In fünf Jahren verkehren auf der Simplonlinie Doppelstockzüge

Das Wallis wird in den nächsten Jahren bedeutende Summen in die Modernisierung seiner Bahninfrastruktur investieren. Der Regionalverkehr wird dank Erhöhung der Angebotsdichte weiterhin an Attraktivität gewinnen. Auf der Simplonlinie werden ab 2018 die ersten Doppelstockzüge der SBB verkehren.

Kanton Wallis
(IVS) Das Wallis wird in den nächsten Jahren bedeutende Summen in die Modernisierung seiner Bahninfrastruktur investieren. Der Regionalverkehr wird dank Erhöhung der Angebotsdichte weiterhin an Attraktivität gewinnen. Auf der Simplonlinie werden ab 2018 die ersten Doppelstockzüge der SBB verkehren.

Im Juni hat der Grosse Rat über einen Kredit von CHF 29 Millionen abgestimmt. Mit diesem Kredit kann eine erste Studie über die notwendigen Modernisierungen der Simplonlinie erstellt werden. Im Juni 2012 hat die SBB, das Bundesamt für Verkehr (BAV) und die Kantone Waadt und Wallis eine Absichtserklärung für die vorzeitige Neugestaltung der Simplonlinie unterzeichnet.

Die ersten Doppelstockzüge werden ab 2018 erwartet; sie werden zu den Hauptverkehrszeiten auf der Linie Brig – Genf-Flughafen verkehren und das Angebot an Sitzplätzen verbessern. Die Neugestaltungsarbeiten des Bahnhofes Lausanne werden voraussichtlich 2025 beendet sein. Danach werden zwei Züge pro Stunden zwischen Genf und Brig in beiden Richtungen verkehren. Für die Strecke Brig – Lausanne wird man weniger als 90 Minuten benötigen. Das Regionalangebot des „RER Valais-Wallis“ wird schrittweise zum ganztätigen Halbstundentakt ausgebaut. Zusätzliche Angebote zu längeren Distanzen werden zu den Hauptverkehrszeiten zwischen dem Unterwallis/Chablais und dem Genferseebogen bis zu Annemasse (F) – via Lausanne/Genf – verfügbar sein.

Doch auch der Regionalverkehr wird nicht vergessen. Für die Periode 2013-16 ist für die Durchführung eines ambitionierten Modernisierungsprogramms der bestehenden Infrastruktur ein Betrag von insgesamt 157 Millionen Franken (davon gehen rund 61.5 Millionen zu Lasten des Kantons Wallis) vorgesehen. Zusammen mit dem BAV, unterstützt der Kanton Wallis, durch sein Departement für Verkehr, Bau und Umwelt (DVBU), die regionalen Walliser Transportunternehmen (MGI, TMR, TPC) mit bedeutenden finanziellen Mitteln, um die bestehende Infrastruktur zu modernisieren.

Staatsrat Jacques Melly, Chef des DVBU, wird zusammen mit der Dienststelle für Strassen, Verkehr und Flussbau (DSVB) gewährleisten, dass das Abkommen über die Bundesleistungen 2013 – 2016 umgesetzt wird. Danach werden die Regionalbahnen in der Lage sein, zwischen Zermatt und Fiesch, Martigny und dem Entremont, sowie Aigle und Monthey zu den Hauptverkehrszeiten schrittweise den Halbstundentakt einzuführen. Die am häufigsten genutzten Regionalbuslinien werden in Zeiten grossen Andrangs ebenfalls über entsprechende Angebotsdichten verfügen.

Der Kanton will die Öffentlichkeit über den Fortschritt bei den Arbeiten und beim Angebot im Walliser Bahnverkehr auf dem Laufenden halten. Darum lanciert er das Informationsbulletin „BAHN-VS“, das zweimal jährlich erscheinen und an den Bahnhöfen im Wallis aufliegen wird. Das Bulletin wird ergänzt durch eine Internetseite zum selben Thema: www.bahn-vs.ch.

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