Petition «Viva Euronight Luna»: 6’000 Unterschriften für Wiederaufnahme der Nachtzüge nach Italien

Vor einem Jahr sind die Nachtzüge nach Italien gestrichen worden, was zunehmend als Mangel spürbar wird. Eine Petition mit gegen 6000 Unterschriften ist an Doris Leuthard, Bundesrätin und Vorsteherin des Verkehrsdepartements, sowie an SBB-Chef Andreas Meyer übergeben worden. Sie verlangt, dass die Euronight-Züge «Luna» wieder aufgenommen werden.

SEV
Vor einem Jahr sind die Nachtzüge nach Italien gestrichen worden, was zunehmend als Mangel spürbar wird. Eine Petition mit gegen 6000 Unterschriften ist an Doris Leuthard, Bundesrätin und Vorsteherin des Verkehrsdepartements, sowie an SBB-Chef Andreas Meyer übergeben worden. Sie verlangt, dass die Euronight-Züge «Luna» wieder aufgenommen werden.

Als Folge auf die Ankündigung, dass die seit Jahrzehnten bestehenden Nachtverbindungen zwischen der Schweiz und Italien auf den 13. Dezember 2009 gestrichen werden, wurde eine Petition für die Wiederaufnahme dieser Euronight-Züge «Luna» lanciert. Das Petitionskomitee (bestehend aus rund 30 Personen; siehe Einzelnachweise und Anmerkungen) hat Bundesrätin Doris Leuthard, neue Vorsteherin des UVEK, und Andreas Meyer, CEO der SBB, die 5911 Unterschriften übergeben, die verlangen, dass die Züge zwischen der Schweiz (Genf, Zürich, Basel) und Italien (Rom, Neapel) wieder aufgenommen werden. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV unterstützt die Petition.

Wie die Videoreportage zeigt, die anlässlich der letzten Fahrt des Euronight «Luna» am 12. Dezember 2009 produziert wurde, ist diese Verbindung für zahlreiche Passagiere zwischen der Schweiz und Italien unentbehrlich, sowohl für berufliche als auch für private und Bildungsreisen. Besonders hervorzuheben ist, dass zahlreiche Mitglieder der päpstlichen Schweizer Garde sowie Dozenten und Studierende von verschiedenen Hochschulen unterschrieben haben.

Die SBB hat die Streichung dieser Linie mit einem Rückgang der Auslastung und in der Folge fehlender Rentabilität begründet. Der SEV, das Nachtzugpersonal und zahlreiche regelmässige Reisende der Züge haben diese Argumente zurückgewiesen. Sie erachten die Streichung eher als Schlusspunkt einer Strategie, die seit Jahren auf die Aufhebung dieser Angebote ausgerichtet ist. Die Unterdeckung der Linie ist viel mehr die Folge mangelhafter Führung und eines ungenügenden Marketings. Es wäre falsch zu behaupten, die Züge wären gegenüber den Billigflügen nicht konkurrenzfähig. Im Gegenteil, sie sind Trümpfe des Schienenverkehrs, wenn sie richtig vermarktet und administrativ professionell geführt werden.
Daraus ist zu schliessen, dass die Streichung dieser Nachtzüge

  • gegen die Bedürfnisse der Reisenden ist
  • der Förderung schneller und umweltfreundlicher Verbindungen auf Langstrecken widerspricht, besonders in einer Zeit, wo der Abbau von Umweltbelastungen hohe Priorität hat
  • der Förderung des Schienenverkehrs entgegenläuft und ihre Vorteile gegenüber den Billigflügen ignoriert (Zeitgewinn und Reisekomfort).

Die Unterzeichnenden der Gruppe Geschäftsreisende fordern

  • die Wiederaufnahme einer täglichen Verbindung, auch in schwächeren Perioden, wobei sich das Angebot in Zeiten knapper Nachfrage auf einen Schlafwagen pro Abfahrtsort beschränken könnte

Die Unterzeichnenden der Gruppen Touristen und Familien fordern:

  • die Wiederaufnahme von Schlaf- und Liegewagen in den Reiseperioden (Ferien, Festtage) sowie während des ganzen Jahres über die Wochenende, also von Donnerstag bis Sonntag.

