbrauchsoptimum betrieben werden und über einen Generator effizient elektrische Energie zur Verfügung stellen. Ein Energiespeichersystem nimmt die beim Bremsen durch den generatorisch betriebenen Antriebsmotor erzeugte Energie auf und stellt sie beim Beschleunigen wieder zur Verfügung. Als Energiespeicher verwendet Vossloh dabei langlebige Doppelschicht-Kondensatoren, so genannte Supercaps. Die Hybridtechnologie lässt sich bei Fahrzeugen verschiedener Längen einsetzen. Seit Sommer 2007 ist sie in dem 24 Meter langen Doppel-Gelenkbus „LighTram“ von Carrosserie HESS im Einsatz. Erste Serienfahrzeuge wurden bereits nach Luxemburg verkauft. Ein LighTram wird auf der erstmalig durchgeführten InnoTrans-Buspräsentation gezeigt.

Einfachere Kommunikation und Vernetzung
„Verkehrsbetriebe rund um den Globus setzen bereits auf unsere Geräte“, sagt Johannes Rietschel, Geschäftsführer der Barix AG. Er nennt als Beispiele die Schweizer Bundesbahnen, das New Jersey Transit System und die Buenos Aires Subways. Sie übertragen Durchsagen und Musik auf U-Bahnstationen und Bahnhöfen mit Hilfe der Barix-Komponenten. Auch im Flugzeug biete die Barix-Technologie zuverlässige Audioübertragung mit sehr guter Tonqualität zum günstigen Preis. So setze Lufthansa Technik die IP-basierten Geräte ein, damit Passagiere in VIP- und Executive-Flugzeugen während des Fluges individuell ihre Lieblingsmusik oder Hörbücher genießen können. Basis aller Barix-Geräte ist die IP (Internet Protokoll)-Technologie, erklärt Rietschel. Dadurch lassen sich die Komponenten einfach in bestehende Systeme integrieren. Einzige technische Voraussetzung ist ein Internetanschluss. „Unsere Technik macht Kommunikation und Vernetzung in allen Bereichen erheblich einfacher“, so der Geschäftsführer. „Das gilt sowohl für die Installation und Handhabung als auch für den laufenden Betrieb.“

Zugfahren der Zukunft
Der Bacher-Future Train (Foto, oben) soll in Form eines Design-Modells in originaler Größe auf der InnoTrans 2008 veranschaulichen: Zugfahren der Zukunft wird sehr persönlich, variabel, bequem, ambientebetont, aber auch sehr informativ und medienreich werden. Ebenso demonstriert die Studie, dass Zugfahren dadurch nicht komplizierter werden muss. Sie thematisiert beispielsweise einfach gehaltene Bedienvorgänge genauso wie ein lichtunterstütztes Ambiente im Innenraum. Der Zugpassagier der Zukunft soll sich wohlfühlen und auf die nächste Zugfahrt freuen. Dies alles wird vor allem dadurch erreicht, dass viele, eigentlich schon bekannte technische Ideen neu kombiniert werden. So zeigt der Zug schon beim Einfahren in den Bahnhof durch die Ampelfarben Rot-Gelb-Grün auf dem Waggon an, wie dicht das entsprechende Zugabteil bereits besetzt ist. Der Innenraum wird sehr wertig, aber auch widerstandsfähig gestaltet sein. Der Fahrscheinautomat (Foto, unten) im Zug ist sehr leicht verständlich: Zielbahnhof, Kosten und Ankunftszeit sind klar erkennbar.

