Umbau des Bahnhofs Stettbach auf Kurs: Erstes Wasser im neu gestalteten Sagentobelbach

Seit Montagabend, 29. Juni 2009, hat der Sagentobelbach zwischen dem Weiler Stettbach (Dübendorf) und dem Bahnhof Stettbach einen neuen Lauf. Die Neugestaltung des Bachs ist Teil der zurzeit laufenden Umbauarbeiten am Bahnhof Stettbach. Im Zusammenhang mit der dritten Etappe der Glattalbahn entsteht hier eine moderne und attraktive Verkehrsdrehscheibe. Im Rahmen einer kleinen Feier entfernte Otto Halter, Verwaltungsratspräsident der VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG, mit einem Bagger die letzte Sperre und öffnete dem Wasser des Sagentobelbachs so den Weg durch sein neues, naturnah angelegtes Bachbett.

erstellt am 29. Juni 2009 @ 17:43 Uhr
VBG ( Text) / Simon Vogt (Foto)
Bauarbeiten am neuen Bachbett des Sagentobelbachs im Mai 2009. / Foto: Simon Vogt"Seit Montagabend, 29. Juni 2009, hat der Sagentobelbach zwischen dem Weiler Stettbach (Dübendorf) und dem Bahnhof Stettbach einen neuen Lauf. Die Neugestaltung des Bachs ist Teil der zurzeit laufenden Umbauarbeiten am Bahnhof Stettbach. Im Zusammenhang mit der dritten Etappe der Glattalbahn entsteht hier eine moderne und attraktive Verkehrsdrehscheibe. Im Rahmen einer kleinen Feier entfernte Otto Halter, Verwaltungsratspräsident der VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG, mit einem Bagger die letzte Sperre und öffnete dem Wasser des Sagentobelbachs so den Weg durch sein neues, naturnah angelegtes Bachbett.
Mit dem Umbau des Bahnhofs Stettbach ist vorgesehen, die Verkehrsfunktionen auf einer architektonisch sichtbaren Plattform – der ‚ÖV-Plattform Stettbach‘ – zu verknüpfen. Die Bauarbeiten laufen seit März 2009. Die erste von insgesamt vier Hauptbauphasen erstreckt sich noch bis im September 2009. Sie umfasst Erdbauarbeiten zum Abtrag der bestehenden Geländeschüttung auf der Zürcher Seite, den Bau von Versickerungsbecken, den Bau einer neuen Trafostation, die Neugestaltung des westlichen und südlichen Plattformrandes, den Neubau der Kantonsstrasse sowie die Verlegung einer Erdgas-Hochdruckleitung. Als wichtiges Teilprojekt der ersten Bauphase erhielt der Sagentobelbach ein neues Bachbett. Die Verlegung war notwendig, da sich der Südrand der neuen ÖV-Plattform bis in den Bereich des alten Bachlaufs erstrecken wird. Die Partner des Glattalbahn-Projekts, insbesondere die Städte Zürich und Dübendorf, nutzten die Gelegenheit, dem Sagentobelbach mit der Umlegung ein naturnaheres Gesicht zu verleihen. Ab dem Dübendorfer Weiler Stettbach verläuft der Bach nun quer über die Wiese und in grosszügig geschwungenen Linien zum Westrand des Bahnhofs Stettbach. Die Linienführung nimmt Rücksicht auf die Baulinien einer im kantonalen Richtplan eingetragenen Park-and-Ride-Anlage südlich des Bahnhofs Stettbach. Der alte Bachlauf entlang der Sagentobelbachstrasse wird trocken gelegt.
Ein Bach auf Wanderschaft
Am Montag, 29. Juni 2009, floss das erste Wasser durch den neu angelegten und gestalteten Abschnitt des Sagentobelbachs. Die Bauherrschaft der Glattalbahn, die Realisierungspartner sowie die beteiligten Unternehmen nutzten das Ereignis als Anlass zu einer kleinen Feier im Gelände. Dr. Andreas Flury, Direktor VBG und Gesamtprojektleiter Glattalbahn, begrüsste die rund 90 Gäste und würdigte die qualitativ hochwertigen Ergebnisse, die in der erst kurzen Zeit seit dem Baubeginn am Bahnhof Stettbach erreicht worden sind.
