Das letzte originale „Blaue Bähnli“ – uf em schnäuschte Wäg nach Landquart

Die erste Etappe der Renovationsarbeiten am letzten betriebsfähigen Blauen Bähnli – mit der technischen Bezeichnung VBW BDe 4/4 36 – ist abgeschlossen. Dank grosszügigen Spenden der Einwohnergemeinden des Worblentals, einem namhaften Beitrag aus dem SEVA-Lotteriefonds sowie einem Darlehen des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) konnte der Wiederaufbau des Fahrzeuges mit Baujahr 1913 beginnen. Am Dienstag, 15. Februar 2011, tratt der Triebwagen seine Reise ins Bündnerland an, wo er während rund einem Jahr in der Hauptwerkstätte der Rhätischen Bahn (RhB) einer Totalrevision unterzogen wird.

erstellt am 12. Februar 2011 @ 10:00 Uhr
VEREIN DS BLAUE BÄHNLI
VBW BDe 44 36 Blaus Baehnli 30665_01Die erste Etappe der Renovationsarbeiten am letzten betriebsfähigen Blauen Bähnli – mit der technischen Bezeichnung VBW BDe 4/4 36 – ist abgeschlossen. Dank grosszügigen Spenden der Einwohnergemeinden des Worblentals, einem namhaften Beitrag aus dem SEVA-Lotteriefonds sowie einem Darlehen des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) konnte der Wiederaufbau des Fahrzeuges mit Baujahr 1913 beginnen. Am Dienstag, 15. Februar 2011, tratt der Triebwagen seine Reise ins Bündnerland an, wo er während rund einem Jahr in der Hauptwerkstätte der Rhätischen Bahn (RhB) einer Totalrevision unterzogen wird.

Der Verein „Ds Blaue Bähnli“ konnte im Herbst 2007 das älteste noch betriebsfähige Blaue Bähnli vor der Verschrottung retten und in seine alte Heimat überführen. Im Depot Solothurn des Regionalverkehrs Bern–Solothurn RBS haben freiwillige Vereinsmitglieder seither den Triebwagen Nr. 36 aus dem Jahr 1913 komplett demontiert. So wurden die Dachaufbauten sowie die gesamte Inneneinrichtung mitsamt den Führerstandsbereichen ausgebaut und zur Aufarbeitung eingelagert. Hunderte von Kabeln, Klemmen und Anschlüssen mussten beschriftet, fotografisch dokumentiert und anschliessend entfernt werden.

Vorab Spendengelder der Einwohnergemeinden des Worblentals, des Weiteren ein namhafter Beitrag des SEVA Lotteriefonds des Kantons Bern sowie ein zinsloses, rückzahlbares Darlehen des RBS ermöglichen es nun, mit dem eigentlichen Wiederaufbau des Triebwagens zu starten.

Am Dienstag, 15. Februar 2011, trat der Schwertransport seine Reise nach Landquart an, wo er gleichentags auf dem Areal der RhB-Hauptwerkstätte abgeladen wurde. Anschliessend wird der Triebwagen mit Baujahr 1913 während rund einem Jahr praktisch von Grund auf erneuert.

Für die definitive Instandsetzung des Blauen Bähnli (wie zum Beispiel die Revision der Drehgestelle) benötigt und erhofft sich der Verein weitere Spenden – seien diese finanzieller oder materieller Art. Das letzte originale Blaue Bähnli der ehemaligen Vereinigten Bern-Worb-Bahnen (VBW) soll im Jahr 2013 in neuem Glanz erstrahlen. Dann werden es nämlich genau 100 Jahre her sein, seitdem das erste Mal ein Zug im Worblental verkehrte.

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Autor: Redaktion

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