Neue Flotte von 30 FLIRT bewirkt Qualitätsverbesserung auf mehreren Bahnlinien in Ungarn

Die Stadler Rail Group (Stadler) hat mit der Ablieferung der zweiten Serie von FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) an die MÁV Start Zrt. (MÁV) begonnen. Dank der Flexibilität von Stadler werden die neuen Züge im Mittel 2 Monate früher in Ungarn eintreffen als im Liefervertrag festgelegt. Es wird damit gerechnet, dass die letzten Züge der neuen Flotte im Februar 2010 in Dienst gestellt werden, was bedeutet, dass bei den ungarischen Staatsbahnen bis 2010 insgesamt 60 FLIRT in Betrieb stehen.

erstellt am 22. Januar 2009

Neu Die Stadler Rail Group (Stadler) hat mit der Ablieferung der zweiten Serie von FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) an die MÁV Start Zrt. (MÁV) begonnen. Dank der Flexibilität von Stadler werden die neuen Züge im Mittel 2 Monate früher in Ungarn eintreffen als im Liefervertrag festgelegt. Es wird damit gerechnet, dass die letzten Züge der neuen Flotte im Februar 2010 in Dienst gestellt werden, was bedeutet, dass bei den ungarischen Staatsbahnen bis 2010 insgesamt 60 FLIRT in Betrieb stehen.

Der Vertrag für die Lieferung der 2. Serie von FLIRT, für die MÁV im 2006 unterzeichneten ursprünglichen Liefervertrag eine Option hatte, ist Ende 2007 zwischen den Staatsbahnen und Stadler abgeschlossen worden. Der Auftrag wird von der ungarischen Raiffeisenbank mit einem Kredit an die MÁV über EUR 141,6 Millionen finanziert.

Seit der Ablieferung der ersten Einheiten sind die FLIRT von der MÁV auf den Bahnlinien Budapest – Győr, Budapest – Székesfehérvár und Budapest – Pusztaszabolcs laufend in Betrieb genommen worden. Laut den von der MÁV erhaltenen Passagiermeinungen haben die FLIRT beim reisenden Publikum Anerkennung und Bewunderung erregt. Die Beschaffung der neuen Züge ist Bestandteil des Modernisierungsprogramms, das die MÁV in die Wege geleitet hat, um den Vorortsverkehr auszubauen, die Qualität des Leistungsangebotes zu verbessern und die Fahrzeiten zu verkürzen.

Mit dem Eintreffen der neuen Züge werden die Qualitätsbedingungen im öffentlichen Transportwesen auf mehreren Bahnlinien verbessert. Die ersten Züge der neuen Flotte werden auf den Strecken Budapest – Székesfehérvár und Budapest – Pusztaszabolcs in Betrieb genommen. Ab Mai 2009 sollen auch auf der Strecke Budapest – Gödöllő – Hatvan FLIRT in Dienst gestellt werden. Mit dem Eintreffen der FLIRT wird die MÁV ihre alten Vororts-Wendezüge schrittweise ersetzen.

Die Inbetriebnahme der neuen Züge wird ferner an den Wochenenden eine neue Ära der beeindruckenden Eisenbahngeschichte des Donaubogens (auf der Linie Budapest-Vác-Szob) einläuten. Nach den Vorortslinien in West-Ungarn können dann auch die Einwohner der Donaubogen-Region und die sie regelmässig besuchenden Wanderer mit dem modernen Leistungsangebot des FLIRT vertraut werden. Im Sommer werden die Züge auch im Süden des Plattensees in Betrieb genommen.

Erfahrungen der MÁV mit dem FLIRT

Der von der MÁV in Auftrag gegebene FLIRT ist ein 4-teiliger Zug mit 211 Sitz- und 164 Stehplätzen. Für einen raschen Passagierwechsel ist er mit 6 Türen pro Seite ausgerüstet. Unter dem Wagenboden angebrachte Schiebetritte erleichtern das Einsteigen in Bahnhöfen mit niedrigen Bahnsteigen.

Die Maximalgeschwindigkeit des FLIRT beträgt 160 km/h, und das ausgezeichnete Beschleunigungsvermögen 1.2 m/s2. Gemäss den Erfahrungen der ungarischen Staatsbahnen ermöglicht es diese aussergewöhnliche Eigenschaft dem FLIRT, selbst Verspätungen von mehr als 10 Minuten ohne weiteres aufzuholen. Dadurch konnten zudem die FLIRT mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h in Betrieb genommen werden, was für die MÁV eine Entwicklung von historischer Bedeutung ist, da in Ungarn die Höchstgeschwindigkeit selbst für Intercity-Züge nur 120 km/h beträgt.

Der FLIRT hat zudem hervorragende Bremseigenschaften, da der Zug mit der Motorbremse ohne Einsatz der Druckluftbremse angehalten werden kann. Zudem rekuperiert diese aus der angesammelten kinetischen Energie Strom, der in die Fahrleitung zurückgespiesen wird, was der MÁV Kosteneinsparungen von 100’000 HUF pro Zug und Tag ermöglicht. Überdies weist der Zug im Notfall ein ausgezeichnetes Bremsvermögen auf, was bedeutet, dass wenn andere Züge bei der Abbremsung aus derselben Geschwindigkeit sich noch mit 90 km/h bewegen, der FLIRT bereits stillsteht.

Dank dem geräumigen Passagierraum, den Wagenübergängen ohne Stufen, dem Passagierinfosystem, der Klimaanlage und der Videoüberwachung ist der FLIRT in hohem Masse komfortabel und passagierfreundlich. Ferner wird der FLIRT wegen seines aussergewöhnlich niedrigen Energieverbrauchs und des niedrigen Lärmpegels und fehlenden Schadstoffausstosses Auswirkungen auf die Reduktion der Umweltbelastung haben.


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MÁV ZRt. Communications, Imre Kavalecz, Leiter des Pressebüros

Autor: Redaktion

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