RAlpin betreibt Rola weiter

RAlpin und das Bundesamt für Verkehr schlossen die Verhandlungen für den Betrieb der Rollenden Autobahn (Rola) erfolgreich ab und besiegeln die Zusammenarbeit für die nächsten sieben Jahre. Somit wird die Rollende Autobahn durch die Schweizer Alpen mindestens bis 2018 einen Teil des alpenquerenden Lastwagenverkehrs auf der Schiene durch die Schweiz transportieren.

RAlpin (Text/Foto) / Bundesamt für Verkehr (Text)
RAlpin Rola 27320_01RAlpin und das Bundesamt für Verkehr schlossen die Verhandlungen für den Betrieb der Rollenden Autobahn (Rola) erfolgreich ab und besiegeln die Zusammenarbeit für die nächsten sieben Jahre. Somit wird die Rollende Autobahn durch die Schweizer Alpen mindestens bis 2018 einen Teil des alpenquerenden Lastwagenverkehrs auf der Schiene durch die Schweiz transportieren.

Am 12. November 2010 vergab das Bundesamt für Verkehr (BAV) den Auftrag für den Betrieb der Rollenden Autobahn für die Zeit von 2012 bis 2018 an die RAlpin AG. Diese Vertragsdauer ermöglicht zukunftsweisende Projekte umzusetzen und bedeutende Investitionen zu tätigen. „Wir haben in den letzten zehn Jahren bewiesen, dass wir das komplexe Geschäft der Rola professionell betreiben. Nun freuen wir uns, als Schweizer Unternehmen weiterhin eine wichtige Rolle in der Verkehrsverlagerung zu spielen“, erklärt der Verwaltungsratspräsident Dr. Mathias Tromp.

Vergabe abgeschlossen
Im März 2009 veröffentlichte das BAV die Ausschreibung über den Betrieb der Rola in den Jahren 2012 bis 2018. Fristgerecht reichte RAlpin ihr Angebot im September 2009 ein. Der Bund brach das Verfahren jedoch aus formellen Gründen im Dezember 2009 ab. Das in der Folge eingereichte, günstigere Angebot führte zu intensiven Verhandlungsgesprächen. Diese sind nun erfolgreich abgeschlossen.

Investitionen in die Zukunft
Für die Lastwagenfahrer sind neu klimatisierte Begleitwagen vorgesehen, die ab 2012 zur Verfügung stehen werden. Zudem ist geplant, die durch BLS Cargo und SBB Cargo gemeinsam produzierte Traktionsleistung der Rola-Züge wesentlich zu vereinfachen. Heute müssen die Rola-Züge aufgrund der nicht optimalen Terminalinfrastruktur in Freiburg i. Br. (D) in Basel gedreht werden, was Zeit benötigt und den betrieblichen Ablauf erschwert. Durch den geplanten Ausbau des Terminals in Freiburg i. Br. (D) entfällt dieses Manöver, was sich positiv auf die Pünktlichkeit der Züge auswirken wird. Der Geschäftsführer René Dancet ist hoch erfreut, dass RAlpin nun das Angebot verbessern und attraktiver gestalten kann.

Bewährtes weiterführen
Die Rola ist ein wichtiges Ergänzungsprodukt zum unbegleiteten kombinierten Verkehr (Container und Sattelauflieger) und ein bedeutendes Element der schweizerischen Verkehrsverlagerungspolitik. Die jährlich rund 100 000 mit der Rola transportierten Lastwagen sind direkt von der Strasse verlagert. RAlpin leistet damit einen aktiven Beitrag zur Entlastung des Strassennetzes und zum Schutz der sensiblen Alpenregion.

Neu betreibt die RAlpin AG ab 1. Januar 2011 die Gotthard-Rola, welche jedoch eine reduzierte Eckhöhe von 3.80m für die Lastwagen hat. Diese Relation zwischen Basel und Lugano wurde bisher von Hupac SA geführt. Damit sind nun beide Achsen durch die Schweizer Alpen in einer Hand. Langfristig setzt sich RAlpin für den 4-Meter-Ausbau der Gotthardstrecke ein.

Weiterer Ausbau
RAlpin und das BAV haben vereinbart, die Kapazitäten weiter zu steigern. Dazu soll eine neue Verbindung zwischen Freiburg i. Br. (D) und Domodossola (I) vorangetrieben werden. Dies ist jedoch nur mit zusätzlichen Terminalkapazitäten in Domodossola möglich, weshalb RAlpin und das BAV die Gespräche mit den italienischen Partnern intensivieren.

Stellungnahme Bundesamt für Verkehr:
Die Rola durch die Schweiz wird bis 2018 von RAlpin betrieben

Die Finanzierung durch den Bund des Betriebs der Rollenden Landstrasse durch die Schweiz ist bis ins Jahr 2018 gesichert. Das Bundesamt für Verkehr hat eine entsprechende Vereinbarung mit der RAlpin AG unterzeichnet.

Die Rollende Landstrasse (Rola) ermöglicht den Transport von Lastwagen und deren Fahrern auf der Schiene. Damit ist die Förderung der Rola eine wichtige flankierende Massnahme im Rahmen der Verlagerungspolitik der schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Beitrag der Rola zur Erreichung des Verlagerungsziels beträgt rund 100‘000 Fahrzeuge jährlich.

Das Bundesamt für Verkehr und die RAlpin AG haben eine Vereinbarung abgeschlossen, die der RAlpin AG für den Betrieb einer Rollenden Landstrasse auf den Relationen von Freiburg nach Novara bzw. von Basel nach Chiasso eine Finanzierung durch den Bund bis ins Jahr 2018 zusichert. Die RAlpin AG erhält damit für die Beförderung von schweren Güterfahrzeugen Betriebsabgeltungen. Dank dieser mehrjährigen Vereinbarung wird RAlpin nötige Investitionen tätigen und verpflichtet sich für den Betrieb bis ins Jahr 2018. Das heute bestehende Angebot wird damit in den nächsten Jahren aufrecht erhalten.

Einzelnachweise und Anmerkungen

  • RAlpin AG auf einen Blick: Die RAlpin AG mit Sitz in Olten betreibt die Rollende Autobahn (Rola) zwischen Freiburg i. Br. (D) und Novara (I) über eine Distanz von 414 Kilometern und ab 1. Januar 2011 die Gotthard-Rola zwischen Basel und Lugano. Jähr-lich verlagert sie knapp 100 000 Lastwagen von der Strasse auf die Schiene. Die Lastwagenfahrer verladen ihre Fahrzeuge in den Terminals auf Niederflur-Tragwagen und reisen in einem Begleitwagen mit. Mit diesem Ergän-zungsangebot zum unbegleiteten kombinierten Verkehr leistet RAlpin einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der sensiblen Alpenregion und zur Umsetzung der Alpeninitiative. Aktionäre der RAlpin sind BLS AG, Hupac SA, SBB Cargo AG und Trenitalia SpA.
  • Autor: Redaktion

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