Eisenbahnverkehrsunternehmen EVU Mikado 1244 erhält den Netzzugang zurück

Am 08. Mai 2013 hob das Bundesamt für Verkehr BAV die Suspendierung des Netzzugangs des EVU Mikado 1244 auf. Seit diesem Zeitpunkt darf das EVU Mikado 1244 wieder uneingeschränkt auf dem Schweizer Schienennetz verkehren.

EVU Mikado 1244
Am 08. Mai 2013 hob das Bundesamt für Verkehr BAV die Suspendierung des Netzzugangs des EVU Mikado 1244 auf. Seit diesem Zeitpunkt darf das EVU Mikado 1244 wieder uneingeschränkt auf dem Schweizer Schienennetz verkehren.

Am 28.02.2013 entgleiste ein Dienstzuges der Eisenbahn Verkehrsunternehmung (EVU) Mikado 1244 im sogenannten „Dorfnest“, einer Verzweigung zwischen Kloten und Bassersdorf. Verletzt wurde niemand. Der Dienstzug bestand aus zwei historischen Fahrzeugen und mehreren Dienstfahrzeugen. Die Fahrzeuge verschiedener Eigentümern wurden zur Optimierung in einer Dienstfahrt zusammengefasst. Entgleist ist ein Güterwagen der SBB welcher in Zürich Altstetten in den Zug eingereiht wurde.

Zum Unfallhergang und zu den Ursachen muss der offizielle Bericht der schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle „SUST“ abgewartet werden. Diese dauern zum jetzigen Zeitpunkt immer noch an.

Nachfolgend zur Entgleisung leitete das Bundesamt für Verkehr BAV am 14. März 2013 ein Verfahren zur Überprüfung des Netzzuganges gegen das EVU Mikado 1244 ein. In diesem Rahmen suspendierte das Bundesamt den Netzzugang mittels superprovisorischer Verfügung per sofort. Mit dieser Verfügung wurde das EVU Mikado 1244 auch eingeladen, gegenüber dem BAV zur Entgleisung Stellung zu nehmen.

Das EVU Mikado 1244 nahm in der vorgesehenen Frist zu der Entgleisung und den internen Abläufen Stellung. Dabei konnte aufgezeigt werden, dass die internen Strukturen einen sicheren Zugsbetrieb gewährleisten. Ebenso konnte festgestellt werden, dass das Personal auf dem Zug seine Sorgfaltspflicht gewahrt hatte. Das EVU Mikado 1244 nutzte aber die Gelegenheit, interne Abläufe kritisch zu hinterfragen und wo nötig zu optimieren.

Auf Grund der eingereichten Unterlagen kam das Bundesamt für Verkehr BAV zum Schluss, dass das EVU Mikado 1244 weiterhin einen sicheren Betrieb gewährleistet. Deshalb stellte das BAV das Verfahren gegen das EVU Mikado 1244 am 8. Mai 2013 ein, womit auch die Suspendierung des Netzzuganges aufgehoben wurde.

Da das EVU Mikado 1244 zuvor innerhalb der gesetzlichen Frist beim Bundesverwaltungsgericht bereits Beschwerde gegen die superprovisorische Verfügung eingereicht hatte, befasste sich das Bundesverwaltungsgericht noch kurz mit dem Fall. Das Gericht kam im Rahmen eines Abschreibungsentscheides am 13. Mai 2013 gestützt auf eine summarische Prüfung der Sachlage zum Schluss, dass die Voraussetzungen für den Erlass einer superprovisorischen Verfügung durch das BAV nicht gegeben waren.

Das EVU Mikado 1244 und die zusammenarbeitenden Vereine waren mehrheitlich in der Lage, die eingegangen Verpflichtungen für bereits gebuchte und ausverkaufte Extrafahrten während rund zwei Monaten durch andere Eisenbahn Verkehrsunternehmen (EVU) abzuwickeln.

Die EVU Mikado 1244 ist eine Eisenbahn Verkehrsunternehmung, welche gelegentliche Fahrten mit historischen Fahrzeugen oder Dienstfahrzeugen durchführt. Innerhalb der EVU Mikado 1244 arbeiten verschiedene Vereine zusammen, welche alle ehrenamtlich nach den gültigen Gesetzesvorgaben arbeiten und geführt werden.

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Autor: Redaktion

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