Brückenschlag im Glattal: Wallisellen und Dübendorf feierten das Zusammenrücken

Rund 80 Behördenmitglieder aus Dübendorf und Wallisellen kamen sich am Samstagmorgen auf dem Viadukt Glattzentrum der Glattalbahn entgegen. Anlass des Treffens war der Abschluss der Brückenbauarbeiten und die Übergabe des Bauwerks an die Gleis- und Fahrleitungsbauer. Nach einem symbolischen Brückenschlag der beiden Gemeindepräsidenten, schloss die Veranstaltung mit einer Besichtigung des im Entstehen begriffenen neuen Walliseller Zentrums.

VBG (Text) / mittim + rail (Foto/Visualisierung)
Brueckenschlag im Glattal 14995_01Rund 80 Behördenmitglieder aus Dübendorf und Wallisellen kamen sich am Samstagmorgen (24.10.09) auf dem Viadukt Glattzentrum der Glattalbahn entgegen. Anlass des Treffens war der Abschluss der Brückenbauarbeiten und die Übergabe des Bauwerks an die Gleis- und Fahrleitungsbauer. Nach einem symbolischen Brückenschlag der beiden Gemeindepräsidenten, schloss die Veranstaltung mit einer Besichtigung des im Entstehen begriffenen neuen Walliseller Zentrums.

„Anlässlich des Spatenstichs vor rund 15 Monaten wurde der Verlauf des Viadukts noch mit Ballons gekennzeichnet. Heute ist der Viadukt Realität. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Kunstbaute!“, freute sich Andreas Flury, Direktor der Verkehrsbetriebe Glattal (VBG) und Gesamtprojektleiter. Er betonte die Eleganz des 1‘200 Meter langen Bauwerks. Besonders lobte Flury die hohe Ingenieurs- und Handwerkskunst, die für die zeitgerechte und budgettreue Realisierung des Viadukts nötig war.

Imposant und zukunftweisend
Die Behördenvertreter zeigten sich von der Eleganz und der Grösse des Bauwerks beeindruckt. Für Lothar Ziörjen, Stadtpräsident von Dübendorf, ist der sich über Strassen hinweg und unter Strassen hindurch schwingende Viadukt ein Sinnbild. Er steht für das Neben- und Miteinander von öffentlichem und privatem Verkehr. „Die sinnvolle, wechselseitige Ergänzung unterschiedlicher Verkehrsträger kommt hier auf engstem Raum sehr anschaulich und attraktiv zum Ausdruck.“ Otto Halter, Gemeindepräsident von Wallisellen, strich das Verbindende des Bauwerks heraus. „Viadukte sind – wörtlich – Wege, die hinüberführen, die verbinden. Der Viadukt Glattzentrum verbindet nicht nur die beiden Glattalgemeinden Dübendorf und Wallisellen, sondern auch die Erbauergeneration und mit jener Generation, die unsere Enkel dereinst begründen werden.“ In diesem Sinne weise dieses Bauwerk weit über den heutigen Tag, über die heutige Zeit hinaus, schloss Halter.

Brückenschlag als symbolischer Akt
Die beiden Delegationen trugen grosse Tafeln mit sich, je mit einer „1“ und einer „2“ beschriftet. In einem symbolischen Akt fügten die Gemeindepräsidenten der beiden Glattalgemeinden die beiden Ziffern zu einer „12“ zusammen. „12“ ist die Glattalbahn Linie, die ab dem 12. Dezember des kommenden Jahres den Flughafen mit Stettbach verbinden wird. Im Anschluss lud Otto Halter die Dübendorfer Delegation ein, die Walliseller auf ihre Seite hinüber zu begleiten, um sich dort ein Bild von dem im Frühjahr bezugsbereiten Zentrum Mittim und von der entstehenden Verkehrsdrehscheibe am Bahnhof Wallisellen zu machen.

Wallisellen Bahnhofplatz: Zentrum – Treffpunkt – Verkehrsdrehscheibe. / Visualisierung: mittim + railNeues Zentrum – neuer Bahnhof
Auf der Walliseller Seite empfing Hans Hänseler, Totalunternehmer für die Zentrums- und Bahnhofsbebauung Mittim, die Behördenvertreter. Just an der Stelle, an der vor knapp zwei Jahren der Spatenstich erfolgte, vermittelte er einen Eindruck von den weit fortgeschrittenen Arbeiten an der Bebauung Mittim. Die Vermietung habe bereits eingesetzt. Drei Viertel der kommerziellen Flächen seien vergeben, bei den Wohnungen seien nur noch grössere Einheiten zu haben und bei den Büroflächen sei gut die Hälfte bereits weg: „S’hät, solang’s hät“ – schloss Hänseler seine Ausführungen und übergab das Wort an Felix Bissig, Leiter Projektmanagement Zürich der SBB Infrastruktur. Dieser unterstrich die in Wallisellen gut sichtbare Rolle des öffentlichen Verkehrs als Impulsgeber. Besonders würdigte er die wichtige Rolle Wallisellens im Zusammenhang mit der Komfortverbesserung für die Fahrgäste. So habe man dank der entsprechenden Kredite seitens der Gemeinde das Perrondach erneuern und verlängern und die Zentrale Personenunterführung verbreitern können. Bernhard Krismer, Gemeinderat und Vorstand Ressort Bau von Wallisellen, knüpfte hier an. „Wir haben die Chance genutzt und zeitgleich mit den anderen Investoren in die Aufwertung des Zentrums von Wallisellen investiert.“ Bereits in Betrieb ist die deutliche verbreiterte Zentrale Personenunterführung. Der Bereich untere Bahnhof-/Schwarzackerstrasse ist saniert worden. Gegen Ende November dürften dann auch die neuen, witterungsgeschützten Veloabstellplätze bei der Katzenunterführung genutzt werden können, während die Umgestaltung der Neugutstrasse im Frühling 2010 abgeschlossen sein wird. „Wallisellens Zentrum erhält ein neues Gesicht: modern, städtisch, zukunftsorientiert“, schloss Krismer mit sichtlichem Stolz und lud die Gäste ein, gemeinsam darauf anzustossen.

Siehe auch

  • mittim + rail
  • „Wenn Ingenieure Kunst bauen“, Referat von Dr. Andreas Flury (PDF-File)
  • „Wesensgerechtes Miteinander der Verkehrsträger im Glattal“, Referat von Lothar Ziörjen (PDF-File)
  • „Glattalbahn: Ein Werk das über unsere Generationen hinausweist“, Referat von Otto Halter (PDF-File)
  • „Öffentlicher Verkehr als Impulsgeber und Katalysator“, Referat von Felix Bissig (PDF-File)
  • „Wallisellen – neu, städtisch, zukunftsorientiert“, Referat von Bernhard Krismer (PDF-File)
  • „Mittim Wallisellen: Innenausbau begonnen – Vermietung vielversprechend“, Referat von Hans Hänseler (PDF-File)
  • „Facts and Figures zum Viadukt Glattzentrum“ (PDF-File)
  • Autor: Redaktion

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