Kapazitätsanalyse zur Überlasteterklärung der Strecke Brig – Iselle di Trasquera

Am 5. Juli 2013 hat trasse.ch die Strecke Brig – Iselle di Trasquera bis zum Ende des Fahrplanjahres, in welchem die kapazitätseinschränkenden Bauarbeiten abgeschlossen werden, für überlastet erklärt. In den nachfolgenden drei Monaten wurde gemäss Vorgaben der Netzzugangsverordnung (NZV) Art. 12a eine Kapazitätsanalyse erstellt. Ein Projektteam unter Leitung von trasse.ch und mit Vertretern von SBB Infrastruktur entwickelte dabei Massnahmen in Bezug auf den Umgang mit dem Kapazitätsengpass bis zum Abschluss der Bauarbeiten.

Trasse Schweiz
Am 5. Juli 2013 hat trasse.ch die Strecke Brig – Iselle di Trasquera bis zum Ende des Fahrplanjahres, in welchem die kapazitätseinschränkenden Bauarbeiten abgeschlossen werden, für überlastet erklärt. In den nachfolgenden drei Monaten wurde gemäss Vorgaben der Netzzugangsverordnung (NZV) Art. 12a eine Kapazitätsanalyse erstellt. Ein Projektteam unter Leitung von trasse.ch und mit Vertretern von SBB Infrastruktur entwickelte dabei Massnahmen in Bezug auf den Umgang mit dem Kapazitätsengpass bis zum Abschluss der Bauarbeiten.

Anfang Oktober 2013 wurde die Kapazitätsanalyse dem Bundesamt für Verkehr (BAV) unterbreitet. Das primäre, zur Umsetzung vorgeschlagene Massnahmenpaket beinhaltet die Erhebung einer Antragrückzugsgebühr, kombiniert mit der Streichung der kostenlosen Abbestellfrist von 30 Tagen nach der definitiven Trassenzuteilung auf der Simplonachse. Danach gelten die bekannten Regelungen für Stornierungen. Dieses Massnahmenpaket zielt darauf ab, dass in der Jahresfahrplanbestellung keine Kapazitätsvorhaltungen beantragt werden. Indem ein grösserer Handlungsspielraum für Konfliktlösungen zur Verfügung steht, sollen mehr Trassenanträge verwirklicht werden können. Transportwünsche sollen nicht verhindert werden durch Anträge, die nachträglich wieder zurückgezogen werden.

Falls notwendig, werden diese Massnahmen durch ein weiteres Massnahmenpaket ergänzt. Dieses beinhaltet ein vom ordentlichen Verfahren abweichendes, aber bei einem grossen Nachfrageüberhang effizienteres Verfahren zur Bestellung und Zuteilung der knappen Trassen.

Das BAV unterstützt die Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen und teilt gleichzeitig die Ansicht von trasse.ch, auf einen Plan zur Erhöhung der Kapazität gemäss NZV Art. 12a Abs. 5 zu verzichten. Es kann davon ausgegangen werden, dass nach Abschluss der Sanierungsmassnahmen am Simplon wiederum genügend Kapazität zur Verfügung steht.
In den nächsten Monaten werden die erwähnten Massnahmen weiter konkretisiert und ausführlich beschrieben und anschliessend in die relevanten Dokumente (z.B. Network Statement) eingearbeitet.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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