Tarifanpassungen bei Bahn und Bus rufen nach mehr Zuverlässigkeit

Der Verband öffentliche Verkehrsunternehmungen (VöV) hat ein gewichtiges Wort bei der Tarifgestaltung der Transportunternehmungen mitzureden. Im Vorfeld zur demnächst stattfindenden Generalversammlung dieser Organisation gibt Pro Bahn Schweiz, die Vertretung der Bahn- Bus- und Trambenützer, ihre Bedingungen für eine allfällige Tariferhöhung bekannt.

ProBahn Schweiz
Der Verband öffentliche Verkehrsunternehmungen (VöV) hat ein gewichtiges Wort bei der Tarifgestaltung der Transportunternehmungen mitzureden. Im Vorfeld zur demnächst stattfindenden Generalversammlung dieser Organisation gibt Pro Bahn Schweiz, die Vertretung der Bahn- Bus- und Trambenützer, ihre Bedingungen für eine allfällige Tariferhöhung bekannt.

Eine Verschiebung der Tariferhöhung auf Dezember 2010 sei ein Beitrag zur Bewältigung der Wirtschaftskrise, meldete der VöV. Das ist soweit erfreulich, doch eine Tariferhöhung kommt so oder so. Für Vielfahrer mit dem Generalabonnement dürfte der Aufschlag überdurchschnittlich ausfallen.

Höhere Preise nur bei besserer Qualität
Preisaufschläge lassen sich aber nur rechtfertigen, wenn die Leistung auch stimmt. Dies ist – speziell bei der SBB im Fern- und Agglomerationsverkehr – nicht mehr der Fall. Es treten zu oft Störungen auf, mit gravierenden Auswirkungen für zu viele Reisende. Ein Mehrertrag aus höheren Fahrpreisen ist nach Ansicht von Pro Bahn Schweiz deshalb zwingend in einen besseren Unterhalt von Anlagen und Rollmaterial zu investieren. Als Dienstleister müssen die Bahnen auch genügend Personal einsetzen und dieses muss bei Pannen netzweit sofort präsent sein. Hier gibt es Nachholbedarf und nicht noch höheres Rationalisierungspotenzial.

Verkehrsspitzen sind matchentscheidend
Die Bahnen suchen nach Möglichkeiten die Verkehrsspitzen zu glätten. Dies ist löblich, doch die Besiedlungs- und Arbeitsmarktsituation in der Schweiz bringen, genau so wie der dichtere Fahrplan, höhere Frequenzen zu den Spitzenzeiten am Werktag und an schönen Sonntagen. Der öffentliche Verkehr ist gezwungen, sich danach auszurichten. Dazu braucht es genügend Ressourcen, materiell und personell. Nur wenn diese auch geschaffen werden, sind Tarifanpassungen vertretbar.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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