Rigi: 10‘000 Tonnen Material fürs Botta-Bad

Die Grossbaustelle auf Rigi Kaltbad stellt auch für die Rigi-Bahnen eine grosse logistische Herausforderung dar: In den letzten vier Monaten von Mai bis August wurden rund 1‘700 Tonnen Material inkl. Baumaschinen mit der Bahn transportiert. Bis zum Bauende des Botta-Bades werden es rund 10‘000 Tonnen Material sein!

Projekt RigiPlus, Rigi-Bulletin, Nr. 5
Die Grossbaustelle auf Rigi Kaltbad stellt auch für die Rigi-Bahnen eine grosse logistische Herausforderung dar: In den letzten vier Monaten von Mai bis August wurden rund 1‘700 Tonnen Material inkl. Baumaschinen mit der Bahn transportiert. Bis zum Bauende des Botta-Bades werden es rund 10‘000 Tonnen Material sein!

Damit eine Baustelle auch richtig betrieben werden kann, braucht es Fahrzeuge, Baumaschinen und Kräne. Hiezu verfügen die Rigi Bahnen über einen speziellen Tiefgangwagen, welcher von der Gleisbaufirma Vanoli in Immensee ausgeliehen werden konnte. Damit können Lasten bis 25 Tonnen geladen werden. Dieser Wagen ist neun Meter lang, die Ladefläche liegt nur 45 cm über der Gleishöhe, so dass auch Baugeräte mit einer Höhe von gegen 3.80 Meter als Spezialtransporte gefahren werden können. Auf den übrigen bahneigenen Güterwagen sind die Ladegewichte auf zehn bzw. zwölf Tonnen pro Wagen limitiert. Mit den stärksten Triebfahrzeugen des Wagenparks können max. 30 Tonnen brutto pro Zug nach Kaltbad „gestossen“ werden.

Krantransport: Drei Tage und 30 Fahrten
Bisher waren die beiden Krantransporte Mitte August die grösste Herausforderung auf der Transportseite, so mussten doch die Einzelteile der nahezu je 100 Tonnen schweren Baukräne entsprechend zeitlich für den Umlad in Vitznau, den Bahntransport, aber auch für den Ablad im Kaltbad geplant und umgesetzt werden. Die einzelnen Kranteile waren bis zu zwölf Meter lang und mussten jeweils als „profilüberhängende“ Transporte auf den sieben Meter langen Güterwagen transportiert werden. Die Krantransporte dauerten drei Tage, wofür beinahe 30 Zugsfahrten nötig waren.

Kies, Zement und Armierungsstahl
Im September wurde nun vor allem Kies, Zement und Armierungsstahl transportiert. Die Grösse der Kiestransporte beträgt zurzeit rund 20 Tonnen pro Zug bzw. rund 300 Tonnen in der Woche. Täglich werden dazu im Silowagen ca. acht Tonnen Zementpulver bergwärts gefahren bzw. rund 30 Tonnen in der Woche. Jeden zweiten Tag braucht es zudem rund 15 Tonnen Armierungsstahl. Dank guter Planung zwischen Bauherr und Rigi-Bahnen konnten diese Transporte bisher auch an frequenzstarken Schönwettertagen programmgemäss bewältigt werden.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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