Alle Feldbusse, austauschbar und einfach
Ihre neue PC/30-Familie mit Ethernet- (z.B. IPTCom und Profinet), MVB- und CAN-Interfaces stellt die Schweizer Firma duagon GmbH auf der InnoTrans 2008 vor. Die Einbettung in das Kundensystem ist für alle Feldbusse gleich. Damit bieten die Produkte der PC/30-Familie dieselbe Austauschbarkeit wie die bekannten PC/104-Interfaces vom selben Hersteller. Sie sind dabei wesentlich kleiner und deswegen auch in 19-Zoll-Anwendungen einsetzbar: Zwei Module finden auf einem 3U-PCB nebeneinander Platz. Die Integration ins Kundensystem ist denkbar einfach und schont knappe CPU-Ressourcen. Dadurch bleiben Real-Time- und Sicherheits-Anforderungen mit den bestehenden Systemen erfüllt. Speziell die Ethernet-Interfaces bieten mit Webserver und File-System Raum für kreative Applikationsideen. Zum Beispiel können Diagnose- und Produktinformationen direkt per Browser abgerufen werden. Mit seinen Ethernet-, MVB- und CAN-Produkten deckt der Aussteller die volle Breite der kommenden Norm IEC61375 ab. Weitere Feldbusse sind ebenfalls verfügbar.

Gesamtlösungen für Innenausstattungen
Mit ihren Produkten und Leistungen will die im Schweizer Langenthal ansässige Firma Lantal das Wohlbefinden der Bahnreisenden verbessern und dazu beizutragen, die Wertschöpfung von Bahnen zu steigern. So lautet das selbstgesteckte Ziel des Ausstellers. Auf der InnoTrans 2008 präsentiert die Firma den Messebesuchern in Halle 1.1 die Vorteile von Gesamtlösungen zur textilen Innenausstattung von Schienenfahrzeugen und informiert über neue Tests im hauseigenen Bahnlabor. Dieses wurde 2005 vom Deutschen Eisenbahn-Bundesamt (EBA) zertifiziert und ist dadurch in der Lage, Flammtests nach DIN 5510-2 sowie viele weitere Tests nach CEN-TS 45545 durchzuführen, unter anderem den Cone-Calorimeter- (Bild 1) und den Radiant-Panel-Test (Bild 2). Vorzug des umfassend ausgerüsteten Labors des Ausstellers ist: Die Kunden erhalten Gesamtlösungen für Innenausstattungen von einem Anbieter – von den Textilien bis hin zu den entsprechenden Testzertifikaten.

Halogenfrei, flammwidrig und temperaturbeständig
Für anspruchsvolle Anwendungen in der Schienenverkehrstechnik hat der Aussteller LEONI Studer AG zwei neue Produktgruppen (Foto) entwickelt und nach den entsprechenden Normen zertifiziert. Die Marke BETAflam ENgine umfasst halogenfreie und flammwidrige Verkabelungslösungen. BETAtherm ENgine beinhaltet Einzelader-Leitungen für verschiedene Spannungsbereiche. Beide Produkte sind halogenfrei, schwer entflammbar, öl- und kraftstoff- sowie säure- und laugenbeständig. Darüber hinaus sind die Leitungen von -40 bis +120 Grad Celsius sehr temperaturbeständig und liegen damit über den Normvorgaben. Bei der Herstellung kommen spezielle elektronenstrahlenvernetzte Isolierstoffe zum Einsatz. Diese werden von der Leoni Tochtergesellschaft Leoni Studer, entwickelt, hergestellt und in eigenen Labors unter anderem auf ihr Brandverhalten getestet. Neben Schienenfahrzeugen sind die äußerst widerstandsfähigen neuen Kabelprodukte auch für andere Industriezweige wie den Schiffsbau oder den Transformatoren- und Motorenbau geeignet.

Drehgestell-Prüfstand in Originalgrösse
Zum ersten Mal in der Geschichte der InnoTrans werden die Besucher die Gelegenheit haben, einen Drehgestell-Prüfstand in Originalgröße zu besichtigen. Das Schweizer Unternehmen Nencki AG, einer der weltweit führenden Drehgestell-Hersteller, wird in der Halle 21 eine funktionstüchtige und 20 Tonnen schwere Anlage aufbauen. Die Messebesucher können live miterleben, wie mit dem Drehgestell-Prüfstand Typ „NBTS COACH 2 x 250 kN“ bei einem zweiachsigen Drehgestell die Radlasten geprüft und unter anderem Achsabstände, die Achsparallelität und der Rundlauf der Räder vollautomatisch auf Zehntelmillimeter genau gemessen werden. Das Prüfen der Drehgestelle gewinnt bei Herstellern und in Wartungswerkstätten immer mehr an Bedeutung, da Hochgeschwindigkeit, Lärmreduktion und Verschleiß an den Radsätzen höhere Anforderungen an das Drehgestell stellen. Ähnliche Prüfstände, wie die vom Aussteller auf der InnoTrans präsentierte Maschine, stehen bei zahlreichen Kunden weltweit im Einsatz, wie bei New Delhi Metro (Foto).

