Unfall am Bahnübergang: Rettungskräfte übten die Zusammenarbeit für den Ernstfall

Unter dem Titel «Pomona» führte der Kantonale Führungsstab am Dienstagabend, 7. September 2010, im Raum Affeltrangen eine Grossübung durch. Die Einsatzübung hatte zum Ziel, die Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr, Sanität, Rettungsdiensten, Care-Team und privaten Organisationen bei einem grösseren Unfall zu trainieren. Rund 150 Personen standen im Einsatz.

Staatskanzlei Thurgau (Text) / Thurbo (Foto)
SBB Thurbo Unfalluebung Bahnuebergang 25161_01I.D. Unter dem Titel «Pomona» führte der Kantonale Führungsstab am Dienstagabend, 7. September 2010, im Raum Affeltrangen eine Grossübung durch. Die Einsatzübung hatte zum Ziel, die Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr, Sanität, Rettungsdiensten, Care-Team und privaten Organisationen bei einem grösseren Unfall zu trainieren. Rund 150 Personen standen im Einsatz.

Um 19.33 Uhr löst der Lokführer eines Thurbo-Zuges auf der Strecke Tobel-Affeltrangen – Weinfelden Alarm aus: Am Bahnübergang Erikon habe ein Kleinbus die Schranke durchbrochen und sei mit seinem Zug kollidiert. Er sehe im Kleinbus verletzte Personen. Auch in seinem Zug seien viele der zwanzig Passagiere verletzt. Die Ereignismeldung wird von der Betriebszentrale der SBB (DOSGA) an die Kantonale Notrufzentrale weitergemeldet, die sofort Feuerwehr, Polizei, Sanität, und Ambulanzen aufbietet.

Als erste Blaulichtorganisation trifft ein Polizeifahrzeug auf dem Schadenplatz ein. Bald darauf ist die Feuerwehr vor Ort und beginnt mit der Sicherung der Unfallstelle. Weitere Rettungskräfte treffen ein und beginnen mit der Arbeit: Feuerwehrleute bergen verletzte und eingeklemmte Personen aus dem vollständig demolierten Bus und aus dem Zug, das Care-Team kümmert sich um schockierte und verwirrte Personen auf dem Unfallgelände, Rettungssanitäter transportieren Verletzte zu den Sanitätszelten, die SBB sichert den Bahnbetrieb und organisiert Ersatzbusse, die Polizei koordiniert den Einsatz aller Rettungskräfte. Gegen 22 Uhr bricht Übungsleiter Niklaus Stähli, Stabschef des kantonalen Führungsstabes, die Übung «Pomona» ab. Sein erstes Fazit: «Der Aufwand für diese Übung hat sich gelohnt.» Kantonspolizei-Kommandant Hans Baltensperger lobt die Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen: «Sie haben in den einzelnen Bereichen sofort reagiert und eine richtige Lagebeurteilung gemacht.» Bei dieser Übung habe es einige Stolpersteine gehabt, die sehr gut bewältig worden seien. «Wir werden auch den einen oder anderen Punkt finden, den wir noch verbessern können», erklärt Niklaus Stähli. Eine solche Übung sei für alle Beteiligten wertvoll, um im Ernstfall richtig zu handeln.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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