Baubeginn am Bahnhof Stettbach: Neugestaltung zur attraktiven Verkehrs-Drehscheibe

Seit Sommer 2008 läuft der Bau der dritten Etappe der Glattalbahn von Zürich Auzelg über Wallisellen, Dübendorf zum Bahnhof Stettbach. Am 2. März 2009 beginnen nun auch die ersten Bauarbeiten im Bereich des Bahnhofs Stettbach. Bis zur Inbetriebnahme der Glattalbahn-Linie 12, im Dezember 2010, entsteht hier eine moderne und attraktive Verkehrs-Drehscheibe.

erstellt am 26. Februar 2009 @ 07:52 Uhr
VBG (Text/Visualisierung) / Sandro Hartmeier (Text)
Baubeginn am Bahnhof Stettbach: Neugestaltung zur attraktiven Verkehrs-Drehscheibe. / Visualisierung: VBGUpdate Seit Sommer 2008 läuft der Bau der dritten Etappe der Glattalbahn von Zürich Auzelg über Wallisellen, Dübendorf zum Bahnhof Stettbach. Am 2. März 2009 haben nun auch die ersten Bauarbeiten im Bereich des Bahnhofs Stettbach begonnen. Bis zur Inbetriebnahme der Glattalbahn-Linie 12, im Dezember 2010, entsteht hier eine moderne und attraktive Verkehrs-Drehscheibe.

Der politische Entscheidungsprozess zur definitiven Gestaltung des Bahnhofs Stettbach ist mitlerweile abgeschlossen.

Mit dem Umbau des Bahnhofs Stettbach ist vorgesehen, die Verkehrsfunktionen auf einer architektonisch sichtbaren Plattform – der ÖV-Plattform Stettbach – zu verknüpfen. Dabei sollen die wichtigsten Aufenthaltsbereiche und Verbindungswege durch eine «Landschaft» aus unregelmässig geformten und geneigten Dächern geschützt werden. Eine erweiterte Wendeschleife wird künftig von Tram und Glattalbahn gemeinsam genutzt. Die Hauptstrasse Zürich–Dübendorf wird leicht nach Süden verschoben. Zwischen der neuen Wendeschleife und der verschobenen Hauptstrasse entstehen neue Haltestellen für die Linienbusse, Taxistände, Kurzzeitparkplätze für den Zubringer- und Abholverkehr sowie einige Behinderten-Parkplätze. Für Fussgänger und Velofahrer ist die Plattform von allen Seiten sicher und bequem erreichbar. Die provisorische Park+Ride-Anlage beim Bahnhof Stettbach ist durch die Umbauarbeiten nicht betroffen. Parallel zum Umbau der ÖV-Plattform werden die unterirdische S-Bahn-Station sowie die Zugänge renoviert. Die Kosten dafür trägt die SBB.

Bauarbeiten von März 2009 bis Dezember 2010
Die Bauarbeiten an der ÖV-Plattform dauern vom 2. März 2009 bis Ende 2010. Behinderungen für Verkehrsteilnehmende sowie Immissionen für die Anrainerinnen und Anrainer sind unumgänglich. Die heutigen Verkehrsfunktionen bleiben aber jederzeit gewährleistet. Der Baubeginn im März 2009 ist notwendig, um die Inbetriebnahme der gesamten dritten Etappe der Glattalbahn zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 sicherzustellen. Da der politische Entscheidungsprozess über die Detailgestaltung der ÖV-Plattform noch im Gange ist, beziehen sich alle Bauarbeiten der ersten Phase vorerst nur auf Anlagenteile, deren Finanzierung bereits gesichert ist.

Der Bauvorgang unterteilt sich in vier Hauptphasen. Die Bauphase A von März bis Juni 2009 umfasst die Verlegung der Erdgas-Hochdruckleitung, die Verlegung und Neugestaltung des Sagentobelbachs inklusive einem neuen Bachdurchlass unter der Dübendorfstrasse hindurch. Zudem sind Erdbauarbeiten zum Abtrag der Geländeschüttungen auf der Zürcher Seite erforderlich, der Bau von Versickerungsbecken, einer neuen Trafostation, einer neuen Fussgängerbrücke über den Sagentobelbach auf der Stettbacher Seite sowie die Neugestaltung des westlichen Plattformrandes.

Projektoptimierungen reduzieren Investitionsanteile der Standortstädte
Die Gesamtinvestitionen für die ÖV-Plattform Stettbach belaufen sich auf CHF 37 Millionen (Preisstand 2007, inkl. MwSt.). Das Kernprojekt wird aus dem Rahmenkredit des Kantons Zürich für die Glattalbahn finanziert.

Die gesetzlichen Grundlagen sehen eine Beteiligung der Standortstädte Zürich und Dübendorf an den Investitionskosten vor. Dies gilt für Massnahmen, welche die Erreichbarkeit des Bahnhofs für Fussgänger und für den Zubringerverkehr sicherstellen wie auch an den Anlagen, die den rein betrieblich notwendigen Umfang überschreiten.

Gemäss Kostenteiler der ÖV-Plattform Stettbach teilen sich Zürich und Dübendorf die Investitionsbeiträge der Standortstädte je zur Hälfte. Eine erste Kreditvorlage in der Höhe von je CHF 4,4 Mio. hat der Zürcher Gemeinderat im Herbst 2008 abschliessend genehmigt. Der Gemeinderat Dübendorf hat die Kreditvorlage anfangs Oktober 2008 aber abgelehnt. In der Folge haben die Projektbeteiligten der ÖV-Plattform unter Federführung der Stadt Dübendorf das Projekt überarbeitet. Die neue Kreditvorlage sieht nun Investitionsbeiträge der beiden Standortstädte in der Höhe von noch je CHF 2,7 Mio. vor. Erreicht wurde die Reduktion durch eine Etappierung am östlichen, auf Dübendorfer Seite liegenden Plattformrand. Hier soll die definitive Gestaltung erst an die Hand genommen, wenn für die geplante Überbauung des Nachbargrundstücks ein konkretes Projekt vorliegt. Bei der neuen Bedachung der ÖV-Plattform soll auf die Begrünung der Dachanlagen verzichtet werden. Dies erlaubt eine schlankere und kostengünstigere Konstruktion. Bei der Velostation Nord einigten sich die Projektbeteiligten auf eine vereinfachte Ausführung. Die Zahl von insgesamt 400 Veloabstellplätzen auf der neuen ÖV-Plattform Stettbach bleibt jedoch erhalten.

Der Gemeinderat Dübendorf hat am 2. März 2009 dem neuen Kreditantrag zugestimmt, er wurde am 17. Mai 2009 dem Dübendorfer Stimmvolk zur definitiven Entscheidung vorgelegt und angenommen.

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Siehe auch

  • Update Stadt Dübendorf – Ausbau ÖV-Plattform – Kredit angenommen
  • Verkehrsdrehscheibe Bahnhof Stettbach – Überblick und Funktionen (PDF-File)
  • Verkehrsdrehscheibe Bahnhof Stettbach – Gestaltung (PDF-File)
  • Verkehrsdrehscheibe Bahnhof Stettbach – Bauphase A, März bis Juni 2009 (PDF-File)
  • Visualisierung Bahnhof Stettbach (PDF-File)
  • Visualisierung Bahnhof Stettbach – Betondach (PDF-File)
  • Stadt Dübendorf – ÖV-Plattform Stettbach: Etappiertes Vorgehen – Anpassungen beim Standard
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    Weblinks

  • Tages Anzeiger – Stettbach: Das Dach zu klein, der Bahnhof zu zugig
  • Autor: Redaktion

    Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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