Neue Umfahrungsstrasse in Sempach Station eröffnet

Ab Mittwoch, 14. August 2013, rollt der Verkehr in Sempach Station über die neue Umfahrungsstrasse mit der 220 Meter langen Überführung über die SBB-Geleise. Damit gehören die langen Wartezeiten an der Barriere der Vergangenheit an. Der Neubau ermöglicht zudem einen Angebotsausbau des öffentlichen Verkehrs. Am Dienstag, 13. August 2013, hat Regierungsrat Robert Küng zusammen mit dem Gemeindepräsidenten von Neuenkirch, Kari Huber, die neue Strasse eröffnet.

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Planmässiger Verlauf der Bauarbeiten in Sempach Station

Kanton Luzern
Sempach Station Bruecke ueber SBB Gleise 45141_02In Sempach Station läuft die letzte Rohbauetappe für die neue Brücke über die SBB-Geleise. Für die neue Kantonsstrasse im Abschnitt Lippenrüti–Schlichtiwäldli sind die Untergrundvorbereitungen gemacht und bei den neuen Kreiseln Lippenrüti und Gottsmänigen sind die Betonarbeiten ausgeführt. «Die Arbeiten sind bisher reibungslos verlaufen und wir werden voraussichtlich wie angekündigt den Verkehr im August 2013 auf die Umfahrung umlegen können», gab Regierungsrat Robert Küng auf einem für die Medien organisierten Baustellenrundgang bekannt.

Der Neubau der Kantonsstrasse als östliche Umfahrung von Sempach Station mit Aufhebung des Niveauübergangs ist das zurzeit grösste laufende kantonale Strassenbauvorhaben. Die neue Strasse umfährt Sempach Station östlich auf einer Länge von 1600 Metern. Sie zweigt über eine neue Kreiselanlage in Lippenrüti von der bestehenden Kantonsstrasse Neuenkirch-Sempach ab und mündet über eine neugestaltete Einmündung im Gebiet Schlichtiwäldli wieder in die Kantonsstrasse ein. Das Herzstück der neuen Strasse ist die 220 Meter lange Stahlbetonbrücke über die SBB-Geleise in Gottsmänigen. Teil des Projekts ist weiter der Kreisel Gottsmänigen, über den der Kreuzungsverkehr zwischen Mettenwilstrasse und neuer Umfahrungsstrasse geführt wird. Für die Baukosten wurde, inklusive der Übernahme der bereits von der Gemeinde Neuenkirch erstellten Verbindungsstrasse, ein Kredit von 22 Millionen Franken bewilligt.

Brückenbau mit besonderen Herausforderungen
Die im Rohbau schon fast komplett erstellte Brücke stellte die Bauverantwortlichen vor besondere Herausforderungen. Wie Kantonsingenieur Rolf Bättig darlegte, erforderte der durch Seeablagerungen geprägte Untergrund spezielle Fundierungsmassnahmen. Zudem machte das Bauen über den Bahngeleisen spezielle Kontroll- und Sicherheitsvorkehrungen notwendig. Für die Brücke, die sich an ihrer höchsten Stelle acht Meter über das Bahngeleise spannt, wurden 2’000 Kubikmeter Beton und 300 Tonnen Stahl aufgewendet. Bereits betoniert sind die beiden Kreisel Lippenrüti und Gottsmänigen. Beim neuen Kantonsstrassenabschnitt sind die Aushub- und Bodenverbesserungsarbeiten ausgeführt. Die Entwässerungsleitungen und der Strassenkoffer sind in Arbeit.

30’000 Arbeitsstunden
Seit dem Beginn der Bauarbeiten vor einem halben Jahr wurden rund 10’000 Arbeitsstunden geleistet. Weitere 20’000 Arbeitsstunden werden bis zur Fertigstellung noch benötigt. Noch auf dem Bauprogramm stehen die Abdichtungs-, Belags- und Ausrüstungsarbeiten an der Brücke, die Belagsarbeiten auf dem neuen Kantonsstrassenabschnitt, die Fertigstellung der beiden Kreisel und der Bau von zwei Bushaltestellen vor dem Kreisel Lippenrüti. Zudem wird der bestehende Niveauübergang zur ausschliesslichen Benutzung durch Fussgänger und leichten Zweiradverkehr umgestaltet.