Hauptreferent Dr. Peter Gresch, Leiter Stab Umwelt der Projektorganisation Glattalbahn, freute sich, dass der neue Sagentobelbach wieder zu einem vollwertigen Element der Kulturlandschaft geworden ist. Er sei ein schönes Beispiel für den Grundsatz nachhaltigen Bauens, wie er beim Glattalbahn-Projekt konsequent projektiert und umgesetzt wird. ‚Im Übrigen ist es nicht das erste Mal, dass der Sagentobelbach ein neues Bachbett erhält‘, führte Gresch weiter aus: ‚Im Gegenteil: Beim Sagentobelbach müsse man schon fast von einem ‚Bach auf Wanderschaft‘ sprechen. Bis 1970 floss er als freier Wiesenbach vom Weiler Stettbach zur Glatt. Mit dem Bau des Autobahnzubringers Wallisellen/Dübendorf wurde er ein erstes Mal verlegt; beim Bau des Zürichbergtunnels für die S-Bahn ein zweites Mal. Auf absehbare Zeit sollte der Sagentobelbach nun aber wieder seine Ruhe haben. Bei der integralen Planung der neuen Verkehrsdrehscheibe Bahnhof Stettbach sind alle heute bekannten Entwicklungs- und Bauoptionen berücksichtigt worden.‘
Arnold Bretscher, als Vertreter der mit dem Umbau des Bahnhofs Stettbach beauftragten Arbeitsgemeinschaft ‚Go to Stettbach‘ (Cellere AG / Bretscher AG / Lerch AG), dankte den rund 25 beteiligten Baufachleuten für den Einsatz, den sie in der ersten Bauphase geleistet haben. Speziell verwies er auf das gute Einvernehmen mit den Anrainern wie auch den Bahnhofbenutzern, welche der Baustelle grosses Verständnis entgegenbringen. An einem so stark frequentierten Standort wie dem Bahnhof Stettbach sei dies keine Selbstverständlichkeit.
Bauarbeiten am Bahnhof Stettbach bis Ende 2010
Der grösste Teil der Bauarbeiten am Bahnhof Stettbach wird bis Ende 2010 abgeschlossen sein. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 nimmt die neue Glattalbahn-Linie 12 ihren Betrieb vom Flughafen zum Bahnhof Stettbach auf. Ab diesem Zeitpunkt werden die wichtigsten Aufenthaltsbereiche und Verbindungswege durch eine neue «Landschaft» aus unregelmässig geformten und geneigten Dächern geschützt sein. Eine erweiterte Wendeschleife mit Ein- und Aussteigekanten werden von Tram und Glattalbahn gemeinsam genutzt. Die Strasse Zürich–Dübendorf wird leicht nach Süden verschoben. Der Südausgang der unterirdischen S-Bahn-Station, die heute noch mitten in einer Wiese liegt, wird künftig direkt über den Gehweg entlang der verschobenen Strasse erschlossen. Zwischen der erweiterten Wendeschleife und der verschobenen Strasse entsteht Platz für neue Bushaltestellen, Taxistände, Kurzzeitparkplätze sowie einige Behindertenparkplätze. Bis Mitte 2011 wird auch ein neuer Kiosk und ein kleiner Einkaufsladen in die ÖV-Plattform des Bahnhofs Stettbach integriert. Für Fussgänger und Velofahrer wird die Plattform von allen Seiten sicher und bequem erreichbar sein. Die provisorische Park-and-Ride-Anlage beim Bahnhof Stettbach ist durch die Umbauarbeiten nicht betroffen. Parallel zum Umbau der ÖV-Plattform werden die unterirdische S-Bahn-Station sowie die Zugänge renoviert. Die Verantwortung und Kosten dafür trägt die SBB.

Siehe auch

  • Plan „Gesamtprojekt Verkehrsdrehscheibe Bahnhof Stettbach, Juni 2009“ (PDF-File)
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    Weblinks

  • Update Adrians allerlei Blog – Update Glattalbahn Juli 2009
  • Autor: Redaktion

    Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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