Grosse Nachfrage stellt die MGBahn vor neue Herausforderungen – Bahnangebot muss mit der Nachfrage wachsen

Am Donnerstagabend, 27. November 2008 hat die Matterhorn Gotthard Bahn über die Frequenzen im laufenden Jahr, den neuen Fahrplan, ihre Projekte und ihre Herausforderungen informiert. Der Lötschberg-Basistunnel hat der Matterhorn Gotthard Bahn wie den übrigen Oberwalliser ÖV-Anbietern einen grossen Nachfrageschub gebracht. Einer Steigerung der Frequenzen per Ende Oktober 2008 um rund 20% stehen zu Spitzenzeiten trotz Ausbau des Fahrplanangebotes um 25% phasenweise Kapazitätsengpässe beim Rollmaterial und der Infrastruktur gegenüber. Um der Nachfrage gerecht zu werden und die Servicequalität zu steigern sind Erweiterungsinvestitionen unerlässlich. Im Rahmen von Sofortmassnahmen bringt der neue Fahrplan ab 14. Dezember 2008 einige Verbesserugen.

Am Donnerstagabend, 27. November 2008 hat die Matterhorn Gotthard Bahn über die Frequenzen im laufenden Jahr, den neuen Fahrplan, ihre Projekte und ihre Herausforderungen informiert. Der Lötschberg-Basistunnel hat der Matterhorn Gotthard Bahn wie den übrigen Oberwalliser ÖV-Anbietern einen grossen Nachfrageschub gebracht. Einer Steigerung der Frequenzen per Ende Oktober 2008 um rund 20% stehen zu Spitzenzeiten trotz Ausbau des Fahrplanangebotes um 25% phasenweise Kapazitätsengpässe beim Rollmaterial und der Infrastruktur gegenüber. Um der Nachfrage gerecht zu werden und die Servicequalität zu steigern sind Erweiterungsinvestitionen unerlässlich. Im Rahmen von Sofortmassnahmen bringt der neue Fahrplan ab 14. Dezember 2008 einige Verbesserugen.

Sowohl in Richtung Zermatt als auch in Richtung Goms insbesondere bis zum Aletschplateau verzeichnete die Matterhorn Gotthard Bahn im laufenden Geschäftsjahr eine starke Nachfragesteigerung. Insgesamt stiegen die Fahrgästezahlen per Ende Oktober 2008 gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr um rund 20%. Auch in Andermatt und Disentis konnten Zunahmen von 7-10% verzeichnet werden. Insgesamt wurde das auf die NEAT-Eröffnung im Dezember 2007 um 25% ausgebaute Angebot der Matterhorn Gotthard Bahn rege genutzt. Einzig die 30 Zusatzzüge zwischen Brig und Visp blieben frequenzmässig unter den Erwartungen. Eine Spezialaktion bis Ende Dezember 2008 und eine Verstärkung der Kundenkommunikation sollen dazu beitragen, dass Pendler innerhalb der Oberwalliser Agglomeration im Grossraum Brig-Glis-Naters-Visp vermehrt auf die Bahn umsteigen.

Winter verspricht erneut eine hohe Nachfrage
Auf die Wintersaison hin versprechen die Buchungsstände in den Destinationen erneut hohe Fahrgästezahlen. Fahrplanmässige Entlastungszüge und mehr Reserven bei den Aufenthalten an den Stationen sollen mehr Fahrplanstabilität als im letzten Winter bringen. Erstmals verkehren im Winter zwei Glacier Express-Kompositionen pro Tag und Richtung zwischen Zermatt und St. Moritz, beziehungsweise zwischen Chur und Visp. RhB und Matterhorn Gotthard Bahn beschaffen im Hinblick auf die neue Sommersaion zudem für CHF 20 Mio. zwei neue Panoramazüge, so dass ab Sommer 2009 im Glacier Express ausschliesslich moderne Panoramawagen im einheitlichen Glacier Express-Look im Einsatz stehen werden.

