ABB erhält Aufträge über 75 Millionen Franken von Stadler Rail

ABB hat vom Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail Aufträge für Traktions- und Bordnetzkomponenten in der Höhe von rund 75 Millionen Franken erhalten. Die Aufträge werden vollumfänglich in der Schweiz ausgeführt.

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ABB hat vom Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail Aufträge für Traktions- und Bordnetzkomponenten in der Höhe von rund 75 Millionen Franken erhalten. Die Aufträge werden vollumfänglich in der Schweiz ausgeführt.
Zum Lieferumfang gehören Antriebsstromrichter mit integrierter Bordnetzversorgung und Batterieladegeräten sowie Bahntransformatoren. Es handelt sich um Antriebsausrüstungen für 50 FLIRT-Triebzüge für die norwegischen Staatsbahnen (NSB) sowie für 30 diesel-elektrische Triebzüge in Österreich, den USA und weiteren Ländern.
„Es ist erfreulich, dass die Schweiz im Bahnsegment wieder zunehmend exportiert und im harten internationalen Wettbewerb bestehen kann. Die Zusammenarbeit von Stadler Rail und ABB zeichnet sich durch Spitzentechnologie aus, womit anspruchsvolle Projekte in sehr unterschiedlichen Bahnmärkten gewonnen werden können“, sagte Remo Lütolf, Leiter des weltweiten ABB-Geschäftsbereichs Leistungselektronik und Mittelspannungsantriebe, mit Hauptsitz in Turgi (AG).
Die ABB-Antriebsausrüstungen für die Triebzüge in Norwegen basieren auf derselben Technologie, die bereits in über 400 Regionaltriebzügen des Typs FLIRT erfolgreich eingesetzt wurde. Die ersten 42 Züge wurden im Auftrag der Schweizer Bundesbahnen gebaut. In der Zwischenzeit hat die SBB weitere Optionen eingelöst, und der Zug konnte in zahlreiche Länder exportiert werden.
Die 50 FLIRT-Triebzüge für die NSB sind für den S-Bahn-Verkehr im Grossraum Oslo und den Intercity-Verkehr im Süden des Landes bestimmt. Das Pflichtenheft der norwegischen Staatsbahnen geht in einigen Punkten über die bisherigen Anforderungen hinaus und verlangt unter anderem eine höhere Antriebsleistung von insgesamt 4,5 MW pro Zug.
In den Aufträgen enthalten sind ferner kompakte Antriebsstromrichter für diesel-elektrische Triebzüge. Auch von diesen Stromrichtern hat ABB seit 2004 bereits über 200 Einheiten für Züge in acht Ländern geliefert.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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