RAlpin verlagert millionsten Lastwagen auf die Schiene

Am 28. Februar 2014 fährt der millionste Lastwagen auf der Rollenden Autobahn (Rola) durch die Schweiz. Nun können langfristig weitere Abertausende dazukommen: mit der Annahme von FABI ist die Grundlage für den Ausbau der Verkehrsverlagerung auf die Schiene gelegt.

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RAlpin verlagert millionsten Lastwagen auf die SchieneAm 28. Februar 2014 fährt der millionste Lastwagen auf der Rollenden Autobahn (Rola) durch die Schweiz. Nun können langfristig weitere Abertausende dazukommen: mit der Annahme von FABI ist die Grundlage für den Ausbau der Verkehrsverlagerung auf die Schiene gelegt.
RAlpin verlagert millionsten Lastwagen auf die SchieneSeit der Gründung der RAlpin im Jahr 2001 haben 1 Million Lastwagen und ihre Fahrer vom Angebot der Rollenden Autobahn profitiert. Und nicht nur sie: Der Umwelt wurden dadurch bisher über 300’000 Tonnen CO2 erspart und der Schweizer Bevölkerung ein Güterverkehrsstrom, der aneinandergereiht einen Stau von 20’000 Kilometern ergeben würde. Dies entspricht 15 Lastwagenkolonnen von Hamburg nach Rom.
„Eine Million ist eine beachtliche Anzahl Lastwagen, auf die wir stolz sind“ freut sich RAlpin CEO René Dancet. Obwohl das Verlagerungsziel nicht erreicht ist und sich immer wieder kritische Stimmen zur Rola äussern, lässt sich der Beitrag von RAlpin an der Schweizer Verlagerungspolitik durchaus sehen: Knapp 10% der Lastwagen im Transitgüterverkehr durchqueren die Schweiz auf der Rola. „Verkehrsverlagerung ist bei uns nicht Theorie sondern Praxis. Indem wir jeden Tag rund 400 Lastwagen auf die Schiene bringen leisten wir aktiv einen wichtigen Beitrag für die Umsetzung des Volkswillens“ so Dancet.
Kontinuierlicher Ausbau des Angebots
Nach der Gründung der RAlpin AG im Jahr 2001 lagen die Sendungszahlen noch zwischen 45’000 und 65’000 Sendungen pro Jahr, das Angebot beschränkte sich Im 2001 auf 5 Zugspaare täglich. Bis 2005 wurde es schrittweise auf 10 Zugspaare pro Tag ausgebaut. Dadurch stieg ab 2005 das verlagerte Volumen auf rund 80’000 Lastwagen jährlich. Ein weiterer grosser Wachstumsschub konnte im Jahr 2009 erzielt werden. Trotz wirtschaftlich schwierigem Umfeld blieb die Nachfrage nach Rola-Transporten ungebrochen, die 90’000er-Marke wurde überschritten. Seit 2011 bietet RAlpin neben der Verbindung zwischen Freiburg i. Br. und Novara via Lötschberg-Simplon-Achse auch die Verbindung Basel – Lugano via Gotthard an. Seither werden jährlich rund 100’000 Lastwagen verlagert. Im 2013 wurde mit 109’000 transportierten Fahrzeugen ein neuer Rekord erreicht.
Mit der Annahme Vorlage über die Finanzierung und den Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI) an der Volksabstimmung vom 9. Februar 2014 hat die Schweizer Bevölkerung einmal mehr Ja zu einer starken Bahn und zur Verlagerung des Güterverkehrs gesagt. RAlpin begrüsst diesen Entscheid, ermöglicht er doch langfristige Planungssicherheit und den Ausbau des Angebots.
Ein langjähriger Kunde
Der Rumäne Medesan Mihai-Ioan von der Spedition Kühne + Nagel S.à r.l. ist der millionste Lastwagenfahrer auf der Rola. Er ist seit vielen Jahren regelmässiger Rola-Kunde. Vor allem schätzt er, dass er sich nach der Fahrt auf der Rola unverzüglich wieder hinters Steuerrad setzen kann. „Mit der Rola habe ich die Möglichkeit Luxemburg – Mailand quasi über Nacht zu fahren und trotzdem am nächsten Morgen mit voller Fahrzeit in Italien loszufahren. So kann ich mehrere Kunden beliefern und am gleichen Tag zurückladen.“ Mit einem Geschenk und einem süssen Gruss aus der Schweiz im Gepäck macht er sich auf den Weg, seine Fracht in Norditalien abzuladen.

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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