Transparente Planung von Schichtpersonal
RailOpt® People (Foto) ist eine Software für die einfache und transparente Planung von Schichtpersonal. Das Programm begleitet den gesamten Planungs- und Produktionsprozess und garantiert den konfliktfreien und gesetzlich konformen Personaleinsatz. Verkehrsunternehmen sind somit in der Lage, stets alle Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Die neue Software speichert sämtliche Leistungsdaten in einer unkomprimierten Form und ermöglicht so einen späteren Plan-Ist-Vergleich. Mit RailOpt® People erreichen Anwender Transparenz über den kompletten Planungsprozess. Außerdem garantiert das Programm die Qualität sowie die Einhaltung sämtlicher Arbeitszeitregeln in allen Planungsstufen. RailOpt® People basiert auf dem Ansatz des Intelligenten Ressourcen Managements IRM® und ist Bestandteil der RailOpt®-Suite des Schweizer Ausstellers Qnamic AG. Mit RailOpt®-Produkten planen und steuern Eisenbahnunternehmen alle für die Leistungserbringung benötigten Ressourcen wie Lokomotivführer, Rollmaterial und Zugpersonal simultan entlang aller Planungsphasen.

Schweizer Software-Unternehmen an internationaler Messe – Qnamic AG setzt Akzente an der Verkehrsmesse Innotrans in Berlin
(ots) Für vier Tage öffnete die Messe für Verkehrstechnik, Innotrans, in Berlin ihre Tore für Fachbesucher aus aller Welt. Vertreten war auch die in Hägendorf ansässige Qnamic AG. Mit einem 160 Quadratmeter grossen Stand in gemütlichem Ambiente schaffte das Software-Unternehmen einen beliebten Treffpunkt auf dem rund 150’000 Quadratmeter grossen Ausstellungsgelände.

Ein Software-Unternehmen aus der solothurnischen Gemeinde Hägendorf setzt Akzente an der Innotrans in Berlin. Unter den 1912 Ausstellern aus 41 Ländern galt es, sich nicht nur durch das angebotene Produkt abzuheben, sondern auch mit dem Standauftritt. Dabei setzte die Qnamic AG auf Unterhaltung, kulinarische Spezialitäten und Bistro-Ambiente, was zum Verweilen einlud in einem hektischen Messeumfeld.

Einzigartige Software für Bahnunternehmen
Bereits am ersten Messetag war der Besucherandrang auf dem Stand der Qnamic AG gross. In der einladenden Umgebung liessen sich die Besucher gerne die Software der Qnamic AG zeigen.

Mit der Software RailOpt planen Bahnunternehmen Personal und Züge simultan und unter Berücksichtigung sämtlicher Arbeitszeitregeln. In Zeiten der Liberalisierung in der Transportindustrie sowie mit steigenden Anforderungen an die Sicherheit bietet RailOpt Effizienz und Transparenz. Am Ende des Planungsprozesses stehen dem Unternehmen mit RailOpt die geplanten und die effektiven Daten zur Verfügung.

Besuchermagnet durch Wasserkunst
So einzigartig wie das Produkt gestaltete sich auch der Auftritt der Qnamic AG an der Innotrans. Das Motto „Transparente Daten für weitsichtiges Management“ wurde mit chladnischen Klangfiguren in Szene gesetzt. Dabei wurden die Klangwellen von einem Cello-Spiel auf Wasser übertragen, wodurch dieses in Bewegung kommt und aussergewöhnliche Muster zum Vorschein bringt.

