Alpentransitbörse (ATB): BLS Cargo regt die Diskussion wieder an

BLS Cargo hatte die Thematik der Alpentransitbörse (ATB) in den letzten Monaten zusammen mit OEBB / RCA in Brüssel angesprochen und ausgiebig diskutiert. Am letzten CEO-Treffen der Güterverkehrsbahnen unter der Organisation der CER präsentierte Dr. D. Stahl die Alpentransitbörse und deren Möglichkeiten. Dabei wurde auch festgehalten, dass sich die ATB nicht nur zwingend auf den Alpenraum beschränken muss, sondern generell auf sensible Gebiete. Zudem ist eine Einführung schrittweise und unter dem Aspekt einer nachhaltigen und sinnvollen Co-Modalität zu realisieren.

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Alpentransitboerse ATB BLS Cargo 852149_01BLS Cargo hatte die Thematik der Alpentransitbörse (ATB) in den letzten Monaten zusammen mit OEBB / RCA in Brüssel angesprochen und ausgiebig diskutiert. Am letzten CEO-Treffen der Güterverkehrsbahnen unter der Organisation der CER präsentierte Dr. D. Stahl die Alpentransitbörse und deren Möglichkeiten. Dabei wurde auch festgehalten, dass sich die ATB nicht nur zwingend auf den Alpenraum beschränken muss, sondern generell auf sensible Gebiete. Zudem ist eine Einführung schrittweise und unter dem Aspekt einer nachhaltigen und sinnvollen Co-Modalität zu realisieren.

Die ATB war auch Traktandum am Verkehrsministertreffen der Alpenländer Anfang Mai 2012 in Leipzig. Hier wurde vereinbart, dass vertiefte Analysen hinsichtlich der zukünftigen Verlagerungsinstrumente in den kommenden zwei Jahren durchgeführt werden. BLS Cargo wird hier sicherlich unterstützend gegenüber dem BAV und anderen Institutionen zur Seite stehen.

Die Alpentransitbörse (ATB) war und ist ein immer wieder in der europäischen und Schweizer Verkehrspolitik schwierig zu diskutierendes Instrument zur Begrenzung des alpenquerenden Strassengüterverkehrs mit Hilfe einer Versteigerung und des Handels von Durchfahrtsrechten. Anstatt der Anzahl Fahrten könnte auch die Anzahl an Emissionen als Bemessungsgrundlage dienen. Die ATB will die alpenquerenden LKW-Fahrten durch die Ausgabe von Transitrechten limitieren. Die ausgegebenen Transitrechte können auf dem Markt gehandelt werden. Wie bei anderen beschränkten Gütern bestimmt die Nachfrage den Preis. Die geografische Spanne ist derzeit noch völlig offen.

Wie könnte die Alpentransitbörse funktionieren?

  1. Limitierung. Die LKW-Fahrten durch die Alpen werden durch einen politischen Entscheid auf ein ökologisch verträgliches Mass limitiert. Dieser Plafond kann schrittweise vom heutigen auf das angestrebte Niveau gesenkt werden. Alle LKWs mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3.5 t brauchen für die Fahrt durch die Alpen ein Alpentransitrecht.
  2. Zuteilung. Die Alpentransitrechte werden als Bonus gratis an die Transportunternehmen verteilt, die freiwillig die Schienen benutzen (1 Transiteinheit für die Strasse gegen X Einheiten im Schienentransport) oder an die Meistbietenden versteigert.
  3. Handel. Die Alpentransitrechte können von den Besitzern selber benutzt oder frei gehandelt werden. Ein Informationssystem liefert die Vergleichspreise für den Transport auf der Schiene.

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Autor: Redaktion

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