RAlpin feiert das 10-jährige Bestehen

Am 11. Juni 2001 rollte der erste RAlpin-Zug auf der Rollenden Autobahn (Rola) durch die Schweiz. Seither haben über 700‘000 Lastwagen die Strecke zwischen Freiburg i.Br. (D) und Novara (I) auf der Rola zurückgelegt. Aneinandergereiht würde dies einen Stau von rund 14‘000 km Länge ergeben, was wiederum einem 50-spurigen Stau quer durch die Schweiz von Basel nach Chiasso entspricht.

erstellt am 25. Juni 2011 @ 11:10 Uhr
RAlpin
Am 11. Juni 2001 rollte der erste RAlpin-Zug auf der Rollenden Autobahn (Rola) durch die Schweiz. Seither haben über 700‘000 Lastwagen die Strecke zwischen Freiburg i.Br. (D) und Novara (I) auf der Rola zurückgelegt. Aneinandergereiht würde dies einen Stau von rund 14‘000 km Länge ergeben, was wiederum einem 50-spurigen Stau quer durch die Schweiz von Basel nach Chiasso entspricht.

Am 4. April 2001 wurde aus der Arbeitsgemeinschaft BLS AG, SBB Cargo AG und Hupac SA die RAlpin AG gegründet, die seither die Rola zwischen Deutschland und Italien sowie seit dem 1. Januar 2011 auch in der Schweiz zwischen Basel und Lugano sicherstellt. Nach wie vor wird der Rola-Betrieb Hand in Hand mit den Aktionären, die gleichzeitig die wichtigsten Lieferanten sind, erbracht. In dieser engen Zusammenarbeit ist es gelungen, ein sinnvolles Produkt an den Markt zu bringen und die Kapazitäten massvoll aber doch stetig auszubauen. „Ich habe noch lebhaft in Erinnerung, wie ich damals zusammen mit Bundespräsident Moritz Leuenberger im Bahnhof Ostermundigen den ersten Rola-Zug auf der Durchfahrt besichtigt habe. Heute bin ich sehr stolz, dass sich die Rollende Autobahn mit jährlich gegen 100‘000 verladenen Lastwagen als fester Bestandteil der Schweizer Verlagerungspolitik etablieren konnte“, so Dr. Mathias Tromp, Verwaltungsratspräsident der RAlpin.

Die hohe Auslastung der Züge von 88% (2010) macht die grosse Nachfrage nach Rola-Transporten deutlich und unterstreicht die Berechtigung der Huckepacktransporte als Ergänzungsprodukt zum unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV). „Die Positionierung der Rola neben dem UKV ist RAlpin gut gelungen und inzwischen unumstritten“, ist die Einschätzung von Geschäftsführer René Dancet. Das war nicht von Anfang an so und noch immer gibt es kritische Stimmen, die lieber eine Schweiz ohne Rola hätten. Doch die Rola bietet überall dort, wo die Fracht, der Fahrzeugpark oder die Disposition des Kunden es erfordern, eine passende Alternative zum UKV. Denn noch längst nicht alle Frachtbehälter sind kranbar und für den UKV geeignet. Hinzu kommt, dass Transporteure besonders sensible oder wertvolle Güter nicht einfach ihrem Schicksal auf der Schiene überlassen wollen sondern Wert darauf legen, dass die Fracht von A bis Z begleitet wird. Nicht zuletzt ist die Rola attraktiv, weil mit ihr die Schweiz trotz Nacht- und Sonntagsfahrverbot durchquert werden kann und die Chauffeure nach der Ruhezeit im Begleitwagen unmittelbar an ihren Bestimmungsort weiterfahren dürfen.

Waren die ersten Geschäftsjahre von RAlpin geprägt vom Aufbau und der Stabilisierung des Angebots, liegt der Fokus in den nächsten Jahren auf der Verbesserung von Qualität und Sicherheit. Hier will RAlpin zulegen und einerseits mit Investitionen, andererseits mit einfacheren Abläufen einen Quantensprung erzielen. Der Kauf von 20 neuen Begleitwagen von der SBB im Dezember 2010, deren Inbetriebnahme Anfang 2012 geplant ist, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Einzelnachweise und Anmerkungen

  • RAlpin AG auf einen Blick: Die RAlpin AG mit Sitz in Olten betreibt die Rollende Autobahn (Rola) zwischen Freiburg i. Br. (D) und Novara (I) und seit dem 1. Januar 2011 die Gotthard-Rola zwischen Basel und Lugano. Jährlich verlagert sie knapp 100 000 Lastwagen von der Strasse auf die Schiene. Die Lastwagenfahrer verladen ihre Fahrzeuge in den Terminals auf Niederflur-Tragwagen und reisen in einem Begleitwagen mit. Mit diesem Ergänzungsangebot zum unbegleiteten kombinierten Verkehr leistet RAlpin einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der sensiblen Alpenregion und zur Umsetzung der Alpeninitiative. Aktionäre der RAlpin sind BLS AG (33%), Hupac SA (33%), SBB Cargo AG (33%), und Trenitalia SpA (1%).
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