An den verschiedenen Computer-Stationen auf dem Stand hatten die Messebesucher die Möglichkeit, sich die Software RailOpt vom Team der Qnamic AG erklären zu lassen. Mitarbeiter von Verkehrsunternehmen aus aller Welt nutzten das Angebot und staunten über die grafische Oberfläche und die einfache Handhabung des Programms.

Schweizer Botschafter auf Besuch
Der dritte Messetag stand im Zeichen der Schweiz. Einerseits referierte Hans Flury, Finanzdirektor und stellvertretender CEO der BLS AG, auf dem Stand der Qnamic AG über den nachhaltigen Erfolg von Eisenbahnbetrieben. Ausserdem stattete der Schweizer Botschafter in Berlin, Christian Blickenstorfer, dem Stand der Qnamic AG einen Besuch ab und freute sich über den Schweizer Auftritt mit Bäumen, Holzboden und Naturstein.

Innotrans als wichtigste Verkehrsmesse
Die Innotrans findet alle zwei Jahre in Berlin statt und hat sich zur weltweit bedeutendsten Fachmesse für Verkehrstechnik etabliert. Die Qnamic AG war nun bereits zum dritten Mal dabei und nutzt die Messe zum Austausch mit Vertretern der Transportindustrie wie auch als Plattform zur Präsentation von Produktneuheiten.

Dirk Pfeiffer, CEO der Qnamic AG, zieht Fazit nach dem Messeauftritt: „Wir haben an der Innotrans unsere führende Position als Schweizer Software-Firma im Eisenbahnmarkt unter Beweis stellen können und freuen uns, auch 2010 wieder bei dieser wichtigen Leitmesse dabei zu sein.“

Optimierung des Passagierverhaltens
SimWalk Transport (Foto) von Savannah Simulations ist eine neue integrierte, für die Analyse und Optimierung des Passagierverhaltens in Zug-, Metro- und Busstationen entwickelte Simulationslösung. Die Software erlaubt unter anderem die realistische Zeitanalyse von Fahrgastwechseln und von Umsteigevorgängen, die Optimierung von Perrons, Abgängen, Passagen, Treppen, Liften und von anderen Bahnhofsobjekten in Bezug auf Personendichten und problematisches Umsteige- und Stauverhalten. Durch die Schnittstelle mit Zug-Netzwerksimulatoren (Opentrack) kann SimWalk Transport für die umfassende Fahr- und Fahrplanoptimierung eingesetzt werden. Zudem erlaubt die Simulation von Personen auch weitere passagierbezogene Analysen bei der Bahnhofsplanung sowie der kommerziellen Bahnhofsbewirtschaftung, für die das Verhalten von Personenströmen im Bahnhofsbereich wirtschaftlich von Bedeutung ist.

Jede Anlagengrösse realisierbar
Arbeitsschutz sowie Signal- und Funksysteme sind die drei Exponatbereiche des Schweizer Ausstellers Schweizer Electronic AG. Im Segment Arbeitsschutz präsentiert das Unternehmen die Kabel- und Funkanlagen MINIMEL®95 für jede Baustelle, ein Warngerät für alle Oberbau-Maschinen für die Eisenbahn-Infrastruktur, Funkanlagen für Kleinbaustellen, die permanente Warnanlage MINIMEL®ISP sowie mit M2S®Services Dienstleistungen für die Baustellensicherung. Dank der Skalierbarkeit des neuen Bahnübergangssystems-FleXTM-Konzepts ist jede Anlagengröße realisierbar, sei es autonom (Inselbetrieb) oder im Verbund mit Stellwerkanlagen, übergeordneten Leitsystemen oder Verkehrsregelungsanlagen. Für die Systemplattform FleXTM kommt neueste LED-Technologie zum Einsatz. Weiterhin stellt das Unternehmen auf der InnoTrans 2008 den neuen Schrankenantrieb BA07 und den modular aufgebauten Schrankenbaum MSB06 vor. Außerdem werden das neue flexible parametrisierbare Lokfunk-Fernsteuerungssystem LocControl-100 und die hochverfügbaren Funk-Datenübertragungssysteme SafeDat für alle Bus-Systeme gezeigt.

