Bahn frei für die Holcim-Ölschiefer-Züge in die Schweiz: Ganzzüge der HzL ersetzen jeweils 26 LKW-Ladungen

Am Freitag, dem 28. Mai 2010 war ein besonderer Tag für das Holcim-Zementwerk in Dotternhausen und die HzL Hohenzollerische Landesbahn AG. In einem Festakt wurde nach dreijähriger Planungs- und Bauphase der Neubau eines großen Verladesilos und des Gleisanschlusses dem Betrieb übergeben und der erste dort beladene Ganzzug auf die Reise geschickt. Holcim hatte für die zukunftsweisenden Baumaßnahmen in den vergangenen Monaten 7,5 Mio. € investiert.

HzL Hohenzollerische Landesbahn
HzL Holcim-Oelschiefer 22352_01Am Freitag, dem 28. Mai 2010 war ein besonderer Tag für das Holcim-Zementwerk in Dotternhausen und die HzL Hohenzollerische Landesbahn AG. In einem Festakt wurde nach dreijähriger Planungs- und Bauphase der Neubau eines großen Verladesilos und des Gleisanschlusses dem Betrieb übergeben und der erste dort beladene Ganzzug auf die Reise geschickt. Holcim hatte für die zukunftsweisenden Baumaßnahmen in den vergangenen Monaten 7,5 Mio. € investiert.

HzL Holcim-Oelschiefer 22352_02Aus diesem Anlass hatten Holcim und die HzL zu einem Festakt ins Dotternhausener Zementwerk eingeladen. Keine geringere als Tanja Gönner, die Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Baden-Württemberg war gekommen, um gemeinsam mit vielen geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung dem ersten Blockzug persönlich das Abfahrtssignal zu geben.

Holcim-Chef Reto Willimann hob in seiner Ansprache auf den zweifachen Umweltschutzgedanken ab, der hinter den zukünftigen Bahntransporten stehe. Zum einen sei der CO2-Ausstoß um ein Drittel geringer, wenn bei der Zementherstellung gebrannter Ölschiefer wie jetzt auch in der Schweiz verwendet wird, zum anderen ersetzte ein Zug jeweils 26 Lastwagen auf der Straße mit entsprechend höheren Abgasen.

Ministerin Tanja Gönner würdigte das beispielhafte Engagement von Wirtschaft und Kommunen zum Erhalt der Bahnstrecke Balingen – Schömberg, die noch vor einigen Jahren auf der Liste der stillzulegenden und abzubauenden Bahnstrecken der Deutschen Bahn gestanden habe. Ähnlich sah das auch der Erste Landesbeamte des Zollernalbkreises Mathias Frankenberg, der sich für das besondere Zeichen der Verbundenheit des Holcim-Konzerns mit der Region bedankte.

HzL-Vorstandsmitglied Bernhard Strobel erläuterte den Bahntransport im Detail. Die HzL-Loks fahren den Ölschiefer-Zug zunächst über Balingen und Sigmaringen und das Donautal nach Tuttlingen und von dort über die Gäubahn weiter bis Singen, wo er von einer Elektrolok des Kooperationspartners SBB Cargo bis zu den Bestimmungsorten Untervaz oder Eclèpens übernommen wird. Viele genehmigungsrechtlichen Hürden hätte man inzwischen erfolgreich genommen, lediglich bei der Zollabfertigung gäbe es noch Abstimmungsbedarf. Aber auch da sei man auf einem guten Weg, und mit Augenzwinkern fügte er hinzu, dass die HzL den Ölschiefer auf jeden Fall nicht illegal in die Schweiz schmuggeln werde.

Nach den Ansprachen und dem Durchschneiden des obligatorischen Eröffnungsbandes gab Ministerin Tanja Gönner mit Fahrdienstleitermütze, grüner Kelle und einem Pfiff mit der Trillerpfeife dem Lokführer das Abfahrtssignal. Langsam setzte sich der Zug in Bewegung zu seiner Jungfernfahrt in Richtung Schweiz.

Dem Eröffnungszug sollen im Jahr 2010 noch weitere 20 Züge mit je 650 Tonnen gebranntem Ölschiefer zur Versorgung der Holcim-Schwesterwerke in der Schweiz folgen. In den nächsten Jahren will Holcim die Produktion kontinuierlich steigern, man hofft, bald bis zu 200 Züge pro Jahr abfertigen zu können. Spätestens dann werden sich die getätigten Investitionen in die neue Gleisanlage und den 60 Meter hohen und 20 Meter breiten Bahnverlade-Silo auszahlen.

Siehe auch

  • Gebrannter Ölschiefer wird zukünftig auch auf der Schiene transportiert
  • Autor: Redaktion

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