34’403 Unterschriften für bedrohte Linien: Einreichung Petition „Hände weg vom Sparen beim ÖV!“

Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz, die Schweizerische Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr (IGöV), die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV und Pro Bahn Schweiz haben am Dienstag (24.8.2010) ihre Petition zum Erhalt der bedrohten Regionallinien bei der Bundeskanzlei eingereicht. 34’403 Personen haben die Petition unterzeichnet.

VCS Verkehrs-Club der Schweiz / IGöV Schweiz, ProBahn Schweiz, SEV
Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz, die Schweizerische Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr (IGöV), die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV und Pro Bahn Schweiz haben am Dienstag (24.8.2010) ihre Petition zum Erhalt der bedrohten Regionallinien bei der Bundeskanzlei eingereicht. 34’403 Personen haben die Petition unterzeichnet.

Die Petition fordert von Finanzminister Hans-Rudolf Merz und dem Gesamtbundesrat, auf die im Konsolidierungsprogramm geplanten Kürzungen bei den Abgeltungen für Regionallinien zu verzichten. Ausserdem sollen auch die übrigen geplanten Sparmassnahmen im öffentlichen Verkehr fallen gelassen und keine Bahnlinien auf Busbetrieb umgestellt werden.

Bereits unmittelbar nach der Lancierung gab die Petition zu reden: Zahlreiche Medien publizierten die Liste der bedrohten Regionallinien, die der VCS im Internet aufgeschaltet hatte. Kantone, Gemeinden und Vertreter der Tourismusbranche machten sich ebenfalls für den Regionalverkehr stark. Die Petition wurde so zu einem veritablen Selbstläufer: 34’403 Personen unterzeichneten sie.

Möglicherweise entscheidet der Bundesrat bereits am Mittwoch über das Sparprogramm. Behalte er seinen Kurs bei, liege der Ball beim Parlament, sagte VCS-Zentralpräsidentin Franziska Teuscher bei der Übergabe der Unterschriften. Angesichts des Klimawandels sei es unverantwortlich, öV-Linien zu gefährden und zu provozieren, dass wieder mehr Leute aufs Auto umsteigen würden.

IGöV-Präsidentin Bea Heim hob die soziale Bedeutung des öV für Randregionen hervor. Insbesondere Kinder, Seniorinnen und Senioren sowie Behinderte wären von einer Streichung der bedrohten Linien betroffen, sagte sie. Das bis ins letzte Glied vernetzte System des öV sei auch ein Standortvorteil und dürfe nicht leichtsinnig gefährdet werden, ergänzte Edwin Dutler, Präsident von Pro Bahn Schweiz.

Mit den Sparmassnahmen im Regionalverkehr schneide sich der Bundesrat ins eigene Fleisch, sagte Daniela Lehmann, Koordinatorin Verkehrspolitik beim SEV. Wenn Arbeitsplätze gestrichen werden müssten, verursache dies Mehrkosten bei den Sozialversicherungen.

Siehe auch

  • Rede Franziska Teuscher, Zentralpräsidentin VCS (PDF-File)
  • Rede Bea Heim, Präsidentin IGöV (PDF-File)
  • Rede Edwin Dutler, Präsident Pro Bahn Schweiz (PDF-File)
  • Rede Daniela Lehmann, Koordinatorin Verkehrspolitik, Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV (PDF-File)
  • Autor: Redaktion

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