Der Fahrplan für 2014 steht: Die beantragten Trassierungswünsche konnten weitgehend umgesetzt werden

Am 19. August 2013 konnten wir 14‘606 Trassen für den Jahresfahrplan 2014 definitiv zuteilen (Vorjahr: 13‘185). Diese verteilen sich auf 20 Besteller im Personen- und Güterverkehr, welche ihre Trassenanträge zur Nutzung der Schienennetze der SBB der BLS und der Südostbahn für den Jahresfahrplan 2014 im April bei uns eingereicht hatten.

Trasse Schweiz
Schienen-Weichen-Trasse 64960_01Am 19. August 2013 konnten wir 14‘606 Trassen für den Jahresfahrplan 2014 definitiv zuteilen (Vorjahr: 13‘185). Diese verteilen sich auf 20 Besteller im Personen- und Güterverkehr, welche ihre Trassenanträge zur Nutzung der Schienennetze der SBB der BLS und der Südostbahn für den Jahresfahrplan 2014 im April bei uns eingereicht hatten.

Für den Vergabeprozess kamen in diesem Jahr neue Einflüsse zum Tragen. Seit Anfang Jahr haben – nebst den Eisenbahnverkehrsunternehmen auch Dritte, am Schienengüterverkehr interessierte Unternehmen, die Möglichkeit, Trassen zu beantragen. Von dieser Möglichkeit wurde bereits im ersten Jahr Gebrauch gemacht. Des Weiteren kamen in diesem Jahr im Falle nicht auf dem Verhandlungsweg lösbarer Konflikte zusätzliche Prioritätskriterien zur Anwendung. Zudem haben wir einen Trend zu intensiverem Wettbewerb zwischen den einzelnen Verkehrsunternehmen verzeichnet.

Nach wie vor herausfordernd ist die Situation auf der Simplon-Linie, wo aufgrund von fortdauernden Bauarbeiten rund ein Drittel der vollen Trassenkapazität für den Güterverkehr nicht zur Verfügung steht.

Trotz diesen veränderten Rahmenbedingungen und den baustellenbedingt eingeschränkten Trassenkapazitäten ist es uns in Zusammenarbeit mit den Beteiligten gelungen, fast alle beantragten Wünsche umzusetzen. 146 Trassenkonflikte wurden durch uns bearbeitet (Vorjahr: 110). In drei die Simplonachse betreffenden Konfliktfällen zwischen jeweils zwei Güterverkehrsunternehmen konnte keine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Die Anträge mussten aufgrund der vorgegebenen Prioritätskriterien abgelehnt werden.

Dies führte dazu, dass wir den Abschnitt Brig – Iselle di Trasquera, und damit erstmals überhaupt eine Strecke in unserem Einflussbereich, für überlastet erklären mussten. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung der Trasse Schweiz AG erarbeitet derzeit einen Bericht zu Handen des Bundesamtes für Verkehr, in welchem mögliche Massnahmen zur kurz- bis mittelfristigen Linderung der Kapazitätsknappheit aufgezeigt werden.

Wie werden Trassen vergeben?
Die Besteller beantragen für den Jahresfahrplan ihre Netznutzungswünsche bei uns. Wo sich zwei oder mehrere Anträge behindern oder ausschliessen, führen wir Koordinierungsverhandlungen durch mit dem Ziel, dass alle gewünschten Züge fahren können. Kommt auf dem Verhandlungsweg keine Einigung zustande, wenden wir Prioritätenregeln zur Kapazitätszuweisung an.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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