VSLF zu den Lohnverhandlungen THURBO AG

Die Lohnverhandlungen bei der THURBO AG sind aus Sicht des VSLF nicht zur vollen Zufriedenheit verlaufen. Die jetzige Lohnerhöhung ist das Ergebnis von Kompromissen gegenüber der Firma, jedoch auch innerhalb der Verhandlungsgemeinschaft VG.

Die Lohnverhandlungen bei der THURBO AG sind aus Sicht des VSLF nicht zur vollen Zufriedenheit verlaufen. Die jetzige Lohnerhöhung ist das Ergebnis von Kompromissen gegenüber der Firma, jedoch auch innerhalb der Verhandlungsgemeinschaft VG.

Zulagen während den Ferien (Orange Urteil)
Das Orange Urteil ist korrekt umgesetzt worden. Der VSLF ist sehr zufrieden mit der einvernehmlichen Lösung für die rückwirkende Auszahlung und der Erhöhung der Zulagen.

Vorsorgliche Sanierungsmassnahmen
Um den Deckungsgrad der Personalvorsorgestiftung THURBO zu stützen, wird – je nach Lage Ende Jahr – einen Betrag von Fr. 500’000.- bis 900’000.- von der Firma in diese Kasse einbezahlt. Damit sollten allfällige Sanierungsmassnahmen abgewendet werden können, was der VSLF begrüsst.

Generelle Lohnerhöhung
Die Verhandlungsgemeinschaft (SEV/transfair/VSLF) hat mit THURBO einen Sockelbetrag von Fr. 125.- pro Monat ausgehandelt, was 2% der Gesamtlohnsumme entspricht. Der Sockelbetrag soll die Teuerung (aktuell 1.5%), welche alle Normalverdienenden gleichermassen trifft, für einmal an alle Mitarbeiter in gleicher Höhe entrichtet werden. Der VSLF hat einen prozentualen Teuerungsausgleich mit einem Mindestbetrag von Fr. 125.- pro Monat gefordert. Ausnahmsweise haben wir nun diesem Kompromiss zugestimmt, bei dem alle unterdurchschnittlich Verdienenden bei THURBO profitieren.
Im generellen Teil ist auch die Entschädigung der späteren Auszahlung der individuellen Lohnerhöhung enthalten, die durch die Verschiebung der Personalbeurteilungsgespräche entstanden sind.

Individuelle Lohnerhöhung (Verteilung gem. Matrix im Anh. GAV) Neben der individuellen Lohnerhöhung zur Erfüllung des Lohnsystems (aktuell 2%), forderte der VSLF den vollen Ausgleich für die finanzielle Lücke im ersten halben Jahr 2009, infolge Verschieben der Lohnerhöhung auf Mitte Jahr. Dem Einbau dieser Lücke in den generellen Teil der Lohnerhöhung konnte der VSLF nicht zustimmen, denn dieser Teil “fehlt“ den Kolleginnen und Kollegen im Aufstieg.

Fazit
Um das schwierig verständliche aber durchaus faire Lohnsystem erfüllen zu können, sind nach Anh. GAV 2% der Lohnsumme erforderlich. Damit wird der Lohnanstieg im Gehaltsband der vorwiegend jüngeren Kolleginnen und Kollegen gezielt gesteuert und nicht über einen Sockelbeitrag künstlich gestützt, denn ein Sockelbeitrag kann die Unterschiede innerhalb der verschiedenen Lohnbandbreiten nicht korrigieren.
Die Vertreter der Geschäftsleitung THURBO haben uns klar signalisiert, dass auch von ihrer Seite eine Speisung des Lohnsystems prioritär ist, aber den Vertretern der Arbeitnehmern die Aufteilung von generellem und individuellen Teil überlassen.
Der GAV, inklusive dem darin vorgesehenen Lohnsystem, ist von allen Parteien akzeptiert worden und muss bei Lohnverhandlungen in diesem Sinne gespeist werden. Ansonsten wäre die (auch soziale) Wirkung verzerrt und nicht mehr nachvollziehbar.
Der VSLF wird zukünftig seine Forderungen in diesem Sinne vehement einfordern.


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VSLF Nr. 181, 11. Dezember 2008 HG/MR

Autor: Redaktion

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