ZVV-Strategie 2012 – 2016: Am mittelfristigen Angebotsausbau festhalten

Der Regierungsrat des Kantons Zürich unterbreitet dem Kantonsrat die mittel- und langfristige Strategie des Zürcher Verkehrsverbunds ZVV. Sie sieht trotz Sparanstrengungen einen weiteren Ausbau des Angebots bis 2016 vor. Im Zentrum stehen die Inbetriebnahmen der ersten und zweiten Etappe der Durchmesserlinie und der 4. Teilergänzungen der S-Bahn. Damit soll die steigende Nachfrage gedeckt werden. Die Qualität der Leistungen soll auf dem konstant hohen Niveau gehalten werden.

erstellt am 29. Juli 2010 @ 15:47 Uhr
ZVV
Der Regierungsrat des Kantons Zürich unterbreitet dem Kantonsrat die mittel- und langfristige Strategie des Zürcher Verkehrsverbunds ZVV. Sie sieht trotz Sparanstrengungen einen weiteren Ausbau des Angebots bis 2016 vor. Im Zentrum stehen die Inbetriebnahmen der ersten und zweiten Etappe der Durchmesserlinie und der 4. Teilergänzungen der S-Bahn. Damit soll die steigende Nachfrage gedeckt werden. Die Qualität der Leistungen soll auf dem konstant hohen Niveau gehalten werden.

Hauptziel der ZVV-Strategie ist die Abdeckung der steigenden Nachfrage im öffentlichen Verkehr. Obwohl die Fahrgastzahlen im letzten Jahr weniger stark gestiegen sind als in den Jahren zuvor, geht der ZVV bis 2016 von 25 Prozent mehr Fahrgästen als heute aus. Es werden erhebliche Angebotsausbauten notwendig, um dieses Wachstum aufzufangen und die teilweise prekären Platzverhältnisse zu entschärfen. Wegen der konjunkturellen Entwicklung und der angespannten finanziellen Situation bei der öffentlichen Hand kann der ZVV bis 2013 jedoch nur vereinzelt Angebotsausbauten umsetzen. Umso mehr Gewicht erhalten die im Anschluss daran geplanten Ausbauten.

Kernstück Durchmesserlinie und 4. Teilergänzungen der S-Bahn
Abgestimmt auf die Fertigstellung der Durchmesserlinie mit dem neuen Tiefbahnhof Löwenstrasse werden bis 2015 die ersten zwei Etappen der 4. Teilergänzungen in Betrieb genommen. Sie bilden die notwendige Ergänzung zur Durchmesserlinie in den Regionen und ermöglichen den Angebotsausbau der S-Bahn. Darauf abgestimmt werden auch die Busfahrpläne angepasst. Weiter werden das Projekt Tram Hardbrücke und die Limmattalbahn vorangetrieben.

Qualität halten
Trotz der wachsenden Nachfrage und der knapper werdenden Platzverhältnisse möchte der ZVV die Qualität und die Kundenzufriedenheit auf dem bisherigen guten Stand halten. Im Zentrum stehen dabei die Pünktlichkeit und die Sicherheit der Fahrgäste. Der ZVV möchte hierzu die Sicherheit verbundweit einheitlicher organisieren. Ebenfalls grosse Beachtung erhält die umfassende Information der Kundinnen und Kunden. Der ZVV will neue technologische Möglichkeiten, insbesondere mit Mobiltelefonen, ausnutzen.

Energieeffizienz steigern
Der ZVV setzt sich in den kommenden Jahren dafür ein, dass der Energieverbrauch pro Person und zurückgelegten Kilometer weiter gesenkt wird. Damit können auch die CO2-Emissionen verringert werden. Erreichen will der ZVV dieses Ziel unter anderem mit der Förderung von umweltfreundlicheren Fahrzeugen wie Hybridbussen.

Angemessenes Ansteigen des Finanzbedarfs
Das Defizit soll weiterhin nur im Umfang der neuen Verkehrsangebote ansteigen. Dies bedeutet, dass vor allem mit den Angebotsverbesserungen im Zusammenhang mit der Durchmesserlinie ab 2014 mit einem höheren Defizit zu rechnen ist. Dieses wird wie bis anhin je hälftig von den Gemeinden und dem Kanton übernommen. Für sämtliche übrigen Verbesserungen der Leistung und Qualität sind periodische Preisanpassungen unumgänglich.

Weblinks

  • Update Tages Anzeiger – Die Wachstumslokomotive
  • Autor: Redaktion

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