Bundesrat hält an Einsparungen im Regionalverkehr fest: VCS und Verbündete setzen ihren Kampf fort – Bereits rund 24’000 Unterschriften gesammelt

Gegen den Widerstand des VCS Verkehrs-Club der Schweiz, der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV, von Pro Bahn Schweiz und der Schweizerischen Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr (IGöV), aber auch gegen den Willen der Kantone hält der Bundesrat an den geplanten Einsparungen im
Regionalverkehr fest. Doch der Widerstand wächst: Bereits 24’000 Personen haben die vom VCS und seinen Partnern lancierte Petition «Hände weg vom Sparen beim öffentlichen Verkehr!» unterschrieben.

VCS Verkehrs-Club der Schweiz / SEV / Pro Bahn Schweiz / Schweizerische Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr (IGöV)
Gegen den Widerstand des VCS Verkehrs-Club der Schweiz, der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV, von Pro Bahn Schweiz und der Schweizerischen Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr (IGöV), aber auch gegen den Willen der Kantone hält der Bundesrat an den geplanten Einsparungen im
Regionalverkehr
fest. Doch der Widerstand wächst: Bereits 24’000 Personen haben die vom VCS und seinen Partnern lancierte Petition «Hände weg vom Sparen beim öffentlichen Verkehr!» unterschrieben.

Der Bundesrat begründete seine Haltung am Donnerstag damit, der öffentliche Verkehr solle dort eingesetzt werden, «wo seine komparativen Vorteile am stärksten zum Tragen kommen». Im Übrigen sei diese Massnahme bereits im Rahmen des Legislaturfinanzplans 2009-2011 angekündigt worden.

Diese Ankündigung ändert jedoch nichts daran, dass der Verkehr stets als Gesamtsystem ins Auge gefasst werden muss. Verschwinden die ländlichen Verkehrslinien, die der Bundesrat hier im Auge hat, wird das Netz des öffentlichen Verkehrs insgesamt geschwächt und das Auto wieder vermehrt benutzt.

Auf dem Land würden ganze Regionen und Dörfer vom Netz des öffentlichen Verkehrs abgehängt. Derzeit beziehen rund 1300 Regionalverkehrslinien Abgeltungen des Bundes; die allermeisten davon sind Postautolinien. Ein Siebtel von ihnen – rund 160 Linien – sind im Zuge des Sparprogramms gefährdet. Würde die Massnahme umgesetzt, müssten die Kantone in die Bresche springen. Das wird vielerorts unmöglich sein.

Auf der vom VCS publizierten Liste der bedrohten Linien befinden sich zudem touristisch wichtige Verbindungen wie die Bergbahnen Vitznau-Rigi Staffelhöhe-Rigi Kulm sowie Weggis-Rigi Kaltbad oder die Postautolinien in Skigebiete wie die Flumserberge im Kanton St. Gallen oder Thyon 2000 im Wallis.

Solche Abbaumassnahmen werden der VCS, der SEV, Pro Bahn und die IGöV entschieden bekämpfen. Schon heute haben rund 24’000 Personen die Petition «Hände weg vom Sparen beim öffentlichen Verkehr!» unterschrieben. Die Petition soll im Sommer eingereicht werden, bevor der Bundesrat die Botschaft zum Sparprogramm verabschiedet.

Siehe auch

  • Die vollständige Liste der bedrohten Regionalverkehrslinien ist im Internet einsehbar unter www.verkehrsclub.ch/fileadmin/user_upload/rpvlinien.pdf.
  • Die Petition kann online unterschrieben werden auf: www.verkehrsclub.ch/regio, www.sev-online.ch, www.pro-bahn.ch und www.igoev.ch.
  • Unterschriftenbogen können bestellt werden bei: VCS Verkehrs-Club der Schweiz, «Regionalverkehr», Aarbergergasse 61 Postfach 8676, 3001 Bern oder per Mail: annina.grob@verkehrsclub.ch
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    Weblinks

  • SF 10VOR10 – 160 Bahn-und Buslinien sind gefährdet
  • Autor: Redaktion

    Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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