Petition Littau und neuer Zonenplan als Gesamtlösung

Der Verbundrat des Verkehrsverbundes Luzern (VVL) anerkennt die Forderung der Petition, welche die Integration der beiden Stadtteile Littau und Reussbühl in die städtische Kernzone des Passepartout-Zonensystems fordert. Der VVL geht einen Schritt weiter und erarbeitet im Rahmen einer Gesamtlösung einen neuen Zonenplan für das gesamte Tarifverbundgebiet.

Verkehrsverbund Luzern
Der Verbundrat des Verkehrsverbundes Luzern (VVL) anerkennt die Forderung der Petition, welche die Integration der beiden Stadtteile Littau und Reussbühl in die städtische Kernzone des Passepartout-Zonensystems fordert. Der VVL geht einen Schritt weiter und erarbeitet im Rahmen einer Gesamtlösung einen neuen Zonenplan für das gesamte Tarifverbundgebiet.

Am 21. August 2012 überreichten die Grünen und die SP Stadt Luzern sowie die Quartiervereine Reussbühl, Matt und Littau Dorf dem VVL eine Petition. Diese fordert eine einheitliche Tarifzone für alle Quartiere der Stadt Luzern. Die Luzerner Stadtteile Littau und Reussbühl sollen demnach komplett in die Zone 101 integriert werden. Der Verbundrat des VVL kann das Anliegen nachvollziehen und anerkennt, dass die Integration kundenorientiert ist. Gerade deshalb und nach eingehender Diskussion hat sich der Verbundrat dazu entschieden, das Kernanliegen aufzunehmen und sogar noch einen Schritt weiter zu gehen als die Petition fordert.

Neuer Zonenplan
Der VVL sowie die Kantone Obwalden und Nidwalden sehen vor, einen neuen kundenfreundlichen Zonenplan für das gesamte Gebiet des Tarifverbundes Passepartout zu erarbeiten. Die Änderungen betreffen demnach nicht nur das Gebiet der Stadt Luzern sondern dasjenige der drei Passepartout-Kantone. Die Anliegen aus den beiden Stadtteilen Littau und Reussbühl werden deshalb im Rahmen der Gesamtlösung beurteilt. „Im Zentrum der Überarbeitung steht die Vereinfachung des gesamten Zonenplans mit identischen Abonnement- und Einzelfahrausweis-Zonen“ sagt Christoph Zurflüh, Sprecher des VVL. Zeitpunkt der Umsetzung wird im optimalen Fall Dezember 2014 sein. Bei Verzögerungen infolge technischer Unwägbarkeiten oder zeitlich verschobener Entscheide könnte die Gesamtlösung erst im Dezember 2015 umgesetzt werden.

Einzellösung nicht sinnvoll
Die aktuelle Zoneneinteilung ist historisch gewachsen und wird von verschiedenen Kriterien beeinflusst. In erster Linie ist die Distanz für die Zoneneinteilung massgeblich und nicht die politische Gemeindegrenze. Werden nun ausschliesslich Littau und Reussbühl in die Kernzone 101 integriert, wie es die Petition fordert, steht dieser Stadtteil aufgrund der Distanz besser da als zum Beispiel die Gemeinden Ebikon, Emmenbrücke und Kriens. Weitere Begehren aus der Agglomeration würden folgen. „Die ganzheitliche Anpassung gibt dem VVL die Möglichkeit, einen transparenten und einfachen Zonenplan zu implementieren ‐ ganz im Sinn unserer Kundinnen und Kunden“ ist Christoph Zurflüh überzeugt.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

Schreibe einen Kommentar