Pétition Vivaeuronight français
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Einzelnachweise und Anmerkungen

  • Petitionskomitee:
  • Dr. Fabio TREBBI, Président du Cercle Suisse à Rome (Italie)
  • Prof. Domenico MESIANO, Président du Comité des Italiens à l’Etranger section Vs (ComIt Es)
  • Mme Grazia TREDANARI, Présidente du Comité des Italiens à l’Etranger sections VD et FR (ComIt Es)
  • Prof. Alex WIDMER, lic.rer.publ. HSG, Executive Master in Amministrazione Pubblica. Chargé de programmes de la Direction pour le Développement et la Coopération (DSC) de la Confédération Suisse
  • Prof. Jean-Paul THEURILLAT, Centre alpien de Phytogéographie – 1938 Champex-Lac (Suisse) / Laboratoire de Biogéographie- Section de Biologie – Université de Genève (Suisse) / Dipartimento di Biologia Ambientale – Università degli Studi Roma Tre – Roma (Italia)
  • Mme Liliane MAURY PASQUIER, Conseillère aux Etats, Genève (Suisse)
  • M. Calogero Ferruccio NOTO, Président de la section Services ferroviaires – trains de nuit du syndicat SEV (Suisse)
  • Prof. Dr. Tatiana CRIVELLI, Romanisches Seminar, Universität Zürich, Zürich (Suisse)
  • Mme Katia CHEVRIER, Musicologue, Sion / Rome
  • Mme Anne CASULARO-KIRCHMEIER, Concertiste et musicologue, Sion / Rome
  • Mme Deborah SOHLBANK, Journaliste
  • M. Lionel AMIGUET, webmaster de www.voie1.ch, 1400 Yverdon-les Bains
  • Petitionspatinnen und -paten:
  • Dr. Hans Christoph VON TAVEL, directeur de l’Istituto Svizzero di Roma 1996-2000 / 2004-2005, 1169 Yens (Suisse)
  • Mme Margreth BAYARD, membre du Cercle Suisse à Rome
  • Dr. François WIBLÉ, Archéologue cantonal du Valais, 1920 Martigny (Suisse)
  • M. Massimo TAMONE, Sindaco di Etroubles, 11014 Etroubles Vallée d’Aoste (Italia)
  • M. Pierre ZWAHLEN, député VD, 1012 Lausanne (Suisse)
  • M. Didier ZUMBACH, Vice-président Syndicat Unia Vaud/président de la Section Unia du Nord Vaudois, 1350 Orbe (Suisse)
  • Mme Silvia RICCI LEMPEN, écrivaine, romancière, journaliste, enseignante universitaire, docteure en philosophie, 1091 Grandvaux (Suisse)
  • M. Franco TRINCA, directeur d’orchestre et directeur du théâtre de Biel Solothurn et professeur à la Hochschule der Künste de Berne, 3232 Ins (Suisse)
  • M. Enrico CASULARO, Concertista, musicologo, Sion / Roma
  • M. Pier Paolo GRANIERI, doctorant du CERN et de l’EPFL, 1292 Chambesy (Suisse)
  • M. Grégoire EXTERMANN, Université de Genève – Département de l’Histoire de l’Art et de la période moderne (Suisse)
  • M. Bertrand FORCLAZ Ancien membre de l’Institut suisse de Rome (2002/2003), Collaborateur scientifique à l’université de Neuchâtel, 1700 Fribourg (Suisse)
  • M. Bruno INDELICATO della Radio LoRa di Zurigo (Suisse)
  • M. David STICKELBERGER, directeur de Swissolar, association suisse des professionnels de l’énergie solaire, 8005 Zürich (Suisse)
  • Dott. Michèle STÄUBLE, traduttrice, Lausanne (Suisse)
  • Prof. Antonio STÄUBLE, prof. ordinario di letteratura italiana (emerito), Université de Lausanne
  • Mme Henriette GROB, utilisatrice de l’EuroNight, 3013 Berne (Suisse)
  • Mme Tanja Corinna KUNZ, utilisatrice de l’EuroNight, 59100 Prato (Italia)
  • Mme Sophie LE CASTEL, traductrice, professeur aux cours de vacances de l’Université de Lausanne, Rome (Italie)
  • Autor: Redaktion

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