Streckenunterbruch am Arlberg – Geänderte Kompositionen im Eurocity-Verkehr Schweiz – Österreich

Infolge eines Streckenunterbruchs am Arlberg kam es über das Wochenende zu diversen Änderungen der Zugsformationen, weil die Züge in St. Anton am Arlberg bzw. in Landeck-Zams gewendet werden mussten.

Von: Marcel Manhart
Infolge eines Streckenunterbruchs am Arlberg kam es über das Wochenende zu diversen Änderungen der Zugsformationen, weil die Züge in St. Anton am Arlberg bzw. in Landeck-Zams gewendet werden mussten.

Der letzte fahrplanmässige Zug, der die Strecke am Samstag 22. November 2008 noch passieren konnte, war der EC 164 „Kaiserin Elisabeth“ auf der Fahrt von Salzburg Hbf nach Zürich HB (06.22 – 12.20 Uhr). Anschliessend war die Strecke zwischen St. Anton am Arlberg und Landeck-Zams für den Zugverkehr unterbrochen.

Der Eurocity 163 „Transalpin“ Basel SBB – Wien Westbahnhof (planmässig 08.14 – 18.18 Uhr) fuhr direkt auf diese Streckensperrung zu und musste in St. Anton am Arlberg gewendet werden. Die Reisenden wurden mit Bahnersatz-Bussen nach Landeck-Zams befördert, wo bereits ein ICE-Triebwagenzug für die Weiterfahrt nach Wien Westbahnhof wartete. Somit wurde auf dem Streckenabschnitt von Landeck-Zams bis nach Wien Westbahnhof der EC 163 „Transalpin“ wohl erstmals mit einem ICE-Triebwagenzug geführt. Dies konnte die Reisenden vielleicht für den nun fehlenden Panoramawagen entschädigen.

Auf der östlichen Seite verkehrte die ÖBB-Komposition des EC 160 „Vorarlberg“ anstatt nach Zürich HB ebenfalls nur bis Landeck-Zams und wurde dort auf den ÖBB-Eurocity 569 „Bernard Ingenieure“ gewendet und verkehrte wieder nach Wien Westbahnhof zurück. Der ÖBB-EC 569 fährt normalerweise von Bregenz nach Wien Westbahnhof. Der EC 162 „Transalpin“ Wien Westbahnhof – Basel SBB wurde in Landeck-Zams auf den EC 161 „Vorarlberg“ gewendet. So kamen für einmal die Reisenden (oder wenigstens einige davon….) des EC 161 zwischen Landeck-Zams und Wien Westbahnhof in den Genuss einer Fahrt im SBB-Panoramawagen.

Aufgrund dieser Streckenunterbrechung am Samstag waren die Kompositionen auch am Sonntag 23. November 2008 noch durcheinander. So wurde beispielsweise der EC 163 „Transalpin“ von Basel SBB nach Wien Westbahnhof (08.14 – 18.28 Uhr) mit einer reinen ÖBB-Komposition, also auch ohne einen SBB-Panoramawagen geführt. Dafür verkehrten die ansonsten mit einer ÖBB-Komposition geführten Züge EC 164 „Kaiserin Elisabeth“ von Salzburg Hbf nach Zürich HB (06.11 – 12.20 Uhr) und EC 161 „Vorarlberg“ von Zürich HB nach Wien Westbahnhof (13.40 – 22.28 Uhr) mit der SBB-Komposition (verstärkt durch ÖBB-Wagen) und führten dementsprechend auch einen Panoramawagen mit.

Die detaillierten Umläufe der Kompositionen über das Wochenende vom Samstag 22. November 2008 bis Montag 24. November 2008 finden Sie hier.

Aufgrund des Streckenunterbruchs mit dem Bahnersatz durch die Busse zwischen St. Anton am Arlberg und Landeck-Zams waren die Züge ca. 20 – 30 Minuten verspätet. Einzig der EC 162 „Transalpin“ war am Samstag 22. November 2008 bereits vor Landeck-Zams mehr verspätet und verkehrte dann ab St. Anton am Arlberg mit ca. 80 Minuten Verspätung und endete auch in Zürich HB. Von Zürich HB nach Basel SBB wurde rechtzeitig ein Ersatzzug geführt.

Am Sonntag 23. November 2008 war der EC 162 „Transalpin“ wiederum stark verspätet. Diesmal waren es ca. 60 Minuten und deshalb wurde auf dem SBB-Streckenabschnitt sogar von Buchs (SG) bis Basel SBB ein Ersatzzug geführt. Diese Komposition (ein Dispopendel mit der Re 4/4 II 11143, 3 A EW-II, 6 B EW-II und einem BDt) wurde als Leermaterialzug von Zürich HB nach Buchs (SG) überführt und verkehrte dann in der Fahrordnung des EC 162 „Transalpin“ von Buchs (SG) nach Basel SBB (17.10 – 19.48 Uhr). Anschliessend dann als IR 1991 wiederum von Basel SBB zurück nach Zürich HB (20.14 – 21.24 Uhr). Die verspätete Stammkomposition des EC 162 „Transalpin“ aus Österreich endete in Zürich HB.

Am Montag 24. November 2008 begannen sich die Umläufe der einzelnen Kompositionen wieder zu normalisieren, so dass wieder die gewohnten Züge zur gewohnten Zeit verkehrten.


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Autor: Redaktion

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