Löhne 2014: SBB anerkennt ausserordentliche Leistungen

Auch dieses Jahr keine generelle Lohnerhöhung für SBB Mitarbeitende. Dafür hat die SBB für individuelle Lohnerhöhungen 0,9 Prozent mit den Gewerkschaften ausgehandelt. Die Lohnmassnahmen werden per 1. Mai 2014 umgesetzt.

SBB CFF FFS / SEV, transfair, VSLF, KVöV
Auch dieses Jahr keine generelle Lohnerhöhung für SBB Mitarbeitende. Dafür hat die SBB für individuelle Lohnerhöhungen 0,9 Prozent mit den Gewerkschaften ausgehandelt. Die Lohnmassnahmen werden per 1. Mai 2014 umgesetzt.

Sehr gute Leistung soll sich lohnen. Die SBB stellt 0,9 Prozent der Lohnsumme für die individuelle leistungs- und erfolgsabhängige Lohnentwicklung zur Verfügung. Weitere 0,45 Prozent werden für eine Leistungsprämie bereit gestellt, um Mitarbeitende mit überdurchschnittlichen Leistungen zu honorieren. «Das Verhandlungsergebnis ist angesichts einer negativen Teuerung und der nach wie vor angespannten wirtschaftlichen Lage angemessen», sagt SBB-Personalchef Markus Jordi. «Es ist uns wichtig, ausserordentliche Leistungen unserer Mitarbeitenden zu honorieren. Wir stellen deshalb für die individuelle Lohnentwicklung aufgrund des Erfahrungs- und Leistungsanstiegs genügend Mittel bereit. So bleiben unsere Löhne marktgerecht und sehr gute Leistungen lohnen sich.» Der Verzicht auf eine generelle Lohnerhöhung ist Ausdruck eines umsichtigen und verantwortungsbewussten Umgangs mit den finanziellen Ressourcen.

Stellungnahme SEV, transfair, VSLF und KVöV:
Lohnentwicklung deutlich verbessert

Die Lohnentwicklung des SBB-Personals kann auf einer besseren Grundlage fortgesetzt werden. In den Lohnverhandlungen haben die Personalorganisationen erreicht, dass für die individuellen Anstiege im Jahr 2014 0,9 Prozent der Lohnsumme zur Verfügung stehen und danach die Lohnbänder um ein halbes Prozent angehoben werden. Damit verbessern sich die Perspektiven für alle Mitarbeitenden der SBB.

Anders als in den vergangenen Jahren war die SBB diesmal bereit, über das absolute Minimum der Summe hinauszugehen, die für das Funktionieren des neuen Lohnsystems nötig ist. Mit den 0,9 Prozent der Lohnsumme, die für die individuellen Anstiege vereinbart wurden, verbessert sich die Lohnentwicklung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SBB, die noch nicht das Maximum ihres Lohnbands erreicht haben. Allerdings liegt die Entwicklung nach wie vor unter der angestrebten Kurve, die vorsieht, dass innert 20 Jahren das Maximum erreicht wird. Die Personalorganisationen sind deshalb auch nur mässig zufrieden mit dem Lohnabschluss; sie sind überzeugt, dass die Laufbahn-Entwicklung des Personals bei der SBB einen höheren Stellenwert haben müsste.

Als zweite Massnahme wurde erreicht, dass die Lohnbänder nächstes Jahr um ein halbes Prozent angehoben werden. Dies hat direkt keine Auswirkung auf die Löhne. Es verbessert aber die Entwicklungsmöglichkeiten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SBB, insbesondere jener, die das Maximum ihres Lohnbandes bereits erreicht haben. Für sie gibt es nun wieder die Möglichkeit eines Anstiegs.

Auch wenn keine generelle Lohnerhöhung erreicht werden konnte, zeigen sich die Personalorganisationen deshalb mit dem Gesamtresultat zufrieden, zumal es im Vorjahr zu keiner Einigung gekommen war, weil die SBB nicht zu Verhandlungen über das absolute Minimum hinaus bereit war.

Im Gegensatz zur SBB erachten die Personalorganisationen die Beiträge für die Einmal-Prämien (ca. 0,45 %) nicht als Bestandteil der Lohnverhandlungen, sondern als Pflichtleistung. Deshalb sprechen SBB (Lohnkosten) und Personalorganisationen (Lohnsummenerhöhung) teilweise von verschiedenen Beträgen.

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Autor: Redaktion

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