Ausbau infrastrukturell und rollmaterialseitig notwendig
Mittel- bis langfristig ist die Matterhorn Gotthard Bahn auf einen infrastrukturellen und rollmaterialseitigen Ausbau angewiesen, damit ihre Angebote der grossen Nachfrage gerecht werden. Eine Streckenoptimierungsstudie hat zutage gebracht, dass mittelfristig zusätzliche Doppelspurabschnitte und Kreuzungsstellen sowie weitere neue Triebzüge für den Regionalverkehr nötig sind, um das Angebot im Regionalverkehr auf einem hohen Niveau sicherzustellen.

Umfangreiche Infrastrukturarbeiten am Oberalp
Der Totalumbau zweier insgesamt 4,6 km langer Streckenabschnitte zwischen Brig und Visp konnte im Spätherbst 2008 fristgerecht abgeschlossen werden. Das neue Trasse erhöht den Reisekomfort und die Fahrplanstabiltät. Eine weitere Etappe des umfassenden Totalumbaus der Strecke am Oberalppass wurde im Spätherbst ebenfalls termingerecht abgeschlossen. Nachdem Teile der Bahnstrecke über den Oberalppass bis 2002 in einer ersten Etappe bereits saniert worden sind, werden zwischen 2007 und 2009 in einer zweiten Etappe weitere Streckenteile erneuert. Damit sind zwischen Andermatt und Dieni bis Ende 2009 praktisch alle Zahnstangenabschnitte saniert.

Mehr Service für das Mattertal und Zermatt
Die Matterhorn Gotthard Bahn plant zurzeit verschiedene Projekte zur Steigerung ihrer Servicequalität und zur Erhöhung der Sicherheit. Der Bahnhof Zermatt muss mittel- bis langfristig für den Personen- und Güterverkehr weiterentwickelt werden, um den Anforderungen an dessen Leistungsfähigkeit und Funktionalität gerecht zu werden. Der Bahnhof ist mit jährlich rund 3 Millionen ankommenden und abreisenden Fahrgästen das zentrale Ankunftstor der Destination Zermatt. An Spitzentagen frequentieren um die 12’000 Gäste den Bahnhof. 2009 ist zudem der voraussichtliche Baubeginn eines neuen Güterterminals der Matterhorn Gotthard Bahn in Visp West. Der Terminal dient vor allem der Güterversorgung der Destination Zermatt. Durch die Bahngütertransporte nach Zermatt entfallen jährlich rund 40’000 Lastwagenfahrten durchs Mattertal.

Mehr Sicherheit und Service für das Goms und Urseren/ Andermatt
In Brig muss 2009 der Entscheid über die Realisierung des Hochbahnhofs Brig gefällt werden. In den letzten eineinhalb Jahren wurden verschiedene Machbarkeits- und Nutzniesserstudien unter den Partnern in Brig und Naters im Perimeter rund um den Bahnhof durchgeführt. Die Streckenverlegung beim Gebiet „Zen hohen Flühen“ läuft als Projekt zusammen mit dem Kanton unter dessen Federführung. Die Matterhorn Gotthard Bahn hat die für die Versetzung und den Schutz ihrer Strecke erforderlichen Finanzierungsbeiträge 2007 zugesichert erhalten, so dass einer baldigen Realisierung seitens der Matterhorn Gotthard Bahn nichts im Wege steht. In Andermatt steht noch im laufenden Jahr die Genehmigung der Quartiergestaltungspläne durch den Regierungsrat des Kantons Uri an. Danach kann die Matterhorn Gotthard Bahn in Abstimmung mit dem Ferienresort Andermatt mit der Planung der Neugestaltung des Bahnhofs Andermatt beginnen. Der Bahnhof liegt im Zentrum des geplanten Ferienresorts und bildet quasi die Rezeption des Ferienresorts und das Bindeglied zwischen dem neuen und dem alten Andermatt.

Fahrplan 2009
Verbesserte Fahrplanstabilität

  • Entlastungszüge neu im Kursbuch (bessere Verteilung)
  • KOMET-Triebzüge in Doppeltraktion
  • Verbesserte Fahrplanstabilität (mehr Reserve bei Aufenthalten)

Matterhorn Gotthard Bahn

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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