Ausschreibung der Rollenden Landstrasse (Rola): Kein geeignetes Angebot

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat im März dieses Jahres die finanzielle Förderung der Rollende Landstrasse (Rola) durch die Schweizer Alpen für die Jahre 2012 bis 2018 ausgeschrieben. Als Abgeltung für die Beförderung von anfangs 115’000 und später 125’000 Lastkraftwagen auf der Rola sind pro Jahr bis zu 50 Millionen Franken vorgesehen.

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Rollende Landstrasse durch die Schweiz international ausgeschrieben

Bundesamt für Verkehr / RAlpin
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat die Rollende Landstrasse (Rola) durch die Schweizer Alpen für die Jahre 2012 bis 2018 international ausgeschrieben. Das bisherige Volumen des Huckepackverkehrs durch die Schweiz soll gegenüber heute leicht gesteigert insbesondere aber die Subventionseffizienz erhöht werden. Für den Zeitraum 2012 bis 2018 stehen 350 Millionen Franken zur Verfügung.

Für die Bestellung und Abgeltung einer Rola durch die Schweizer Alpen stellt die Schweiz aus dem vom Parlament bewilligten Zahlungsrahmen für die Förderung des alpenquerenden Schienengüterverkehrs von 2012 bis 2018 jährlich 50 Millionen Franken zur Verfügung. Diese insgesamt 350 Millionen Franken sollen eine möglichst effiziente Förderung des Betriebs einer Rollenden Landstrasse mit jährlich mindestens 115’000 beförderten LKW bewirken.

Die Rola ist ein Transportsystem für den begleiteten kombinierten Verkehr auf der Schiene. Auf einem Zug werden komplette Lastwagen bzw. Sattelzüge samt Fahrer befördert. Die erste Rola durchquerte die Schweiz bereits 1968. Seit rund zehn Jahren betreiben die zwei Rola-Operateure Hupac und Ralpin Angebote auf den Nord-Süd-Achsen. Sie bedienen heute die beiden Verbindungen zwischen Freiburg im Breisgau (Deutschland) und Novara (Italien) über die Lötschberg-Simplon-Achse sowie zwischen Basel und Lugano über die Gotthard-Achse. Im Jahr 2008 wurden die schweizerischen Strassen-Alpenübergänge dank der Rola um rund 100’000 LKW entlastet.

Die Rollende Landstrasse benötigt aufgrund der Investitionen in spezielles Rollmaterial und Terminals sowie der besonderen Marktsituation einen längeren Planungshorizont als der unbegleitete kombinierte Verkehr. Um dem künftigen Betreiber der Rola die notwendige, langfristige Planungssicherheit zu gewährleisten, hat sich der Bund dazu entschieden sich bezüglich der finanziellen Förderung der Rola über eine längere Zeitspanne zur Bestellung und Abgeltung eines gegenüber heute verbesserten Rola-Angebots zu verpflichten.

Damit ein möglichst attraktives Angebot aufgebaut wird, erfolgt die Vergabe des Rola-Betriebs mittels einer internationalen Ausschreibung. Den Zuschlag erhält der Anbieter mit dem effizientesten Angebot und den besten Qualitäts- und Leistungsmerkmalen (bspw. Pünktlichkeit, Attraktivität der Relation, Ausbau des Angebots). Ziel der Ausschreibung ist es, die Zahl der bisherigen Stellplätze für Lastwagen gegenüber heute zu steigern und gleichzeitig die Subventionseffizienz zu erhöhen.

RAlpin nimmt an Rola-Ausschreibung teil
Die RAlpin AG mit Sitz in Olten betreibt im Auftrag des Bundes seit 2001 die Rollende Autobahn (Rola) zwischen Freiburg und Novara. Bis heute beförderte sie über 500.000 Lastwagen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene.

RAlpin hat die internationale Ausschreibung des Bundesamtes für Verkehr (BAV) für den Betrieb der Rola durch die Schweizer Alpen ab 2012 erwartet. Als erfolgreiche Rola-Betreiberin will RAlpin das Geschäft weiterführen und wird an der Ausschreibung teilnehmen.

Aktionäre der RAlpin sind BLS AG, Hupac SA, SBB Cargo AG mit je 30 Prozent und Trenitalia SpA mit zehn Prozent Anteil am Kapital.

Die Kennzahlen für 2008 lauten:

  • 85.106 beförderte Sendungen (entspricht rund 160‘000 TEU oder zwanzig Fuss Container und 10 Prozent des gesamten Aufkommens im alpenquerenden kombinierten Verkehr durch die Schweiz)
  • 86.4 Prozent Auslastung der angebotenen Stellplätze
  • 5.375 Züge

Siehe auch

  • Weiterführende Informationen zur Ausschreibung sowie Bestellung der Unterlagen
  • Informationen zur Verlagerungspolitik
  • Botschaft zur Güterverkehrsvorlage vom 8 Juni 2007 (PDF-File)
  • Autor: Redaktion

    Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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