Sursee – Triengen: Zweiter Verkehrsträger drängt sich auf – Bahn-Personenverkehr hat gute Karten

Neben dem bislang einizigen Verkehrsträger im Surental, der Hauptstrasse, drängt sich in Zukunft ein zweiter auf. Dabei hat die Wiederaufnahme des Bahn-Personenverkehrs gute Karten.

Sursee–Triengen-Bahn
dz. Neben dem bislang einizigen Verkehrsträger im Surental, der Hauptstrasse, drängt sich in Zukunft ein zweiter auf. Dabei hat die Wiederaufnahme des Bahn-Personenverkehrs gute Karten.
Die Region Sursee-Mittelland klärt im Rahmen einer Vorstudie die Möglichkeiten für ein einheitliches Mobilitätskonzept im Surental ab. Geschäftsführer Beat Lichtsteiner und Projektleiter Peter Kohler konnten den Vertretern der vier Luzerner Gemeinden im Surental erste Ergebnisse einer technischen Analyse präsentieren, die vom Institut für Betriebs- und Regionalökonomie der Hochschule Luzern und der Firma Kieliger Gregorini AG erstellt wurde. Die Fachleute entwickelten vier denkbare Varianten der Verkehrsbeziehungen im Personen- und Güterverkehr zwischen Sursee und Aarau und gewichteten diese hinsichtlich Machbarkeit, Pendlerpotenzial, Kosten sowie Auswirkungen auf Raumplanung, Standortattraktivität des Surentals und Umwelt. „Es ging auch darum, je nach der Aufgabe des Surentals – Naherholungsgebiet, Industriestandort und so weiter – Rückschlüsse auf das Verkehrssystem zu ziehen“, erklärt Beat Lichtsteiner.
Lücke per Bus besser schliessen
Dabei stellte sich heraus, dass sich für die Zukunft nebst dem heutigen und einzigen Verkehrsträger, der Hauptstrasse, die Lancierung eines zweiten Verkehrsträgers im Surental aufdrängt. „Ob dabei eine zweite Strasse oder die Bahn die richtige Lösung ist, hängt von der Gewichtung der einzelnen Kriterien innerhalb des Bewertungskataloges ab“, schreibt die Region Sursee-Mittelland in einer Medienmitteilung. Im Bericht schwingt die Variante obenaus, welche die Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Bahnstrecke Sursee–Triengen mit einer verbesserten Lückenschliessung per Bus zwischen Triengen und Schöftland kombiniert. Die Ergebnisse der Analyse seien vorderhand als rein technische Aussagen zu einem begrenzten Ausschnitt aus dem öffentlichen Verkehr und der Raumentwicklung in der Region zu betrachten, schreibt die Region Sursee-Mittelland weiter. Diese gelte es nun in den grösseren Zusammenhang (Mittellandstadt Sursee, Verkehrsentwicklung im Raum Sursee, Situation in der Region Aarau und so weiter) zu bringen und in einem zweiten Schritt der politischen Diskussion zuzuführen. „Davon wird letztlich abhängen, wie der zusätzliche Verkehrsträger aussehen soll“, so Lichtsteiner.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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