„SupraMove“ zu Gast im Verkehrshaus der Schweiz

Das Verkehrshaus der Schweiz ist die ideale Plattform für die Lancierung von Innovationsideen und Zukunftstechnologien aus dem Bereich der Mobilität. Am 8. Februar 2013 stellte das Verkehrshaus anlässlich eines Innovationslunchs seinen Gästen aus Wirtschaft und Politik in einer exklusiven Erstdemonstration ein Transportsystem für den Individualverkehr vor, als innovativer Teil des zukünftigen öffentlichen Verkehrs auf Supraleitungsbasis.

Verkehrshaus der Schweiz
SupraMove Verkehrshaus der Schweiz 57087_01Das Verkehrshaus der Schweiz ist die ideale Plattform für die Lancierung von Innovationsideen und Zukunftstechnologien aus dem Bereich der Mobilität. Am 8. Februar 2013 stellte das Verkehrshaus anlässlich eines Innovationslunchs seinen Gästen aus Wirtschaft und Politik in einer exklusiven Erstdemonstration ein Transportsystem für den Individualverkehr vor, als innovativer Teil des zukünftigen öffentlichen Verkehrs auf Supraleitungsbasis.

Die Supraleitung hat das Potential zur Schlüsseltechnologie der Zukunft, welche unser Leben beeinflussen wird: Neue Entwicklungen in der Stromproduktion (Ausbau der Windund Solarenergie) verlangen nach leistungsfähigen und effizienten Übertragungstechnologien. Ein bereits ausführungsreifes Projekt, welches die beiden grössten Ballungsräume Japans mit einer Magnetschwebebahn verbinden soll, baut auf Supraleitung.

Dr. Karl Alexander Müller hat in den 80er Jahren die Supraleitung in keramischen Materialien entdeckt, für die ihm 1987 der Nobelpreis für Physik überreicht wurde. Diese bahnbrechende Entdeckung führte zur Entwicklung sogenannter Hochtemperatur-Supraleiter, deren Betriebstemperatur über dem Siedepunkt des flüssigen Stickstoffs, bei -196 °C, liegt und damit erstmals eine wirtschaftliche Nutzung dieser Technologie ermöglicht.
Das Herzstück der Magnetschwebebahn ist ein supraleitendes Material, das bei einer Temperatur unterhalb von -183 °C widerstandslos elektrischen Strom leitet und magnetische Felder einfrieren kann. Die Wechselwirkung zwischen Supraleiter und der dauermagnetischen Schiene lässt die Lokomotive schweben und fahren zugleich. Magnetische Kräfte und das Profil der Schiene sorgen für eine exakte Führung in einem festen Abstand von der Schiene.

«SupraMove» zeigte anhand eines faszinierenden Modellversuchs, wie diese Fortbewegungstechnologie der Zukunft aussehen könnte. Unter Beteiligung der Schweizer Magnetbahn GmbH referierte u.a. Prof. Dr. Ludwig Schultz, Wissenschaftlicher Direktor am Leibnitz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung, Dresden. Er hat die Fahrversuchsanlage SupraTrans entwickelt. Untermalt wurde sein Vortrag mit eindrücklichen physikalischen Vorführungen und Filmsequenzen zum Prinzip der Supraleitung, inklusive einer Live-Schaltung zur Vorführung aus Dresden.

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