TNW gibt sich neue Führungsstruktur ab 1. Januar 2014

Die Rahmenbedingungen im öffentlichen Verkehr verändern sich und werden anspruchsvoller. Neben den Transportunternehmen sollen auch die Kantone als Besteller der öV-Leistungen vermehrt Einfluss auf die Tarifpolitik nehmen können. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, gibt sich der TNW ab dem 1. Januar 2014 eine neue Führungsstruktur.
Der TNW als zweitgrösster Tarifverbund der Schweiz möchte sich optimal auf die Zukunft ausrichten. Deshalb haben die Partner des TNW beschlossen, eine eigenständige Verbundleitung zu etablieren, welche sich zu 100% auf die Geschäfte und Weiterentwicklung des TNW konzentrieren kann.

erstellt am 30. Mai 2013 @ 16:33 Uhr
TNW Tarifverbund Nordwestschweiz
Die Rahmenbedingungen im öffentlichen Verkehr verändern sich und werden anspruchsvoller. Neben den Transportunternehmen sollen auch die Kantone als Besteller der öV-Leistungen vermehrt Einfluss auf die Tarifpolitik nehmen können. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, gibt sich der TNW ab dem 1. Januar 2014 eine neue Führungsstruktur.
Der TNW als zweitgrösster Tarifverbund der Schweiz möchte sich optimal auf die Zukunft ausrichten. Deshalb haben die Partner des TNW beschlossen, eine eigenständige Verbundleitung zu etablieren, welche sich zu 100% auf die Geschäfte und Weiterentwicklung des TNW konzentrieren kann.

Die Tarif- und Verbundlandschaft Schweiz hat sich in den letzten Jahren grundsätzlich verändert. Ebenso stehen in den nächsten Jahren auf nationaler Ebene im tarifarischen und vertriebstechnischen Bereich Neuerungen an. Verändert hat sich auch die Rolle der Kantone als Besteller der öV-Leistungen. Sie wünschen, in tarifpolitischen Fragestellungen vermehrt Einfluss nehmen zu können. Letztlich geht es um die Frage, wie viel der Kunde mit dem Fahrpreis und wie viel die Allgemeinheit über Steuermittel am öV beizutragen haben. Diese Frage ist durch die Politik zu beantworten und von den Transportunternehmen umzusetzen.

Der TNW Tarifverbund Nordwestschweiz, 1987 als erster integraler Tarifverbund der Schweiz gegründet, besteht aus sechs Transportunternehmen (BVB, BLT, SBB, Postauto, AAGL, WB) und fünf Kantonen (BS, BL, AG, SO, JU). Die operative Geschäftsführung wurde seit Bestehen des Tarifverbundes von der BLT wahrgenommen. Diese trat letzten Herbst mit dem Vorschlag an die Verbundpartner, eine organisatorische Weiterentwicklung des Verbundes zu prüfen und in die Wege zu leiten.

Die TNW-Partner kamen zum Schluss, dass eine eigene Geschäftsstelle es besser erlaubt, sich voll und ganz auf die Führung und Weiterentwicklung des Verbundes zu konzentrieren. Die Trennung von Verbundführung und Transportunternehmen weist zudem Vorteile auf. Sie bietet Neutralität und erlaubt es, jedem Transportunternehmen und jedem Kanton sich individuell einzubringen. Diese Entwicklung ist in verschiedenen Verbunden festzustellen und wurde auch national mit der Auslagerung der Organisation des Direkten Verkehrs von der SBB zum Verband Öffentlicher Verkehr vollzogen.

Es ist vorgesehen, dass die neue Verbundführung ihre Tätigkeit am 1. Januar 2014 mit einer Doppelbesetzung aufnimmt. In den nächsten Monaten werden dafür die nötigen Voraussetzungen geschaffen und umgesetzt.

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