Unterführung für Glattalbahn in Zürich Oerlikon wieder im Bau

Die Bauarbeiten an der Personenunterführung durch den Bahndamm in Oerlikon zum Verbindungsast der Glattalbahn gehen weiter. Ein Betonblock hatte zu Verzögerungen geführt.

ARCHIV

Tramlinie 10/Glattalbahn: Betonblock verzögert Bau einer Personenunterführung

Wie geplant kann Ende 2008 der Verbindungsast der Glattalbahn zwischen Oerlikon und Flughafen Zürich befahren werden. Für die Personenunterführung der Neubaustrecke Fries- / Binzmühlestrasse entsteht jedoch eine Bauverzögerung. Bei den ersten Bohrungen stiess man auf einen Betonblock, dessen Herkunft unbekannt ist.

Mit dem Projekt «Neubaustrecke Fries-/Binzmühlestrasse» wird die zweite Gleisverbindung zwischen dem Stadtnetz der Verkehrsbetriebe Zürich und der Glattalbahn der Verkehrsbetriebe Glattal AG in der Thurgauerstrasse hergestellt. Die neue Strecke des 10er-Trams führt von der Abzweigung Schaffhauserstrasse via Fries- und Binzmühlestrasse und via Thurgauerstrasse bis zum Flughafen Zürich. Der Gleisbau für die neue Strecke ist Ende September 2008 beendet, die offizielle Inbetriebnahme der Tramlinie findet wie geplant auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2008 statt.

Unerwartete Hindernisse
Als Ersatz für das wegfallende Trottoir in der Unterführung der Binzmühlestrasse unter den SBB-Gleisen wird ein zusätzlicher grosszügiger Personendurchgang durch den Bahndamm gebaut. Während der ersten Bohrarbeiten erlebte der Bauunternehmer hier – trotz vorheriger Abklärung des Baugrundes – eine Überraschung, die es im Februar 2008 nötig machte, die Baumaschinen anzuhalten. Man stiess auf harten Untergrund, der nach Sondierungen als Betonblock mit einer Grösse von rund 4x4x1,5 Meter identifiziert werden konnte. Seine Herkunft und seine Funktion konnten trotz Nachforschungen in verschiedenen Bauarchiven bis heute nicht erklärt werden.

Im Zusammenhang mit diesen Nachforschungen stiessen die Planer im selben Bahndamm auf weitere Hindernisse. Von einer Hilfsbrücke, die zum Bau der bestehenden Strassenunterführung in den 70er-Jahren aufgestellt wurde, sind zwei Betonpfähle im Bahndamm belassen worden.

Bevor die eigentlichen Arbeiten für die Personenunterführung wieder aufgenommen werden können, gilt es, die Betonhindernisse im Bahndamm mittels Bohrungen zu durchdringen. Die aufwändigen Kernbohrungen durch den Betonblock werden ungefähr drei Monate Zeit in Anspruch nehmen, jene durch die Betonpfähle rund einen Monat. Ein erhöhter Lärmpegel lässt sich dabei nicht verhindern. Die Bohrungen durch die Betonpfähle müssen zudem – um den Bahn-Betrieb der SBB nicht zu behindern – nachts durchgeführt werden.

Kein Einfluss auf Strasse und Tram
Die neue Personenunterführung wird vier Meter breit und drei Meter hoch sein. Zur Sicherheit der Benützerinnen und Benützer ist sie grosszügig gestaltet. Zudem erhält sie eine helle Beleuchtung. Verursacht durch den Baustopp, die Sondierungen und die zusätzlich nötigen Kernbohrungen durch die unerwarteten Hindernisse, wird sich das Bauende der Personenunterführung um ein gutes halbes Jahr verzögern. Sie kann voraussichtlich im September 2009 eröffnet werden. Auf den Strassenverkehr und den Trambetrieb hat diese Verzögerung keinen Einfluss.

Durch die Verzögerung wird der Kredit nicht überschritten. Der Mehraufwand kann aus den Reserven gedeckt werden. Das Gesamtprojekt «Neubaustrecke Fries-/ Binzmühlestrasse» wird von Bund und Kanton Zürich finanziert. Es kostet 20,8 Millionen Franken.

Tiefbau- und Entsorgungsdepartement der Stadt Zürich

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

Schreibe einen Kommentar