ZVV-Fahrplan 2012 / 2013: Angebot wird ausgebaut

Der Verkehrsrat des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) hat den Fahrplan für die Jahre 2012 und 2013 beschlossen. Das Angebot wird aufgrund der steigenden Nachfrage im ganzen Verbundgebiet ausgebaut: Nebst dem neuen Tram Zürich-West erhalten auch andere Regionen des ZVV ein verdichtetes Angebot von Bahn und Bus.

erstellt am 19. Juli 2011 @ 13:46 Uhr
ZVV
Der Verkehrsrat des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) hat den Fahrplan für die Jahre 2012 und 2013 beschlossen. Das Angebot wird aufgrund der steigenden Nachfrage im ganzen Verbundgebiet ausgebaut: Nebst dem neuen Tram Zürich-West erhalten auch andere Regionen des ZVV ein verdichtetes Angebot von Bahn und Bus.

Die Zahl der Fahrgäste im ZVV nahm im letzten Jahr um 11 Millionen auf 578 Millionen zu. Diese Entwicklung wird auch in den kommenden Jahren anhalten. Der ZVV plant daher gezielte Angebotsausbauten und –änderungen um dieses Wachstum zu bewältigen. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation und der Sparmassnahmen des Kantons konnten auf den letzten Fahrplanwechsel zahlreiche notwendige Vorhaben nicht umgesetzt werden. Eine Auswahl dieser Massnahmen wird nun dank der konjunkturellen Erholung realisiert.

Ein neues Tram für das Trendquartier
Der bedeutendste Angebotsausbau für den Fahrplan 2012 / 2013 ist die Inbetriebnahme des Trams Zürich-West im kommenden Dezember. Die neue verlängerte Tramlinie 4 führt vom Escher-Wyss-Platz via Hardstrasse, Pfingstweidstrasse und Aargauerstrasse zum Bahnhof Altstetten. Die Einführung des Trams Zürich-West hat verschiedene weitere Anpassungen im Netz der Stadt Zürich zur Folge.

S-Bahn-Angebot verdichtet und angepasst
Die S29 wird in den Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend mit je zwei neuen Zügen ergänzt. Bei den S-Bahnen im Raum Winterthur wird der Halbstundentakt am Abend um eine Stunde verlängert (S26, S35 und S41).

Entgegen der Wünsche des ZVV realisiert der Bund sein Hochgeschwindigkeits-Konzept zwischen Zürich und Schaffhausen bereits jetzt und nicht zeitgleich mit der Inbetriebnahme der Durchmesserlinie und den 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn. Dies macht ein Übergangskonzept für die Region Unterland für drei Jahre notwendig. Unter anderem verschieben sich die Abfahrtszeiten der S5, S22 und S55 und die bisherigen Zusatzzüge fahren mehrheitlich nur noch zwischen Bülach und Zürich. Ebenfalls mussten zahlreiche Buslinien an die neuen Abfahrtszeiten der S-Bahnen angepasst werden.

Auf dem Nachtnetz verkehren die SN1 und die SN5 ab Dezember neu mit jeweils zwei zusammengehängten Kompositionen, was die Kapazität auf diesen Strecken verdoppelt.

Mehr Busse für den Kanton
In der Stadt Winterthur wird der Halbstundentakt der Buslinien am Abend verlängert und auch das Knonaueramt erhält zusätzliche Kurse auf ausgewählten Linien. Im Raum Uster und Wetzikon wird auf ausgesuchten Linien mit sehr grosser Nachfrage der 15-Minuten-Takt eingeführt. Das nördliche Limmattal erfährt im Dezember 2012 eine umfassende Änderung des Busnetzes. Um Kapazitätsengpässe zu beheben werden zudem grössere Fahrzeuge für stark ausgelastete Buslinien beschafft, unter anderem auch Doppelgelenktrolleybusse für die Linie 32 in der Stadt Zürich.

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