ZH: Aggloprogramm an neue Situation anpassen

Die Vernehmlassung des Agglomerationsprogramms für Zürich und das Glatttal geht am 30.11.2011 zu Ende. Mit der Annahme der Städte-Initiative am 4. September 2011 hat sich die Ausgangslage radikal geändert. Die Umweltorganisation umverkehR fordert, dass das Agglomerationsprogramm entsprechend angepasst wird.

umverkehR
Die Vernehmlassung des Agglomerationsprogramms für Zürich und das Glatttal geht am 30.11.2011 zu Ende. Mit der Annahme der Städte-Initiative am 4. September 2011 hat sich die Ausgangslage radikal geändert. Die Umweltorganisation umverkehR fordert, dass das Agglomerationsprogramm entsprechend angepasst wird.

Als der Regierungsrat des Kantons Zürich die Agglomerationsprogramme für die öffentliche Mitwirkung ausarbeitete, hat noch niemand mit der Annahme der Städte-Initiative gerechnet. Am 4. September haben aber die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher einer verkehrspolitischen Weichenstellung zugunsten von öffentlichem Verkehr, Velo- und Fussverkehr zugestimmt, die den Autoverkehr in der Stadt Zürich bis 2021 um rund einen Viertel reduzieren soll. «Nach der Annahme der Städte-Initiative muss das Agglomerationsprogramm entsprechend angepasst werden», fordert Christian Harb, Co-Präsident von umverkehR, in der Vernehmlassungsantwort der Umweltorganisation. Die Situation hat sich am 4. September radikal verändert. So müssen zum Beispiel Entwicklungsgebiete autoarm geplant und diverse Verbesserungen im ÖV-Netz an die Hand genommen werden: Verschiedene Aussenquartiere von Zürich brauchen eine direkte ÖV-Anbindung ans Zentrum, der Hauptbahnhof Zürich muss im Bereich Sihlpost besser ans ÖV-Netz angeschlossen und tangentiale S-Bahn-Linien müssen geprüft werden. «Ausbauten des Strassensystems wie der Waidhaldetunnel sind gemäss der Städte-Initiative nicht mehr möglich und müssen aus dem Aggloprogramm gestrichen werden», ergänzt Harb. umverkehR schlägt weiter eine Sensibilisierungskampagne «Kosten des motorisierten Individualverkehrs (MIV)» vor – der Bevölkerung fehlt das Bewusstsein über die wirklichen privaten Kosten des MIV weitgehend.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

Schreibe einen Kommentar