Vielfältiger Nutzen
Regierungsrat Robert Küng unterstrich beim Baustellenrundgang den vielfältigen Nutzen des Bauprojekts. Ab August 2013 werde den Autofahrerinnen und Autofahrern eine sichere, vom Zugsverkehr unabhängige Verbindung von Neuenkirch nach Sempach und zur A 2 zur Verfügung stehen und die öV-Benutzerinnen und -benutzer könnten auf eine zuverlässige Busverbindung zählen. Zudem werde für den Langsamverkehr die Verkehrssicherheit erhöht und die Anwohnerinnen und Anwohner würden vom Durchgangsverkehr entlastet. «Nicht zuletzt wird sich die örtliche Wirtschaft dank der neuen Strassenanlage optimal weiterentwickeln können», erklärte der Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartementes.

Baubeginn für Neubau Kantonsstrasse mit Aufhebung Niveauübergang in Sempach Station

Kanton Luzern
Neubau Kantonsstrasse Aufhebung Niveauuebergang Sempach Station 45141_01(ots) Mit der Enthüllung der Bautafel sind am 29. März 2012 die Bauarbeiten für den Neubau der Kantonsstrasse mit Aufhebung des Niveauübergangs in Sempach Station offiziell aufgenommen worden. Regierungsrat Robert Küng und der Neuenkircher Gemeindepräsident Josef Peter freuten sich über den Baustart und unterstrichen den vielfältigen Nutzen des Projekts.

Die neue Strasse umfährt Sempach Station östlich auf einer Länge von 1600 Metern. Sie zweigt über eine neue Kreiselanlage in Lippenrüti von der bestehenden Kantonsstrasse Neuenkirch-Sempach ab und mündet über eine neugestaltete Einmündung im Gebiet Schlichtiwäldli wieder in die Kantonsstrasse ein. Herzstück der neuen Strasse wird eine 220 Meter lange Stahlbetonbrücke über die SBB-Geleise in Gottsmänigen. Teil des Projekts ist weiter der Kreisel Gottsmänigen, über den der Kreuzungsverkehr zwischen Mettenwilstrasse und neuer Umfahrungsstrasse geführt wird. Ein rund 550 Meter langes Teilstück der neuen Anlage hat die Gemeinde Neuenkirch bereits 2007 erstellt. Dieses Verbindungsstück wird vom Kanton erworben. Die Kaufsumme von ca. 1.1 Millionen Franken ist im Kredit von 22 Millionen Franken enthalten. Zum Strassenbauprojekt gehört auch die Anpassung des bestehenden Niveauübergangs, der zukünftig nur noch Fussgängern und leichtem Zweiradverkehr offenstehen wird. Die bestehende Kantonsstrasse wird mit der Inbetriebnahme der neuen Kantonsstrasse aus dem Kantonsstrassennetz ausgegliedert und geht in den Besitz der Gemeinde Neuenkirch über.

Vielfältiger Nutzen
Regierungsrat Robert Küng, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartementes des Kantons Luzern betonte beim offiziellen Baustart den vielfältigen Nutzen des Projekts. Die Autofahrerinnen und Autofahrer erhalten eine sichere, vom Zugsverkehr unabhängige Verbindung von Neuenkirch nach Sempach und zur A 2, die öV-Benutzer eine zuverlässige Busverbindung. Für den Langsamverkehr wird die Verkehrssicherheit erhöht und die Anwohnerinnen und Anwohner werden vom Durchgangsverkehr entlastet. Für Josef Peter, Gemeindepräsident Neuenkirch war der Baubeginn „ein Augenblick der Freude“. Sempach Station bekomme nun endlich den Trumpf in die Hand, um in Zukunft als regionaler Entwicklungsmotor auf der kantonalen Hauptentwicklungsachse zu wirken.

Eröffnung Ende Juli 2013
Die Bauarbeiten beginnen zunächst mit den Werkleitungsverlegungen beim Kreisel Lippenrüti. Gleichzeitig wird als Vorbereitung für den Brückenbau über das SBB-Geleise das Schutzgerüst erstellt. Da die Arbeiten im Bereich der Bahn nur in kurzen Zeitfenstern nachts ausgeführt werden können, stehen ab dem 16. April 2012 ca. drei Wochen Nachtarbeit mit teilweise lärmintensiven Arbeiten (Holzpfählungen) an. Der Terminplan sieht die Inbetriebnahme der neuen Strassenanlage Ende Juli 2013 vor. Bis Ende Oktober 2013 werden auch die letzten Fertigstellungsarbeiten ausgeführt sein.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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