Einsparungen bei der Bahninfrastruktur: Kantonale Verkehrsdirektoren schlagen Alarm

Die kantonalen Verkehrsdirektoren (Konferenz der kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs, KöV) unterstreichen den dringenden Investitionsbedarf in die Bahninfrastruktur und warnen vor – vermeintlichen – Einsparungen. Die Entwicklung der Verkehrsinfrastrukturen ist volkswirtschaftlich und ökologisch von grosser Bedeutung. Im Interesse der Kantone und der gesamten Schweiz setzt sich die KöV dafür ein, dass der Bund die nötigen Mittel bereitstellt, um die Verkehrsinfrastrukturen unterhalten und dringende Ausbauprojekte umsetzen zu können.

Konferenz der kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs KöV
Die kantonalen Verkehrsdirektoren (Konferenz der kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs, KöV) unterstreichen den dringenden Investitionsbedarf in die Bahninfrastruktur und warnen vor – vermeintlichen – Einsparungen. Die Entwicklung der Verkehrsinfrastrukturen ist volkswirtschaftlich und ökologisch von grosser Bedeutung. Im Interesse der Kantone und der gesamten Schweiz setzt sich die KöV dafür ein, dass der Bund die nötigen Mittel bereitstellt, um die Verkehrsinfrastrukturen unterhalten und dringende Ausbauprojekte umsetzen zu können.

Der öffentliche Verkehr ist in den letzten Jahren stark gewachsen und ein weiterer Angebotsausbau ist notwendig (S-Bahnen, Fernverkehr, international). Der waadtländer Regierungsrat François Marthaler, neuer Präsident der kantonalen Verkehrsdirektoren, zeigt sich darüber erfreut: « Ce développement est un objectif majeur en matière de politique climatique. Etendre le réseau des transports est donc une nécessité économique et écologique. » [“Diese Entwicklung ist für die Klimapolitik ein Hauptziel. Der Ausbau des Verkehrsnetzes ist eine ökonomische und ökologische Notwendigkeit.“]

Aufgrund der stark gestiegenen Nutzung des Schienennetzes besteht heute ein Nachholbedarf im Unterhalt der Bahninfrastruktur; die Substanzerhaltung des hochbelasteten Netzes erfordert dringend zusätzliche Mittel der öffentlichen Hand. Dies gilt ebenso für dringliche Erweiterungsprojekte (etwa 4. Gleis Lausanne–Renens; Eppenbergtunnel; Gotthardbasistunnel-Zufahrten; Durchmesserlinie Altstetten-Zürich Hauptbahnhof- Oerlikon und Zufahrten; Verkürzung Zugfolgezeit Bern-Thun; Entflechtung Wylerfeld; Entflechtung Liestal). Sparen beim Unterhalt kommt teuer zu stehen: Wenn wir heute die nötigen Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur unterlassen, zahlt die nächste Generation einen hohen Preis. In Tat und Wahrheit liegt keine Ersparnis vor, im Gegenteil. Darüber hinaus setzen wir das gute Funktionieren des Bahnsystems aufs Spiel – ein wichtiger Teil der Standortqualität Schweiz (Arbeits- und Wirtschaftsstandort, Tourismus).

Neben der Substanzerhaltung können die dringend notwendigen Neuinvestitionen im Verkehrsbereich nur mit einem Ausgabenwachstum vorgenommen werden. Mit den angekündigten drastischen Sparplänen zielt der Bundesrat genau in die falsche Richtung: „Die Folgen für das Schienennetz wären verheerend“, warnt die Berner Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer, Vorstandsmitglied und bisherige Präsidentin der KöV. Es wird an der Bundesversammlung liegen, hier korrigierend einzugreifen.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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