sersa-Stopfmaschine im Bahnhof Schwyz entgleist

Am frühen Montagmorgen (13.5.2013) ist bei der Ausfahrt des Bahnhof Schwyz in Richtung Norden eine Nivellier-Richt-Stopfmaschine einer privaten Gleisbaufirma entgleist, dabei wurde niemand verletzt, es entstand aber beträchtlicher Sachschaden am betroffenen Fahrzeug und der Infrastruktur.

erstellt am 13. Mai 2013 @ 16:03 Uhr
Von: Sandro Hartmeier / SUST
sersa-Stopfmaschine Bahnhof Schwyz entgleistUpdate Am frühen Montagmorgen (13.5.2013) ist bei der Ausfahrt des Bahnhof Schwyz in Richtung Norden eine Nivellier-Richt-Stopfmaschine einer privaten Gleisbaufirma entgleist, dabei wurde niemand verletzt, es entstand aber beträchtlicher Sachschaden am betroffenen Fahrzeug und der Infrastruktur.

Zur Entgleisung der Nivellier-Richt-Stopfmaschine B66U-1 der sersa Group (J. MÜLLER AG) kam es am Morgen kurz nach 5 Uhr in der nördlichen Ausfahrt des Bahnhof Schwyz, in der Gemeinde Seewen. Dabei wurde neben der Stopfmaschine auch eine Lärmschutzwand und die Gleisanlagen beschädigt. Die Höhe des Sachschaden beträgt 580’000 Franken. Verletzt wurde niemand [Details im Schlussbericht der SUST.].

Die Bergungsarbeiten erfolgten von der Strasse her in der Nacht auf Dienstag.

Der Personenverkehr war durch die Entgleisung nicht beeinträchtigt.

Ursachen

  • Der Lokführer MEV hat sofort nach Erhalt des protokollpflichtigen Sammelformular Befehls 6 „Fahrt auf Sicht“ dem Lokführer sersa group den Fahrbefehl zur Abfahrt mit „Fahrt auf Sicht“ erteilt. Dabei wurde am Halt zeigenden Zwergsignal Y9 und Ausfahrsignal B1 vorbei gefahren.
  • Die Geschwindigkeit war zu hoch, als dass vor der, auf Sichtdistanz erkennbaren Entgleisungsvorrichtung, hätte angehalten werden können.
  • Die verantwortliche EVU, bzw. der Fahrzeughalter hätte gemäss Schreiben des BAV vom 14. September 2007 Zug 33802 mit einem Fahrzeug an der Spitze ohne Zugsicherung nicht verkehren lassen dürfen.

Zum Unfall haben beigetragen:

  • Der Lokführer MEV hat die Angaben dem Fdl bestätigt und mangels eines ordentlichen Sammelformulars den Befehl 6 für „Fahrt auf Sicht“ auf dem Rand einer Zeitung festgehalten. Ihm fehlte damit die Möglichkeit die auf dem Sammelformular vorgesehenen weiteren Befehle auf Papier zu konsultieren um damit eine Verwechslung zu verhindern.
  • Künstlicher Zeitdruck vor Feierabend. Die Bauarbeiten waren bereits um ca. 3.30 Uhr beendet. Die fahrplanmässige Fahrt nach Arth Goldau war als 33802 um 5.00 Uhr vorgesehen. Mehrfach wurde beim Fdl angefragt, ob eine vorzeitige Fahrt (Feierabend) möglich sei. Wegen den Bauarbeiten war dies nicht möglich.

Siehe auch

 

Weblinks

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

Schreibe einen Kommentar