Effiziente Weichenerneuerung
Die Aushubmaschine W+ der sersa erreicht eine hohe Aushub-Nennleistung. Die Aushubbreite liegt bei über 8 m, die ideal für eine umfassende Weichen-Gesamterneuerung ist. Der Aushub wird über Förderbänder direkt zum Reinigungswagen REINER+ transportiert. Über einen zweiten Förderband-Weg wird der gereinigte (oder auch neue) Schotter und/oder auch Material zur Untergrundsanierung unmittelbar wieder eingebracht und verdichtet. Bei der Weichen-Gesamterneuerung mit dem W+ kommt es zu keinen teuren Standzeiten. Aushub, Reinigung, Einbau und Verdichtung des Schotters erfolgen in einem fließenden, kontinuierlichen Arbeitsablauf. Die hochmoderne Messtechnik des W+ erlaubt zudem die präzise Ausführung des Aushub- und Schotter-Planums mit unterschiedlichen Neigungswinkeln. Die neue Aushubmaschine arbeitet auf Raupen und verfügt zusätzlich über ein Schienen-Fahrwerk für den Transport zur Baustelle.

Mobile Warnsäule
Eine neuartige Warnsäule (Foto) stellt das Schweizer Unternehmen Telma AG auf der InnoTrans 2008 vor. Im Bereich von Wartungs- und Prüfplätzen der Bahn macht sie das Personal optisch und akustisch auf die Verletzungsgefahr durch gefährliche Spannungen aufmerksam. Durch ein einfaches Schlüsselkonzept kann das Einschalten von gefährlichen Spannungen erst erfolgen, wenn eine oder mehrere Warnsäulen aktiviert sind. Die Warnsäule ist dank einer leistungsfähigen Akkuversorgung mehrere Stunden autonom, kann aber jederzeit über das Ortsnetz betrieben werden. Zur Verhinderung von „Kabelsalat“ und Stolperfallen ist ein Automatik-Kabelaufroller eingebaut. Durch die mobile Ausführung ist die Warnsäule einfach zu positionieren und kann neben Wartungsplätzen auch ganz andere Gefahrenbereiche klar und wirkungsvoll signalisieren. Aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit verschiedenen Bahnen und städtischen Verkehrsbetrieben ist der Aussteller mit den Anforderungen des Personenschutzes bestens vertraut.

Robuster 70-Watt-DC/DC-Konverter
Mit der IMX70-Serie (Bild) lanciert Power-One eine neue Generation DC/DC-Wandler für Anwendungen in rauer Umgebung. Als Weiterentwicklung der bewährten und allseits bekannten IMX35-Serie bietet der IMX70 die doppelte Leistung bei gleichem Formfaktor. Der Konverter eignet sich speziell für Anwendungen in den Bereichen Transport, Bahntechnik, Industrie und Telekommunikation. Besonders für Applikationen mit hohen Schwankungen und Transienten im Versorgungskreis. Mit einem Eingangsbereich von 9 bis 150 V (unterteilt in drei Module) stehen dem Anwender isolierte Einzel- und Doppel-Ausgänge von 3,3 bis 48 V zur Verfügung. Die Ausgänge sind extern justierbar und via Remote ON/OFF ein- oder abschaltbar. Weitere herausragende Merkmale sind der hohe Wirkungsgrad, die enorme Zuverlässigkeit und Robustheit sowie das sehr gute dynamische Regelverhalten. Die Topologie ist auf einem einzelnen PCB mit Planar-Transformator aufgebaut, wobei auf jegliche Drahtverbindung verzichtet wurde. Dies ermöglicht eine hohe Resistenz gegen Schock und Vibrationen.


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Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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