Erste hindernisfreie Tramhaltestelle in Basel in Betrieb genommen

Am 22. Juli 2013 wurde im Rahmen der Verlängerung der Tramlinie 8 nach Weil die erste hindernisfreie Tramhaltestelle in Basel in Betrieb genommen. Diese bietet dank höherer Haltekante und geringerem Abstand zum Fahrzeug einen einfachen Einstieg für alle. Am 21. Juli, konnten betroffene Verbände und die Bevölkerung die hindernisfreie Tramhaltestelle in Kleinhüningen in Ruhe testen.

Basel-Stadt, Bau- und Verkehrsdepartement, Amt für Mobilität / Basler Verkehrs–Betriebe
Am 22. Juli 2013 wurde im Rahmen der Verlängerung der Tramlinie 8 nach Weil die erste hindernisfreie Tramhaltestelle in Basel in Betrieb genommen. Diese bietet dank höherer Haltekante und geringerem Abstand zum Fahrzeug einen einfachen Einstieg für alle. Am 21. Juli, konnten betroffene Verbände und die Bevölkerung die hindernisfreie Tramhaltestelle in Kleinhüningen in Ruhe testen.

Für Rollstuhlfahrende, Gehbehinderte, aber auch für viele ältere Menschen, sind hohe Haltekanten unentbehrlich um den öffentlichen Verkehr selbstständig zu benutzen. Andere sind temporär auf hohe Haltekanten angewiesen, sei es mit Kinderwagen, Gepäck oder einem Gipsbein. Insgesamt ist der hindernisfreie Zugang also für alle Nutzerinnen und Nutzer komfortabel. Ein einfacher Einstieg steigert generell die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs. Die Ein- und Aussteigezeiten der Fahrgäste sind kürzer und ermöglichen einen stabileren und somit zuverlässigeren Fahrplan.

Gemäss Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) werden in Basel – wie auch in der ganzen Schweiz – die Tram- und Bushaltestellen hindernisfrei gestaltet. Bei der schrittweisen Umsetzung stehen der Kanton Basel-Stadt und die BVB vor verschiedenen Herausforderungen. Rund die Hälfte der Haltekanten in Basel liegt in einer Kurve, was einen hindernisfreien Zugang zu Tram und Bus nach BehiG erschwert. Diese Haltestellen müssen deshalb vertieft untersucht werden. Auch kombinierte Tram- und Bushaltestellen verlangen wegen der unterschiedlichen Fahrzeugabmessung nach individuellen Lösungen. Insgesamt müssen in Basel in den nächsten zehn Jahren 212 Tram- oder Bushaltestellen umgebaut werden.

Zurzeit werden sämtliche Tram- und Bushaltestellen in Basel katalogisiert, um die Anpassung ihrer Haltekanten mit anstehenden Unterhaltsarbeiten und Baustellen abzustimmen sowie einen Zeitplan für die Umsetzung zu erarbeiten. Parallel zu den Arbeiten an den Haltestellen läuft die schrittweise Auslieferung der neuen Niederflurfahrzeuge der BVB (Flexity-Tram) und der BLT (Tango-Tram) und die Anpassung der bestehenden Fahrzeuge für die neuen, hohen Haltekanten.

Autor: Redaktion

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