Stadler gewinnt in Russland

Am 12. Juli 2011 konnte Bundesrat Johann Schneider-Ammann in Moskau bei der Eröffnung des Swissrail-Forums verkünden, dass Stadler Rail den ersten Auftrag aus Russland gewinnt. Stadler hat vom Russischen Konzern Transmashholding TMH den Auftrag für 100 4-achsige Diesel-Antriebsteile erhalten, wovon zwei vorab als Prototypen geliefert werden. Die Antriebsteile werden in 50 Triebzüge eingebaut, welche die TMH-Tochter Metrovagonmash an die Russische Eisenbahn RZD liefert. Das Auftragsvolumen für die 100 Antriebsteile beläuft sich auf rund CHF 240 Mio.

erstellt am 12. Juli 2011 @ 12:19 Uhr
Stadler Rail Group
Am 12. Juli 2011 konnte Bundesrat Johann Schneider-Ammann in Moskau bei der Eröffnung des Swissrail-Forums verkünden, dass Stadler Rail den ersten Auftrag aus Russland gewinnt. Stadler hat vom Russischen Konzern Transmashholding TMH den Auftrag für 100 4-achsige Diesel-Antriebsteile erhalten, wovon zwei vorab als Prototypen geliefert werden. Die Antriebsteile werden in 50 Triebzüge eingebaut, welche die TMH-Tochter Metrovagonmash an die Russische Eisenbahn RZD liefert. Das Auftragsvolumen für die 100 Antriebsteile beläuft sich auf rund CHF 240 Mio.

Erster Auftrag für Stadler aus Russland
Peter Spuhler freute sich am Rande des Swissrail-Forums in Moskau: „Ich bin sehr stolz, dass unsere bewährte Technologie erstmals in Russland zum Einsatz kommt. Es freut mich besonders, dass wir in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit, die auf uns zukommt, in einem neuen Markt mit grossem Potential einen ersten Auftrag gewinnen konnten – und dies mit einem Vertrag in Schweizer Franken.“ Diesem ersten Auftrag aus Russland waren längere Verhandlungen vorausgegangen.

Bei der Transmashholding TMH handelt es sich um den grössten Russischen Schienenfahrzeughersteller mit ca. 55’000 Mitarbeitenden. Deren Tochter Metrovagonmash MVM hat ihre Werke etwas ausserhalb von Moskau in der Stadt Mytischi. MVM beschäftigt rund 5’000 Mitarbeitende.

Schrittweise Auslieferung
Die Auslieferung der ersten beiden Antriebsteil-Prototypen erfolgte Ende 2012. Die Zulassung und Auslieferung des ersten kompletten Zuges durch die MVM an die RZD ist für das erste Quartal 2014 vorgesehen. Danach ist die Auslösung der Option für die Gesamtserie von 49 Zügen und damit 98 weiteren Antriebsteilen geplant.

Im Juli 2011 hatte Stadler drei weitere Breitspur-Aufträge aus Estland für 38 FLIRT-Triebzüge, aus Finnland für 32 FLIRT und für Weissrussland für 10 FLIRT in Bearbeitung.

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Autor: Redaktion

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