Die Trassen für den Jahresfahrplan 2013 sind zugeteilt

Effiziente Trassenvergabe dank vorgängiger Prozessoptimierung

Trasse Schweiz
Effiziente Trassenvergabe dank vorgängiger Prozessoptimierung

Im April 2012 hatten 19 Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) bei der Trasse Schweiz AG Trassenanträge zur Nutzung der Schienennetze der SBB, der BLS und der Südostbahn für den Jahresfahrplan 2013 eingereicht. Ein Güterverkehrsunternehmen, welches bislang im laufenden Fahrplan Trassen bestellte, wurde erstmals auch im Jahresfahrplanprozess aktiv. Fristgerecht haben wir am 17. August den EVU insgesamt 13‘185 Trassen zugeteilt.

Die Ausgangslage für die Trassenvergabe war unverändert anspruchsvoll. Die Sanierung des Simplon-Tunnels schränkt auch für den Jahresfahrplan 2013 die Güterverkehrs-Kapazität zwischen Brig und Domodossola um einen Drittel ein. Zudem wurden im Einzelwagenladungsverkehr Änderungen am Systemfahrplan vorgenommen und im Personenverkehr mussten einzelne Konzeptänderungen berücksichtigt werden.

Aufgrund dieser Herausforderungen haben wir vor der Trassenbestellung zusammen mit den EVU Prozessoptimierungen entwickelt. Die EVU einigten sich dank unserer Vermittlung darauf, während den Bauarbeiten am Simplon die Trassen für bisherige Verkehre nach Möglichkeit unverändert zum Vorjahr zu bestellen, um nicht mit diesen Verkehren neue Konflikte auszulösen. Dank dieser Massnahme konnte die Anzahl Trassenbestellkonflikte auf der Simplonroute im Vergleich zu 2011 um rund zwei Drittel gesenkt werden. Netzweit mussten noch 110 Bestellkonflikte einer Lösung zugeführt werden, nicht ganz halb so viele wie im Vorjahr (240).

Diese Massnahme brachte allen Beteiligten eine Effizienzsteigerung. Die Anzahl erforderlicher Sitzungen für die Konfliktlösung und der Aufwand für Abklärungen konnten deutlich reduziert werden. Die EVU hatten frühzeitig eine Gewissheit über die Führung ihrer Züge in der Schweiz. Sie hatten dadurch im internationalen Verkehr ausreichend Zeit für die Abstimmung mit ihren ausländischen Partner-EVU.

Trotz intensiver Suche nach Alternativen konnten für sechs Trassenkonflikte zwischen Güterverkehrsunternehmen auf der Simplonstrecke keine einvernehmlichen Lösungen gefunden werden. Für solche Konflikte sehen die rechtlichen Grundlagen ein Bietverfahren vor. In einem gegenüber dem Vorjahr verbesserten Verfahren wurde die Trasse jeweils dem Meistbietenden zugewiesen.

Bereits stehen die Vorbereitungsarbeiten für den Trassenvergabeprozess zum Jahresfahrplan 2014 an. Die optimale Umsetzung der Netznutzungswünsche der EVU mit möglichst effizienten Prozessen setzen wir uns dabei wiederum zum Ziel.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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