Wieder mehr Güter transportiert: Sursee–Triengen-Bahn Geschäftsjahr 2011 schliesst mit Bilanzgewinn ab

Für die Sursee–Triengen-Bahn (ST) war 2011 ein nicht einfaches Geschäftsjahr. Dennoch fällt die Bilanz positiv aus: Mehr Güter, gleich viel Dampf, ein ansehnlicher Bilanzgewinn und das Ende eines wenig erfreulichen Pensionskassen-Kapitels.

Sursee–Triengen-Bahn
Sursee–Triengen-Bahn 48938_01dz. Für die Sursee–Triengen-Bahn (ST) war 2011 ein nicht einfaches Geschäftsjahr. Dennoch fällt die Bilanz positiv aus: Mehr Güter, gleich viel Dampf, ein ansehnlicher Bilanzgewinn und das Ende eines wenig erfreulichen Pensionskassen-Kapitels.

Die leichte wirtschaftliche Erholung im vergangenen Jahr lässt sich am Gütertransportaufkommen auf der Privatbahnstrecke im Surental ablesen: 2011 transportierte SBB Cargo auf der Infrastruktur der ST insgesamt 3447 Güterwagen (Vorjahr 2199), und das Gewicht nahm um 11,8 Prozent auf 54’709 Tonnen zu. Das Interesse am Nostalgiebetrieb war mit rund 50 bestellten Dampfzügen in etwa gleich gross wie im Vorjahr, wie dem soeben erschienenen Geschäftsbericht 2011 zu entnehmen ist. Zusätzlich wurden mehrmals öffentliche Eventfahrten durchgeführt, von denen sich vor allem die Premiere des Kindertags grosser Beliebtheit erfreute.

Defizitärer Nostalgiebetrieb
Weniger positiv präsentiert sich das finanzielle Ergebnis des Nostalgiebetriebs: Die ST liess sich 2011 das von Lotteriefonds, Heimatschutz und Stadt Sursee mit Beiträgen honorierte Hegen und Pflegen technikgeschichtlichen Kulturguts über 40’000 Franken kosten. Dieser Fehlbetrag konnte indessen durch den Ertragsüberschuss der durch den Bund unterstützten Sparte Infrastruktur von über 700’000 Franken und den ausserordentlichen Ertrag von 100’000 Franken aus dem Verkauf der Busgarage Triengen an Postauto Schweiz mehr als wettgemacht werden. Unter dem Strich resultiert ein ansehnlicher Bilanzgewinn von 112’000 Franken.

Unerfreuliches Kapitel ist zu Ende
Damit schloss aus finanzieller Sicht ein Geschäftsjahr positiv ab, das in anderer Hinsicht ein schwieriges war. So sah sich der Verwaltungsrat der ST durch den plötzlichen Hinschied des Präsidenten und Geschäftsführers Walter Niklaus vor eine gewaltige Herausforderung gestellt, die letztlich dank der interimistischen Übernahme der beiden Aufgaben durch den Trienger alt Gemeindeammann Franz Kost gelöst werden konnte.

Mit der Übertragung der Pensionskassenverpflichtungen von der Pensionskasse Asccop in Liquidation an die Stiftung Sicherheitsfonds BVG konnte ein wenig erfreuliches, langwieriges Pensionskassen-Kapitel der ST doch noch erfolgreich abgeschlossen werden, auch wenn bei ihr die ganze Angelegenheit mit 300’000 Franken zu Buche schlägt.

Streckenwärter feiert Comeback
Wie dem Geschäftsbericht weiter zu entnehmen ist, wird die Strecke der ST wieder zweimal jährlich von einem Streckenwärter begangen. Damit ist eine lückenlose Überwachung des Gleiszustands gewährleistet, wodurch sich allfällige Schäden frühzeitig entdecken und beheben lassen. Für Aufsehen sorgte im vergangenen Jahr der (digitale) Auftritt einer ST-Dampflok mit Güterwagen im Film «Sherlock Holmes 2».

Siehe auch

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

Schreibe einen Kommentar